Posts by Thosch

    Nun das war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich ...


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    2.Toyo Tanaka: Die geheimnisvolle Insel


    Ausgaben: Maritim, LP: 47 499 NW, MC: 48 499 UW


    Regie: Toyo Tanaka, Buch: Joachim von Ullmann, Geräuscheffekte: Heinz Eisinger, Tontechnik: Christa Rentsch, Toningenieuer: Horst Grosse, Produktion: Wolf Brümmel (1978)
    Sprecher: Rolf Mamero (Cyrus Smith), Michael von Rospatt (Nab), Henry König (Gedeon Spilett), Rolf Jahnecke (Pencroff), Günter Kieslich (Harbert), Douglas Welbat (Ayerton), Franz-Josef Steffens (Kapitän Nemo), Heidi Schaffrath (Verena, seine Tochter)


    Vorlage: Die Übersetzung, nach der die Adaption geschrieben wurde ist nicht eindeutig feststellbar, da sämtlicher Text, Erzählpassagen wie Dialoge offenbar neu geschreiben wurden, wobei mit der Tochter Kapitän Nemos auch eine völlig frei erfundene Figur in die Handlung integriert wurde. Es gibt allerdings einige wenigeAnzeichen, daß sich Autor Ulmann ebenfalls bei "Bärmeier & Nikel" "bedient" hat.


    Adaptierte Kapitel [Zählung nach der "Bärmeier+Nikel-Version]: 1 (frei bearbeitet: Vorbereitung in Richmond, Der Flug über den Ozean & die Ankunft bei der Insel), 2, 3 (Auszug: Mr. Smith wird gesucht), 4 (Auszug: Mr. Smith wird gefunden), 5 (Ende: Das Cabiai) & 11 (Ende: Der Zahn ) & 12 (Anfang: Die Schrottkugel) . 10 (Ende: Die Kiste mit Werkzeugen), 18 Pencroff sticht in See), 19-21 (Auszüge: Der Schiffbrüchige / „Ich bin Ayrton“ / Die Flaschenpost), 26-28 (Frei bearbeitet: Kapitän Nemo & seine Tochter)


    „Was hast du dir bloß dabei gedacht? (..)“
    „Ich hab mir gedacht, du freust dich! (...), Ja das habe ich nur gedacht. (...), Ich bin da und nun geht’s los J“
    „Aha, und was geht los, wenn ich fragen darf ...“


    Eine berechtigte Frage: Was hat sich da Joachim von Ulmann bloß gedacht, als er Vernes Buch in dieser Weise adaptierte? Denn offensichtlich erschien ihm die Vorlage etwas sehr überarbeitungsbedürftigt. So glaubte er etwa, daß man Nabs Rolle mit einem ständigehn Hineingeplappere stereotyp nervig angelegen sollte. Leider ist das aber nicht alles Denn was geht da noch ab?


    „Mr. Smith!!“
    „Nab?!“
    „Ich hab’s!“
    „Ja, ja, ich weiß, aber du mußt mir schon verraten, was du hast.“
    „Eine Idee, eine großartige Idee!“
    „Na dann los, erzähl uns von deiner Idee!“


    Es fehlt natürlich das weibliche Element im Roman. Das haben schon unzählige Filmemacher erkannt und mindestens eine Frau gleichfalls auf die Insel verfrachtet. Das ist vom Standpunkt der Unterhaltung her durchaus legitim und dagegen wäre an sich auch nichts einzuwenden. Etwa wenn man die Harbert-Rolle gegen die eines Mädchens vertauscht. Oder wenn die Gefährten den Piraten eine Gefangene abjagen würden. Eins aber geht nicht: Kapitän Nemo mit einer Tochter zu beglücken. Aber genau mit dieser unglückseligen Idee gedachte Autor Ulmann den Hörer zu erfreuen.


    „Verena? Bist du das Verene?"
    Woher wohl die Inspiration für den Namen kommt? Doch der Reihe nach ...


    .... fragen wir uns zunächst, welche Übersetzung dieser Adaption zu Grunde gelegen haben könnte. Wie gesagt, in der Regel ist es ein völlig eigenständig nacherzählter Text, der in der Maritim-Version serviert wird. Es gibt nur wenige Stellen, wo charakteristische Textbrocken auf die "Bärmeier+Nikel-Version" hinweisen. Etwa in der "Cabiai"-Szene:


    „Cabiai? Was ist das, wenn ich fragen darf?“
    „So eine Art Schwein, es schmeckt vorzüglich, ich habe es bereits gekocht versuchen Sie mal."


    Versuchen wir also "Bärmeier& Nikel". Da liest man:
    (...) eine Art Schwein mit schwarzen, am Bauch hellen Borsten (...)
    Das Cabiaifleisch schmeckte vorzüglich (...)


