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Uckermärkische Bühnen: Mit diesen Theaterstücken holten die Macher die meisten Besucher ins Haus
Schwedt / Lesedauer: 3 min
Intendant André Nicke von den Uckermärkischen Bühnen Schwedt und sein engstes Team: Chefdramaturgin Sandra Zabelt und Schauspieldirektor Tilo Esche (r.). (Foto: Eva-Martina Weyer)
Es war eine äußerst gelungene Spielzeit. 95.000 Besucher sahen 417 Vorstellungen. Und so soll es weiter gehen.
Veröffentlicht:27.05.2024, 16:00
Von: Eva-Martina Weyer
Die Theatersaison an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt läuft auf vollen Touren. Schon jetzt spricht Intendant André Nicke von einer „äußerst gelungenen Spielzeit“. Zwölf Premieren unterschiedlichster Genres, Showveranstaltungen und Messen gehörten zum Angebot für das Publikum.
Noch vor der Uraufführung des Musicals „Die neuen Abenteuer des Baron Münchhausen“ am 8. Juni auf der Odertalbühne wagt André Nicke einen Rückblick auf die Spielzeit und einen Ausblick auf Neues.
Die erfolgreichste Produktion innerhalb des Schauspiels war das Weihnachtsmärchen „Der kleine Muck“. Nicke hat dabei selbst Regie geführt und die Inszenierung so eingerichtet, dass deutsche und polnische Zuschauer gleichermaßen ihr Vergnügen daran hatten. Über 21.000 Besucher haben die 33 Vorstellungen gesehen. Darunter waren sechs Gastspiele in Brandenburg (Havel) und zwei Vorstellungen im Kleist Forum Frankfurt (Oder).
Überdurchschnittlich nachgefragt waren auch die Produktion „Marilyn – Träume, Sex und Hollywood“, das Jugendstück „Selfie“ und Tschechows Klassiker „Der Kirschgarten“. In ihrer Funktion als Landestheater haben die Uckermärkischen Bühnen ihre Abstecher in andere Städte von Brandenburg erhöht, vor allem mit Klassenzimmerstücken.
95.000 Besucher in 417 Vorstellungen
André Nicke sieht es als erfreuliche Tendenz, dass sich die Besucherzahlen deutlich erholen und zunehmen. In der Spielzeit 2022/23 wurden fast 95.000 Besucher gezählt. Sie besuchten 417 Vorstellungen und Veranstaltungen, darunter 89 Abstecher.
In der aktuellen Spielzeit haben die Theaterleute schon 85.000 Gäste gezählt. Hier sind die Aufführungen von „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“, das Rätseln beim „Escape Theater 2“ und die Freiluftaufführungen von „Baron Münchhausen“ noch nicht mitgerechnet. Hinzu kommen außerdem die Odertalfestspiele auf der Freilichtbühne, die im Juni beginnen.
„Vor dem Hintergrund so vieler Krisen, Unsicherheiten infolge von Inflation und der Zukunft des Wirtschaftsstandortes Schwedt machen diese Zahlen Mut und zeigen, dass sich die Uckermärkischen Bühnen auf einem mehr als guten Kurs befinden“, schätzt der Intendant ein.
Spielzeit steht unter dem Motto "Utopia"
Den Spielplan für die neue Saison haben er und seine Mannschaft längst fertig. Sie haben die Spielzeit 2024/25 unter das Motto „Utopia“ gestellt. „In einer Zeit zunehmender Krisen und verstärkter Polarisierung wollen wir Zuversicht und Hoffnung vermitteln“, sagt André Nicke. „Wir wollen andere Welten und positive Zukunftsentwürfe durchspielen sowie Alternativen zu einem pessimistischen Weltbild zeigen.“
Filmklassiker auf der Bühne
So einen positiven Zukunftsentwurf unterbreitet die erste große Premiere der neuen Spielzeit am 2. Oktober. Dann kommt „Die Legende von Paul und Paula“ im Großen Saal auf die Bühne.
Der DDR-Filmklassiker von 1973 erzählt eine packende Liebesgeschichte und lässt legendäre Ost-Hits live wieder auferstehen. André Nicke führt hier Regie und sagt: „Wir sehen unsere Theaterproduktion als Reminiszenz an die Generation, die den Aufbau der Stadt Schwedt und den wirtschaftlichen Aufschwung der Region wesentlich geprägt und mitgestaltet hat.“
"Tischlein deck dich!"
Nächster Spielzeithöhepunkt ist das diesjährige Weihnachtsmärchen „Tischlein deck dich!“, das auch für polnische Zuschauer geeignet ist.
In der kommenden Spielzeit bringen die Schauspieler 13 Premieren, darunter fünf Uraufführungen, auf die Bühne. „Tischlein deck dich!“ ist so eine Uraufführung – von den ubs selbst geschrieben und komponiert.
Bis zum Sommer 2025 kommen außerdem Komödien, Familieninszenierungen und Jugendstücke auf die Bühne. Eine große Produktion steht nächstes Jahr auf der Odertalbühne bevor. Dort erlebt „Reise um die Erde in 80 Tagen“ nach Jules Verne seine Uraufführung.
Zusätzlich zu den Schauspielaufführungen gibt es Messen und Veranstaltungen, darunter Konzerte von Klassik bis Rock und Pop sowie Revuen wie den „Bunten Weihnachtsteller“ und die Silvestershow. Die Theaterleute versprechen: „Die neue Spielzeit wird spannend.“
Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/ucker…ns-haus-2559391