Montagsumfrage: Was wäre Ihr Ziel bei einer Zeitreise?

  • Montagsumfrage: Was wäre Ihr Ziel bei einer Zeitreise?

    Zeitmaschine: Einsteigen, Fluxkompensator einstellen und ab geht es in die gewünschte Epoche.Symbolfoto: Marcel Kusch/dpa

    Tanja Daub

    14. September 2025 - 15:01 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

    Von Ägypten bis zur nächsten Lottoziehung – Menschen in Pirmasens haben uns verraten, was sie bei einer Zeitreise erfahren wollen.

    Zeitreisen sind ein beliebtes Thema in Literatur und Film, das in klassischen Werken wie H.G. Wells’ „Die Zeitmaschine“ sowie modernen Filmen wie „Zurück in die Zukunft“ und Büchern wie Audrey Niffeneggers „Die Frau des Zeitreisenden“ beschrieben wird. Passanten in der Pirmasenser Fußgängerzone haben wir gefragt, in welcher Epoche sie gerne leben würden.

    Dieter RindchenFoto: Martin Seebald

    Dieter Rindchen fällt die spontane Antwort zu der Frage, in welcher Epoche er gerne leben würde, schwer: „Ins Mittelalter würde ich mit einer Zeitmaschine auf keinen Fall reisen, da herrschte pures Chaos mit Hexenverbrennungen und solchen Sachen. Die Gegenwart ist mir manchmal viel zu unruhig und niemand weiß, was die Zukunft bringt. Wenn ich mich aber zwingend entscheiden müsste, würde ich dann doch die Gegenwart nehmen. Zumindest ist die Medizin heute weiter als im Mittelalter.“

    Elke VolkFoto: Martin Seebald

    Elke Volk wiederum interessiert sich schon lange für die alten Ägypter. „Wenn ich die Chance hätte, würde ich zurückreisen in die Zeit, als der altägyptische König Tutanchamun gelebt hat. Seit den 1980er Jahren besuche ich immer wieder Museen, die sich mit ägyptischer Geschichte beschäftigen, das ist genau mein Thema. Ich träume davon, echte Pyramiden zu sehen und eine Nil-Kreuzfahrt zu machen“, so Volk.

    Tamara PavoneFoto: Martin Seebald

    Tamara Pavone hat es die Römerzeit angetan. „Die Festungen, die sie errichtet haben, finde ich hochinteressant. Viele von ihnen sind heute in irgendeiner Form noch erhalten, das finde ich klasse“, sagt sie.

    Rosario PavoneFoto: Martin Seebald

    Ihr Mann Rosario Pavone sieht das Ganze pragmatischer. „Ich würde mir einen Mittwoch oder einen Samstag in der Zukunft aussuchen, an dem die Lottozahlen gezogen werden und mir die Zahlen notieren. Dann würde ich wieder in die Gegenwart reisen und direkt einen Lottoschein abgeben“, erzählt er und lacht.

    Bernd HinkelFoto: Martin Seebald

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    Bernd Hinkel sagt: „Wenn ich an die Vergangenheit denke, kommen mir nur Kriege und Krankheiten in den Sinn. Vor der Zukunft haben viele Menschen Angst. So gesehen bin ich ganz froh, dass ich in der Gegenwart lebe, auch wenn es eine Zeit der Krisen ist.“

    Wolfdietrich RaspFoto: Martin Seebald

    Der Pirmasenser Pfarrer Wolfdietrich Rasp würde ebenfalls nicht unbedingt eine Zeitreise unternehmen, sondern lieber weiter in der heutigen Zeit leben. „Ich weiß, wir leben in einer Zeit voller Herausforderungen, vor denen viele Menschen Angst haben. Ich sehe aber nach wie vor die Chancen, die wir haben, und halte mich an die Hoffnung, die sie mit sich bringen. Die Menschen können ihr Leben aktiv mitgestalten, was früher nicht möglich war“, so Rasp.

    Quelle: https://www.rheinpfalz.de/lokal/pirmasen…id,5812241.html

  • Was die Vergangheit angeht, wäre es ja nicht wie in den Filmen, wo die Zeitreisenden beim Zeitsprung automatisch die Sprachen von damals lernen. Und dann noch der Schmetterlingseffekt ;)

    Aber wenn man rein als Beobachter sich etwas anschauen könnte, wäre es vielleicht interessant. Birgt aber auch so noch Tücken. Da gab es mal eine Kurzgeschichte, wo der Zeitreisende nachdenkt, welches Ereignis er sich anschauen möchte. Er wählt die Kreuzigung Jesu. Als er auf Golgatha ankommt, ist es aber so überfüllt, dass er nix zu sehen bekommt (oder so ähnlich). Wegen Überfüllung. Es sind noch Zehntausende andere Zeitreisende da …

    Also wähle ich die Idee des Lottospielers. Zahlen notieren und gewinnen. Macht aber auch wieder nur Sinn, wenn man exklusiv reisen könnte …

    Nautron respoc lorni virch.

  • Ich habe u.a. mehrere Regalzeilen mit Zeitreiseromanen in meinem Bestand. Natürlich die üblichen Verdächtigen als Klassiker, eine Trilogie von G. Privost, rund zehn Bände von Jodi Tailor, und und und. Da macht man sich schon so Gedanken über mögliche Ziele. Auch ich würde gerne Beobachter von bestimmten Ereignissen sein. Aber kein Katastrophentourismus.

    Gestern hatte ich einen kleinen Zeitreiseeffekt. Ganz unvorbereitet. Unsere Stadtbücherei hat in dieser Woche ihren hundertsten Geburtstag. Da hat man u. a. einen Arbeitsplatz eines Bibliotheksmitarbeiters/rin aus den 60er/70er Jahren nachgestaltet. Und was sehe ich zufällig auf diesem fiktiven Arbeitsplatz? Da liegt mein(!) Bibliotheksausweis aus den 70er Jahren mit der Eintragung STUDENT.

    Das war unter der Rubrik „Bitte machen sie ein dummes Gesicht“. Man kann mich doch noch überraschen….

  • Und was sehe ich zufällig auf diesem fiktiven Arbeitsplatz? Da liegt mein(!) Bibliotheksausweis aus den 70er Jahren mit der Eintragung STUDENT.

    Das war unter der Rubrik „Bitte machen sie ein dummes Gesicht“. Man kann mich doch noch überraschen….

    Spitze! Aber wie sind die da drangekommen? Musste man die Ausweise irgendwann abgeben?

    Man hat sich auch sonst gut gerüstet ;) Schreibmaschine von Rheinmetall.

    Nautron respoc lorni virch.