    Bei "Hartleben" und "Diogenes" liest man es so jedenfalls nicht. Wie schwierig es, die Adaption auf eine Übersetzung zurückzuführen, sei exemplarisch noch am folgenden Dialog demonstriert:


    Hörspiel:
    „Au, au, verflucht!“
    „Na, na, na. Was haben Sie denn, Mr. Spilett?
    „Ach, einer meinen letzten Zähne. Und daran ist das Schwein Cabiai schuld.“
    „Komischer Zahn.“
    „Sehr komisch, ... und es ist auch gar keiner.“
    „Nicht? Na, so ein Glück, was ist es denn?“
    „Eine Schrotkugel.“
    „Unmöglich, niemand von uns hat irgendwelche Munition.“
    „Es ist eine Schrottkugel, und also ein weiteres Rätsel."
    „Glauben Sie immer noch an den großen Unbekannten, Mr. Smith?“
    „Mehr denn je, Mr Pencroff. (...)“


    Bärmeier & Nikel:
    Alle lobten das Schweinefleisch, am meisten der Seemann selber, aber plötzlich fluchte er gottsjämmerlich.
    „Was ist los?“ fragte der Ingenieur.
    „Ach, mir ist eben ein Zahn kaputtgegangen“, antwortete Pencroff.
    „Vielleicht ist das gar kein Milch-, sondern ein Kieselsteinschwein“, sagte der Reporter.
    „Das glaube ich bald auch“, antwortete der Seemann und zog den zerbrochenen Zahn mitsamt dem Steinchen heraus.
    Das allerdings war kein Steinchen, sondern eine Schrottkugel.


    Hartleben:
    Pencroff verzehrte seinen Theil mit gerechtem Stolze, als urplötzlich ein Schrei und ein gelinder Fluch über seine Lippen kamen.
    »Was giebt es denn? fragte Cyrus Smith.
    - Ich habe ... ich habe ... mir eben einen Zahn zerbrochen, antwortete kleinlaut der Seemann.
    - Aha, fiel der Reporter ein, in Ihren Pecaris stecken also Kieselsteine?
    - Ich möchte es fast glauben«, erwiderte Pencroff und zog das Corpus delicti hervor, das ihm einen Backenzahn kostete ...
    Ein Kiesel war das freilich nicht ... wohl aber ein Schrotkorn!


    Auf weitere Zitate verzichte ich dann doch lieber. Es tut mir leid, man mag dieser Fassung mit entsprechenden Kindheitsbonus sicherlich etwas abgewinnen können. Ich finde sie nun auch nicht gänzlich mißraten, das nun auch nicht. Aber gelungen? Nein, Michael von Rospatts Interpretation von Verne-Diener-Rollen (Vgl. "Fünf Wochen im Ballon" ) nervt mich einfach zu sehr. Und eine Nemo-Tochter: Das arme Hascherl, ist immer mit Papa unter den Meeren längstgefahren und glaubt deshalb, die Welt da draußen sei grundsätzlich schlecht. Noch mehr konstruiertes Klischee geht ja wohl nimmer ...

    1. Kurt Vethake: Die geheimnisvolle Insel


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    Bildquelle: http://www.hoerspielwelten.de


    Ausgaben: LP: Fontana 6434 226, MC: Philips 7172 157


    Regie, Buch & Produktion: Kurt Vethake, Toningenieur: Ludwig Bender, Hammondorgel: H. J. Nehm (1974)
    Sprecher: Eberhard Krug (Cyrus Smith), Hans Schwarz (Nab), Peter Schiff (Gedeon Spilett), Klaus Jepsen (Pencroff), Santiago Ziesmer (Harbert), Heinz Rabe (Ayerton), Hans Eberhard [= Eberhard Krug] (Kapitän Nemo), Karl Heinrich [= Heinz Rabe] (1. Soldat], Knut Reschke [ungenannt] (2. Soldat), Knut Reschke (Erzähler)


    Vorlage: bearbeitete & gekürzte Übersetzung von Bärmeier & Nikel
    Adaptierte Kapitel: 1, 2, 3, 4 (Auszug: Top, Nab & Smith werden gefunden), 5 (Auszug: „Ehe das Feuer brennt, glühen ja meine eigenen Arme“), 6 (Auszug: Die Höhle wird gefunden), 10 (Auszug: Die Tonnen werden gefunden), 12 (Auszug: Die Lage der Insel wird bestimmt), 16, 18, 19, 20 (Auszug. „Ich bin Ayrton“), 21 (Auszug: „Die Sache mit der Flaschenpost kommt mir spanisch vor“), 22 (Auszug: Das Piratenschiff wird gesichtet), 23 (Auszug: Alle Mann ins Granit-Haus), 24 (Auszug: „Einfach in die Luft geflogen“ & Der Ofenrohr-Torpedo), 25 (Auszug: „Der Vulkan lebt also noch“), 26 (Auszug: Die Nautilus), 27 (Auszug: Kapitän Nemo & sein Tod: „Beten wir für den Verlorenen Sohn: Vater unser ...“), 28 (Auszug: Der Vulkan bricht aus), 29 (bis: „Gott sei seiner Seele gnädig. Amen“)


    Die Adaption von Kurt Vethake hält sich gewohnheitsmäßig eng an der Vorlage, das wird schon gleich beim Anfang deutlich


    Hörspiel:
    „Geht’s wieder hinauf?“
    „Im Gegenteil, hinunter!“
    „Wir stürzen ab, Mr. Smith!“
    „Den Ballast raus!“
    „Der letzte Sack ist auch schon leer.“
    „Steigt der Ballon?“
    „Nein!“
    „Da unten plätschert doch was!“
    „Unter der Gondel ist die See!“
    „Keine 150 m unter uns!“
    „Alls, was nicht niet- und nagelfest ist, hinaus und hinunter! Und dann gnade uns Gott!“
    Die Worte verklangen am 23. März 1865 gegen 16 Uhr in der Luft über der Wasserwüste des Pazifik.
    Kaum jemand dürfte wohl jenen katastrophalen Nordoststurm vergessen haben, der um die Tagundnachtgleiche herum losbrach und das Barometer auf 710 mm hinunterdrückte.


