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Greetings to our newest member: sneudecker
This post has been edited 2 times, last edit by "Andreas" (Jul 2nd 2008, 8:14am)
Quoted
Original von Volker Dehs
Wolfgang Thadewald hat für diese Dinge ein schönes Wort geprägt: RANDSEKUNDÄR.
Timmerberg steht damit in einer langen Tradition von Phileas-Fogg-Nachfolgern, wobei die Originalität der Reise ja im umgekehrten Verhältnis zu den aktuellen Verkehrsverbindungen steht.
Die erste deutschsprachige Veröffentlichung (als Übersetzung aus dem Amerikanischen) war übrigens:
Elisabeth Bisland: Eine Blitzfahrt rund um die Welt.
Berlin: Verlag von Siegfried Cronbach 1892, 162 S.
Bisland war 1889/90 mit ihrer Kollegin Nellie Bly einen Wettkampf eingegangen und hatte ihn verloren, denn sie benötigte 76 Tage, ihre Rivalin nur 72. Ihr Pech war unter anderem, dass sie die Reise von Ost nach West angetreten war, und nicht von West nach Ost.

Quoted
Müde um den Globus
Von Ludwig Moos
Der Abenteurer, Journalist und Reiseschriftsteller Helge Timmerberg hat in 80 Tagen die Welt umrundet. Seine Beobachtungen sind jetzt als Buch erschienen. Eine Rezension über das neuste Werk des rastlosen Reisenden.
Phileas Fogg hatte einen guten Grund, in 80 Tagen um die Welt zu reisen: die Wette mit seinen Londoner Freunden, es in dieser damals atemberaubend kurzen Zeit zu schaffen. Warum Helge Timmerberg gut 130 Jahre später der groben Route und dem exakten Zeitplan des Helden in Jules Vernes Klassiker von 1873 folgt, weiß vermutlich nur das Marketing seines Verlages.
Während der britische Gentleman mit Bahn, Ballon und Schiff pausenlos und zielstrebig voran eilte, grübelt unser Autor viel, wie es weiter gehen soll. Ab Kreta nimmt er dann immer das Flugzeug.
So hat er jede Menge Zeit, doch beim "Touchdown" in Athen, Kairo, Bombay, Bangkok, Hongkong, Shanghai, Tokyo, Mexiko City, Havanna und Dublin rührt er sich kaum vom Fleck. Gern sucht er Orte auf, Hotels, Plätze, Bars, die er von früher kennt. Dort trifft er die Menschen, die er für seine Geschichten braucht, oder er erinnert sich ihrer. Und Geschichten erzählen kann er. Mal fängt er in ihnen Traditionen, Mentalitäten und Zeitgeist wundersam ein, meist aber drehen sie sich um ihn und die alles bestimmende Frage, was mit seiner Lust auf die Welt passiert ist.
"Von Venedig bis Shanghai fragte ich mich, wo eigentlich mein Traum geblieben ist. Habe ich ihn verloren? Wurde er geklaut? Hatte er ein Verfallsdatum? Der Traum, dass Reisen die Hintertür des Schicksals ist. Der Notausgang. Und eigentlich die Lösung für jedes Problem. Jetzt löst Reisen gar nichts mehr."
Seit er 17 Jahre alt war, ist Helge Timmerberg kreuz und quer über den Globus geflippt, und er bekennt in einem Interview mit jetzt.de, dass er alle seine Texte bekifft geschrieben hat. Nun stellen sich die guten Vibrationen nur noch selten ein, in der Hauptstadt Mexikos zum Beispiel, für drei Tage. Sein Abgesang auf das Reisen, das sein Leben fast vierzig Jahre bestimmt hat, ist anrührend, denn er geht offen um mit dem Altern, mit seinen Wünschen und Ängsten. Doch wer noch neugierig ist auf die Welt, hat in ihm keinen guten Begleiter.
http://www.stern.de/reise/fernreisen/:He…bus/635314.html
Quoted
Original von Andreas
Die Leute sollte sich eine andere Finanzierungsquelle ihrer Reiselust suchen.
Quoted
Original von Poldi
Soweit ich das bislang im Buch mitbekommen habe, beschränkt sich der Drogenkonsum auf vergangene Zeiten.