    Buch:
    „Geht’s wieder hinauf?“
    „Im Gegenteil, hinunter!“
    „Wir stürzen ab, Herr Smith!“
    „Gott, den Ballast raus!“
    „Der letzte Sack ist auch schon leer.“
    „Steigt der Ballon?“
    „Nein!“
    „Da plätschert doch was!“
    „Unter der Gondel ist die See!“
    „Keine 150 m unter uns!“
    Auf einmal hörte man mit Donnerstimme rufen:
    „Alls, was nicht niet- und nagelfest ist, hinaus und hinunter! Und dann gnade -- “
    Die Worte verklangen am 23. März 1865 gegen 16 Uhr in der Luft über der Wasserwüste des Pazifik.
    Kaum jemand dürfte wohl jenen katastrophalen Nordoststurm vergessen haben, der um die Tagundnachtgleiche herum losbrach und das Barometer auf 710 mm hinunterdrückte.


    Wie im Buch erfolgt erst nach der Landung des Ballons auf der Insel eine Rückblende auf die Ereignisse in Richmond, die zur Flucht der Männer im Ballon führen. Dabei ist weder in der bearbeiteten Bärnikel-Fassung noch in Vernes Originaltext ein Dialog beim Besteigen des Ballonszu finden. Hier hat Vethake also aus dem Erzähltext die Szene in verteilten Rollen neu nachspielen lassen:


    Hörspiel:
    „Steigen Sie in die Gondel, Mr. Smith! – Sie sind wahrscheinlich Mr. Spilett?“
    „Ja, der bin ich. Verbindlichsten Dank, daß Sie mich mit auf diese Luftreise nehmen.“
    „Steigen Sie ein. Du auch, Harbert. Paß auf Top auf. – Die Halteleine n sind los, jetzt müssen wir den ersten Ballast abwerfen. Ein paar von den Sandsäcken müssen losgebunden werden.“
    „Hilf ihn, Nab!“
    „Ja, Sir, lasse Nab das machen.“
    „Wir steigen.“
    „Ja, die Ballonfahrt beginnt.“
    „Achtung, sie haben unsere Flucht bemerkt!“
    --
    „Alarrrrrrrm!“
    „Der Ballon hat sich losgerissen.“
    „Nein, da sind Leute drin.“
    „Gefangene, die fliehen wollen. Schießt, Leute, schießt!“
    --
    „Keine Angst, Freunde, wir sind schon zu hoch. Die Kugeln erreichen uns nicht mehr.“
    „Sehen Sie, Mr. Smith, wir schweben bereits über den Festungswällen. Da drüben ist Grants Armee.“
    „Wahrhaftig, wir fliegen in die Freiheit!“


    Ferner wird die Flucht der 5 Freunde in den beiden Buch-Versionen keineswegs von den Südstaaten-Soldaten entdeckt. Diese Abweichung könnte sich aber dadurch erklären, daß Vethake in dieser Szene der Filmfassung von 1974 folgt, die seinerzeit sowohl als TV-Vierteiler als auch in einer Filmkurzfassung unter den Titel „Herscher einer versunkenen Welt“ erschien und die ganz sicher die Produktion dieses Hörspiels anregte.


    „Ich glaube, du willst mich mächtig verscheißern“, rief der Seemann auf S. 153 der Bärmeier+Nikel-Vesion der ‚Geheimnisvollen Insel‘. Offensichtlich hatte dies „Neu-Übersetzer & Einrichter“ Lothar Baier auch mit dem Leser im Sinn. Jedenfalls hielt er es für angebracht, den Seemann Pencroft mit einem Hang zu dem wenig appetitlichen Ausdruck zu versehen. Während Passepartouts eingeschmuggeltes, zweimal geäußertes, g1eichbedeutenes französisches „Merde“ in der „In 80 Tagen um die Welt“-Ausgabe des gleichen Verlages noch einen originellen Charakter besitzt und von Kurt Vethake in seiner zweiten Hörspielfassung (siehe: ) zu einem klischeehaft komischen geflügelten Wort des Dieners weiterentwickelt wurde, ist Vethakes Übernahme des Baier-Pencroffschen Kraftausdruck in die „Geheimnisvolle Insel“-Hörspielproduktion gänzlich überflüssig und störend. Er wirkt lediglich vulgär und – insbesondere in einer Verne-Adaption – völlig deplaziert.


    Hörspiel:
    „Haben Sie Feuer?“
    „Nein, tut mir leid.“
    „Nab haben auch kein Feuer.“
    „Verdammte Scheiße!“
    „Was ist los, kriegt ihr vielleicht kein Feuer an?“
    „Sie haben es erraten.“
    „Wenn mein Herr hier wäre, der würde euch schon einheizen!“


    Buch:
    (...) während ihn Pencroff kurz und trocken nach Streichhölzern fragte. Der Reporter blieb stehen , suchte kurz in seinen Taschen und meinte, er habe sie wohl alle über Bord gehen lassen.
    Auch Nab hatte kein Feuer mehr bei sich.
    „Verdammte Scheiße!“ entfuhr es den Seemann.
    „Wenn mein Herr und Meister hier wäre, der würde euch schon einheizen!“


    Weitaus gemäßigter liest es sich da bei Hartleben. Dort fehlt natürlich auch der "Einheiten"-Kalauer:
    In diesem Augenblick kam auch Pencroff auf ihn zu und fragte im trockensten Tone, ob er nicht zufällig ein Zündhölzchen bei sich habe.
    Der Reporter blieb stehen, durchsuchte seine Taschen, fand das Gewünschte aber nicht und sagte:
    »Ich habe keine mehr und werde wohl alle mit ausgeworfen haben ...«
    Als Pencroff hierauf an Nab dasselbe Verlangen stellte, erhielt er die nämliche Antwort.
    »Verflucht!« fuhr der Seemann auf, der diesen Kraftausdruck nicht nieder zu würgen im Stande war.
    Der Reporter hörte es und fragte:
    - Es ist wohl kein Streichhölzchen zur Hand?
    - Kein einziges, und folglich auch kein Feuer!
    - O, rief Nab, da müßte mein Herr zur Stelle sein, der würde bald Rath schaffen!«

    Auch die zweite "Scheiß"-Stelle hat Vethake ohne Zaudern in sein Hörspiel übernommen:
    „Mein Herr!“
    „Insel oder Kontinent?“
    „Das ist doch jetzt scheißegal. Hauptsache, sie leben noch.“


    Buch:
    „Mein Herr!“ rief Nab.
    Der Ingenieur schien seine Kameraden nach und nach zu erkennen. Noch einmal redete er vor sich hin, diesmal waren seine Worte zu verstehen:
    „Insel oder Kontinent?“
    „Auch du heiliger Bimbam!“ rief Pencroff. „Das ist doch jetzt scheißegal. Hauptsache, sie leben noch.“


    Auch hier geht es bei Hartleben natürlich gesitteter zu:
    »Mein Herr! Mein lieber Herr!« rief Nab erfreut.
    Der Ingenieur verstand ihn. Er erkannte Nab und Spilett, sowie seine beiden anderen Gefährten und drückte ihnen schwach die Hand.
    Einige Worte entschlüpften seinen Lippen, wahrscheinlich dieselben, welche er schon früher von sich zu geben versucht hatte, die von einem ihn auch damals nicht verlassenden Gedanken herrühren mochten und jetzt zum ersten Male verständlich waren:
    »Insel oder Festland? flüsterte er.
    - O, zum Teufel, rief Pencroff, der diesen Ausruf nicht unterdrücken konnte, das kümmert uns gar nicht, wenn Sie nur wieder am Leben sind, Herr Cyrus. Was Insel oder Festland! Das werden wir ja später erfahren.«


    Auch andere Kalauer übernimmt Vethake ungerührt. Der folgende "Ingeniör"-Spruch kenne ich vorallendingen von Daniel Düsentrieb. Hörspiel.:
    „Das Feuer ist aus!“
    „Na und?“
    „Ihnen scheint nicht klar zusein, was das bedeutet.“
    „Sie scheinen sich darüber mächtig aufzuregen.“
    „Wir haben keine Zünder mehr!“
    „Dafür haben wir den Ingenieur. Dem Ingeniör ist nichts zu schwör. Dem wird schon etwas einfallen.“


    Auf ein erneutes Einheizen hat Vethake aber verzichtet. Buch:
    „Das Feuer ist aus“, rief der Seemann,“ ist Ihnen das klar?“
    „Na und?“ antwortete Spilett.
    „Wir haben keine Zünder mehr, Herrgottnochmal!“
    „Dafür haben wir den Ingenieur. Dem Ingeniör ist nichts zu schwör. Der wird uns schon wieder einheizen.“


    Der folgende Dialog offenbart den schon im letzten Zitat nachzulesenden Effekt, daß Vethake zuweilen ein paar Sätze zusätzlichen "Fülldialog" einbaut. Hörspiel:
    „Ich möchte ihn mal vor mir sehen, wahrscheinlich ist er hübsch, groß und kräftig, hat einen langen Rauschebart und silberne Haare, sitzt auf einer Wolke und hält eine Kugel in der Hand.“
    „Wollen Sie den lieben Gott suchen, hehehehe?“.
    „Ja, wenn er sich finden läßt.“
    „Ich wiederhole, es war eine Wunderwaffe!“
    „Ooch, und wer hat sie abgefeuert?“
    „Der Herr der Insel!“
    „Und wer ist das?“
    „Wenn ich das wüßte! Aber wir werden die ganze Insel von vorne bis hinten durchkämmen, bis wir hinter das Rätsel kommen.“


    Die Buch-Vorlage ist da kompakter:
    „Ich möchte ihn mal vor mir sehen“, sagte Pencroff. „wahrscheinlich ist er hübsch, groß und kräftig, hat einen langen Rauschebart und silberne Haare, sitzt auf einer Wolke und hält eine Kugel in der Hand.“
    „Wollen Sie den lieben Gott suchen?“ fragte Spilett.
    „Wenn er sich finden läßt“, antwortete der Seemann.
    „Wir werden die ganze Insel von vorne bis hinten durchkämmen“, entschied der Ingenieur, „bis wir hinter das Rätsel kommen.“


    Obgleich sich hier die "Rauschebart"-Beschreibung ebenfalls wie ein Kalauer liest, liest man dergleichen übrigens auch schon bei Hartleben:
    - Oho, mein Junge, versetzte Pencroff, das möchte ich auch, und wir gewiß Alle. Ich bin nicht neugierig, aber ein Auge gäbe ich doch darum, den Sonderling von Angesicht zu Angesicht zu sehen! Mich dünkt, er müsse schön, groß, stark sein, einen prächtigen Bart, Haare wie einen Heiligenschein haben und auf Wolken ruhen mit einer großen Kugel in der Hand!
    - Aber, Pencroff, erwiderte Gedeon Spilett, das ist ja das Ebenbild Gottes, was Sie da ausmalen.
    - Kann sein, Herr Spilett, antwortete der Seemann, aber so stelle ich mir Jenen einmal vor.
    - Und Sie, Ayrton? fragte der Ingenieur.
    (...)
    - Es ist also entschieden, erklärte Cyrus Smith, wir beginnen unsere Nachforschungen sobald als möglich. Kein Theil der Insel soll übergangen werden. Wir durchsuchen sie bis in die geheimsten Winkel, der Unbekannte vergeb es uns, um der guten Absicht willen!«


    Schließlich findet man das U-Boot:. Hier "erfindet" Vethake wieder einen eigenständigen Dialog. Hörspiel:
    „Ich ahne, wer der Herr der Insel ist.“
    „Ich bin ganz sicher.“
    „So ein Unterwasserfahrzeug wurde in dem Bericht eines französischen Professors erwähnt, der viele Monate Gast des Kapitäns war.“
    „Sie sprechen von der ‚Nautilus‘. Dieses Fahrzeug hat mich als Wissenschaftler sehr interessiert. Ich hätte es gern einmal besichtigt.“
    „Jetzt können sie es.“
    „Ja, wir werden an Bord gehen, kommen Sie!“


    Dergleichen findet sich weder im Buch-Text von Bärmeier & Nikel ...:
    Der Ingenieur schien äußert erregt; kaum lag das Boot längsseits, sprang er als erster darauf und verschwand in einer offenstehenden Luke. Seine Kameraden folgten dicht hinterdrein.


    .... noch bei Hartleben:
    Er richtete, eine Beute der maßlosesten Aufregung, seine Blicke nach vorwärts, ergriff aber plötzlich des Reporters Arm und rief:
    »Aber er ist es! Es kann kein Anderer sein! - Er! ...«
    Dann fiel er fast auf die Bank zurück und flüsterte einen Namen, den Gedeon Spilett allein verstehen konnte.
    Ohne Zweifel kannte der Reporter diesen Namen, denn er schien' einen wunderbaren Eindruck auf ihn zu machen, und er antwortete mit gedämpfter Stimme:
    »Er! – Ein Geächteter!
    - Er ist es!« antwortete Cyrus Smith.
    Auf Anordnung des Ingenieurs ging das Boot jetzt dicht an den eigenartigen, schwimmenden Körper heran. Es legte sich an seine linke Seite, von der aus ein blendendes Licht durch dicke Glasscheiben drang


    Konnte man bei dem Hörspiel bisher außer den oben breit getretenen zwei Ausrutscher in die Vulgärspracheallenfalls nur noch eine bei der vorgegebenen Kürze des Hörspiels zwangsläufig etwa kurz geratene Abenteuer-Auswahl beklagen, so gerät ausgerechnet die schlußendliche Konfrontation der Gestrantenen mit Kapitän Nemo zum Tiefpunkt des Hörspiels. Nicht, daß hier der die Adaption nicht stimmen würde, nicht das einer der Sprecher patzen würde, nicht das Eberhard Krug nicht in Hochform wäre, nein, aber das Eberhard Krug sich - gänzlich ohne Modifizierung der Tonlage - mit völliger gleicher Sprachmelodie als Ingenieur Smith und Kapitän Nemo mit sich selber unterhält, ist einfach nur noch dreist. Natürlich ist Krug prädestiniert für die Rolle von Cyrus Smith und nachdem er den Nemo bereits 1971 in "20 000" Meilen gesprochen hat, erscheint seine erneute Besetzung nur logisch, gleichwohl wäre es sicherlich besser gewesen, hier vielleicht z.B. einen Rolf Marnitz einzusetzen.


    Insgesamt kann man deshalb nur eine gespaltene Wertung abgeben. Abgesehen von den bezeichneten Mängeln ist das Hörspiel gewohnt routiniert und für ein Jugendhörspiel erstklassig, Der doppelte Krug aber, nun ja ... der hätte nicht sein müssen.

    So, jetzt habe ich mal in die erste CD reingehört:


    Die Textfassung ist die nicht ganz getreue & gekürzte Übersetzung von Bärmeier+Nikel (Bzw. Fischer-Taschenbuch alt), die - jedenfalls was die ersten 4 Kapitel angeht, fast vollständig wiedergegeben wird.


    Abweichungen sind entweder kleinster Natur, so z.B. im 1. Kapitel:


    "Ich werde davon berichten" statt "ich will davon berichten",
    "nur auf meinen Erinnerungen" statt" nur auf meiner Erinnerung",
    "Töpfen" statt "Faquencetöpfen" -


    ferner fehlt dort in der Aufzählung der Wissenschaftler aus unerfindlichen Gründen der Name "Sabine".


    Selten werden aber auch mal kleine Abschnitte ausgeblendet:


    z.B. im 2. Kapitel das Menu von Martha, dort fehlt komplett: "Wie schade, sie war so vortrefflich ... -> ... mundigen Mosel"
    ebenso "glattgebügelt" sind natürlich die Runen,die tabellarischen Buchstabentabellen und die Botschaft in "Rückwärts-Latein", dazu fehlen ein paar Sätze davor oder dahinter, damit der Text nicht ins Leere läuft.,


    Schließlich sind noch - was für den Redefluß natürlich nur gut ist - ein paar Floskeln wie "Fragte er", "sagte er", rief er" etc. ausgelassen


    Ein typischer anachronistischer B+N-Kalauer wie der "Oedipuskomplex " blieb hingegen erhalten, überhaupt macht die Lesung zumindestens der ersten Kapitel den Eindruck, als sei mindestens 95% der Bärmeier-Nikel aufgenommen worden.


    Rufus Beck ist - wie bei seinen Verne-Einsätzen gewohnt - ein sehr angenehmer Erzähler, neben seiner "Normal-Stimme" als Erzähler Axel läßt er den Prof- Lidenbrock hamburgerisch herumsnacken, ob er auch noch andere Figuren derart mundartlich belegt, habe ich bislang noch nicht gehört, ich wollte den weiteren CDs noch nicht vorgreifen.


    Ferner wird das Hörspiel zwischend den Kapiteln noch mit Musik untermalt, die ersten Zwischenstücke dabei auf Akkordeon, was ich etwas gewöhnungsbedürftig fand, assoziiere ich trotz Hans Albers und seiner Quetschkommode auf St. Pauli deratige Klänge dann doch eher mit Paris als mit London. Später gibt es dann noch Keyboardmusik im Xylophon-Sound, was ich wesentlich gelungener finde ... aber bitte, daß ist Geschmackssache.


    Von den ersten Kapitel her zu urteilen, ist die Lesung aber durchaus gelungen, wobei man natürlich a.) grundsätzlich der eigenwilligen B+N-Fassung etwas abgewinnen können sollte und b.) bedenken muß, daß die Einleitung selbst in der B+N-Version gewisse Längen hat; ich kann mir deshalb auch nur bedingt vorstellen, daß alle Hörer der offiziell anvisierte Zielgruppe von 6-12 die nötige Geduld bis zum eigentlichen Abenteuer-Beginn in Island aufbringen. Jedenfalls aber sollten diejenigen 16-120-jährige an der Lesung Spass haben, die auch den anderen Verne-Lesungen von Rufus Beck gerne gelauscht haben.

    Ja, heute bei Karstadt. Reingehört habe ich aber noch nicht. Außerdem sind es vier CDs. Angaben dazu, welche Übersetzung der Lesung zu Grunde liegt und ob gekürzt wurde, gibt es aber nicht - nachher ist es noch die Diogenes-Übersetzung und die unfreiwilligen Kürzungen dort werden mit vorgelesen :lach:


    Werde heute abend mal meinen Ohren mit ein paar Kostproben erfreuen, genaueres also morgen.

    Quote

    Original von Poldi
    Kann mir mal einer sagen, in welchem Kapitel das ist? Der Hartleben-Nachdruck hat nur 239 Seiten...


    Ich behelfe mich mal mit der englischen On-line-Version von Gutenberg, die entsprechende Stelle:


    Over the dimly lighted strand there trod the huge mammals of the first ages of the world, the leptotherium (slender beast), found in the caverns of Brazil ...


    findet sich in: CHAPTER XXXII. WONDERS OF THE DEEP


    also: Kapitel 32. :)

    Das Cover wäre doch gut für das nächste Gewinnspiel geeignet. Und beim übernächsten dann das 80-Tage-Hörbuch mit Rufus Beck. :D :lach:


    Es ist aber wirklich faszinierend, wie stark der Film das falsche aber mittlerweile populäre "Ballon"-Image des Buches geprägt hat. Ich nehme trozdem mal an, daß sich Helmut Peschina bei der Neuproduktion am Originaltext orientiert hat und auf eine Luftreise verzichtet, oder?


    Würde mich aber direkt mal reizen, ein Kapitel zu erfinden, in dem Fogg in die Luft geht. Das sollte sich dann aber schon ohne Widersprüche in eine originalgetreue Übersetzung einreihen, müßte zudem auch sprachlich vollkommen hinein passen. Gar nicht mal so einfach. Eine Möglichkeit sähe ich da vielleicht auf der Reise Paris-Brindisi. Etwa in der Art:


    Schneelawinen versperren den Weg der Eisenbahn durch die Alpen, haben dort den Tunneleingang erschüttet. Rein zufällig - natürlich (hähähähä) - ist aber ein Ballonfahrer im Zug, der in Venedig seine Künste demonstrieren will, und zu diesem Zweck sogar einen Eisenbahnwaggon voll Gas mit sich führt. Fogg, Passepartout und der Himmelsstürmer befüllen den Ballon und fliegen mit günstigen Winden über die Alpengipfel hinweg in die Poebene. Klingt recht hübsch, könnte aber knapp werden mit der Zeit. :DD

    Quote

    Original von Poldi
    Sag mal, verstehe ich das richtig, dass Du die Ausgabe schon hast?


    Ich, äh, vertraute bei meinem "Blind"-Urteil "musthave" voll und ganz darauf, daß der Anhang bei der Dicke (s.o., 420 S. statt der ursprünglich geplanten 350) und den obigen Angaben von Volker Dehs zum Inhalt desselben gar nicht anders als 'hochinteressant' ausfallen kann. Der Buchhändler meines Vertrauens darf sich jedenfalls schon einmal über ein paar künftige Euro mehr in der Kasse freuen.

    Quote

    Original von Poldi
    Thosch, Du kannst ihm vertrauen, er hat die Übersetzung gemacht...


    Das ist sehr beruhigend, aber allein schon der Anhang macht die Winkler-Ausgabe ja zu einem must have. John Cleeves Symmons Theorie soll ja schon auf Poe (MS Found in a bottle, Arthur Gordon Pym [Poe-Symmons !?]) gewirkt haben, der selber wiederum Verne beeinflußt hat


    Meine Diogenes-TB-Ausgabe ist ja nun schon etwas älter, und so habe ich mir mal den Spaß gemacht, in einer größeren Buchhandlung in der aktuellen Auflage zu blättern (wobei die ../04/.. im Impressum wohl für 2004 stehen dürfte). Das Leptothe-Herz auf S. 274 ist immer noch da, selbstredend auch die anderen kleinen Abweichungen. 30 Jahre lang wird das Buch also nunmehr unkorregiert lustig weitergedruckt. Wie sieht es den mit der neulich bereits diskutierten Bücherbund/Bertelsmann-Prachtausgabe im Hartleben-Design aus? Dort ist ja auch die Diogenes-Textversion abgedruckt. Hat man dort den Text ungeprüft übernommen oder einer Revision unterzogen?


    Thomas Sch.

    Wobei beim "Hamburger Hörspielclub" (dessen Seite allerdings seit in paar Jahren eingeschlafen zu sein scheint) wohl nur MCs gesammelt werden/wurden, entsprechend fehlen dort die zahlreichen LP-Cover zu "Moby Dick".


    Einige der "fehlende" Kurir-Cover wird es wohl gegeben haben. Bei "Omniphon" und "Arabella" sind z.B. nur die Labelnamen ausgetauscht. Bei "Für Dich" gibt es allerdings nicht den Vethake-Kurier. Bist du dir sicher bei dem "Marcato"-Cover, daß es sich dabei auch um den Vethake-Kurier handelt? Wäre eigentlich eine komische Kombi, denn der "Buffulo Bill" stammt ursprünglich von PEG und dort erschien ja auch eine eigene Kurier-Aufnahme. Und deine Intercord-MC scheint doch etwas sehr in die Breeeeiiite gezogen.


    Ich nehme mal an, daß die besagten 14 Vethake-Aufnahmen auf "eigene Rechnung, und nicht - wie sonst üblich - speziell für ein Label, produziert worden sind. Entsprechend konnte Vethake dann wohl die Produktionen frei verkaufen, "Die Kinder des Kapitän Grant" wurden so etwa nach der Wiedervereinigung zusammen mit dem "Wildtöter" auch von dem sonst nur auf ehemalige DDR-Aufnahmen speziallisierte "kreisel"-Label übernommen.. Komplett ist die Abenteuer-Serie u.a. auf den Labeln Music for pleasure (EMI), Silberhit (Richter) [mit schönen Coverbilder von Kurt Schmischke], Intercord & Tempo erschienen.


    Die mit dem "Kurier des Zaren" höchstwahrscheinlich gleichzeitig produzierte Aufnahme "Jack London: Der Ruf der Wildnis" (identische Sprecher) z.B. ist hingegen exklusiv nur auf Fontana erschienen.

    Man mag sich natürlich fragen, warum man sich - jedenfalls wenn das informative, offensichtlich sehr ausführliche Nachwort ("Wort" ist gut!) nicht wäre - eine weitere Übersetzung vom "Mittelpunkt" zu legen sollte. Sicher, es gibt da keinen definitiven Text, weil es nun einmal keine eindeutige exakte 1:1 Wortwahl bei einer Übersetzung geben kann, insofern kann man bei einer neuen Übersetzung auch immer wieder den Ursprungstext "neu" lesen.


    Ich weiß ja nun nicht, ob der "Mittelpunkt" gänzlich neu übersetzt wurede, oder in Anlehnung an eine ältere Übersetzung wie etwa der von Hartleben. Jedenfalls hoffe ich doch, daß die Übersetzung diesmal vollständig ist. Denn was Hartleben und Diogenes angeht, so scheinen diese Texte - jedenfalls wenn man die CD der Digitalen Bibliothek bzw. die Diogenes-Taschenbuchausgabe zum Maßstab nimmt - nicht bis ins Detail vollständig zu sein.


    Dazu mal ein paar Beispiele. Zunächst einmal ist auf der CD im Gegensatz zu Vernes Original und der Diogenes-Version der 21. Mai und nicht der 24. Mai als Beginn des Abenteuers angegeben. Möglicherweise ist dies aber nur ein Fehler auf der CD und nicht im Harleben-Original. Im zweiten Kapitel aber fehlen auf der CD etwa die folgenden [hier auf französisch ergänzten] Sätze komplett:


    "(...) Und an diesem Rücken sieht man nach sieben Jahrhunderten noch keinen Riß! [Ah! voilà une reliure dont Bozerian, Closs ou Purgold eussent été fiers!"
    En parlant ainsi, mon oncle ouvrait et fermait successivement le vieux bouquin.] Ich konnte nichts besseres thun, als ihn über den Inhalt zu fragen, obwohl der mich wenig kümmerte. (...)


    Die fehlenden Sätze findet man dafür bei Diogenes:


    "(...) Ach, das ist ein Einband, auf den Bozerian, Closs oder Purgold stolz gewesen wären!"
    Während mein Onkel das sagte, schlug er das alte Buch abwechseld auf und klappte es wieder zu. (...)


    Es gibt aber auch genau umgekehrte Beispiele. So heißt es im dritten Kapitel:


    (...) kehrten wir mit dem Dampfboot zum Kai zurück.
    [Or, j'en étais là de mon reve, quand mon oncle, frappant la table du poing, me ramena violemment à la réalité.]
    "Mir scheint," sagte er, "der erste Gedanke, auf den man kommt (...)"


    In der Übersetzung muß man also raten, wer überhaupt mit "sagte er" gemeint ist. Das spricht eigentlich dafür, daß der Aussetzer rst beim Druck passiert ist. Bei Hartleben heißt es jedenfalls entsprechend:


    Als ich in meinen Träumen hier ankam, ward ich von meinem Oheim durch einen Faustschlag auf den Tisch gewaltsam in die Wirklichkeit zurückgerufen.


    Noch krasser liest sich ein Beispiel aus dem 19. Kapitel. Hier fehlt bei Diogenes eine Dialogzeile, so daß die Sätze Axels unvermittelt in den Mund des Professors geraten und so der ganze Sinn verkehrt wird:


    "Nein, bergan, wenn ich das sagen darf."
    [- A monter! fit mon oncle en haussant les épaules.]
    "Allerdings. Seit einer halben Stunde schon geht es langsam wieder hinauf (...)"


    Auch hier findet sich der ausgelassene Satz bei Hartleben:
    - Aufwärts! sagte mein Oheim, und zuckte die Achseln.


    Da die Auslassungen in den Diogenes-TBs zu logischen Fehlern führen, sieht es so aus, daß hier nicht der Übersetzer, sondern die Drucker nachlässig waren. Vielleicht ist der Text in der Hartcover-Version ja noch komplett und die Zeilen sind erst beim TB-Umbruch aus Versehen verlustigt gegangen.


    Jedenfalls wäre es wünschenswert, daß in der neuen Übersetzung nun wirklich jeder Satz übersetzt ist.

    Auch auf die Gefahr hin, dir eine ziemlich ernüchternde Antwort zu geben, Poldi:die "vielen" Gesichter dürften nicht wirklich etwas mit dem "Kurier" an sich zu tun haben.


    1973/74 produzierte Kurt Vethake insgsamt 14 Hörspiele, die allesamt mehr oder weniger über die angesprochenen Label vertrieben wurden:


    1973: Wildtöter - Der Kurier des Zaren, Das Wirtshaus im Spessart - Meuterei auf der Bounty (I) - - 1974: Meuterei auf der Bounty II - Moby Dick - Die Kinder des Kapitän Grant - Die Prärie - Huckleberry Finn - Onkel Toms Hütte - Die drei Musketiere - Ivanhoe - Aladdin und die Wunderlampe - Das Zauberpferd


    Auf einigen Labels wurden allerdings nur eine Auswahl davon vertrieben. Da der "Kurier" von 1973 stammt, ist er übrigens noch auf ein paar Labeln mehr vertreten, aber auch als einzige der vier 1973-Produktionen nicht auf Poly, da es dort bereits die erste Kurmin-Aufnahme von 1972 gab. Auf Eins extra / Klaxx / usw. fehlt z.B. hingegen als einziges der 14 Hörspiele "Huckleberry Finn", da es dort die 6-teilige Tom Sawyer/Huckleberry Finn-Serie von Ruth Scheerbarth gab.


    Eine Vielzahl der kleinen MC-Label gehören/gehörten übrigens zu den gleichen Firmen, die Label und Design alle Jahre immer wieder wechselten, in Wirklichkeit verbergen sich deshalb also gar nicht sooooo furchtbar viele Köpfe hinter den vielen Gesichtern.


    Ferner nahmen Firmen einzelne der Produktionen in ihr Sortiment auf, um thematische Lücken zu füllen: Das gilt etwa für den Zebra-"Kurier", ich habe z.B. auch einen "Für Dich"-Moby-Dick, auf dem nicht einmal der Name Vethakes oder der seiner Sprecher sondern nur die Rollen angegeben sind (sowas ist bei den MC-Ausgaben der Kleinlabels zwar Usus, für "Für Dich/Autiton" aber absolut ungewöhnlich)


    Bei "Moby Dick" gibt es übrigens ähnlich viele Version, die man allesamt z.B. unter dem folgenden Link sehen kann: www.hoerspielclub.de/mobydick/…ick_prod_kurt_vethake.htm

    Ich fürchte, die Antwort von Volker Dehs ist im falschen Thread gelandet :D


    Ich finde als Lektüre zu den Hintergründen der Verne-Romane ja Peter Costellos "Jules Verne - Der Erfinder der Science-Fiction" recht aufschlußreich. Von dem originalen Lindenbrog hat er freilich natürlich noch keine Ahnung. Allerdings findet sich da bei der Besprechung von "Reise zum Mittelpunkt der Erde" im Zusammenhang mit den Namen der realen isländischen Gelehrten folgender Hinweis: "Manche der von ihm verwendeten Namen sind leicht abgewandelt, nicht um Sie unkenntlich zu machen, sondern aus dem einfachen Grund, daß Verne oft außerstande war, seine eigenen Notizen zu entziffern." Trifft eigentlich ja auch auf "Lindenbrog" und "Lindenbrock" zu. :grins:


    By the way, ist irgendwo auf deutsch - oder zumindestens auf englisch - dokumentiert, welche Modifikationen Verne bei der 1867er Neuausgabe von "Reise zum Mittelpunkt" genau gemacht hat? Die deutschen Übersetzungen scheinen ja alle der Neufassung zu folgen. Hat er da einfach nur die Urmenschen-Szene zusätzlich eingebaut, oder ist da auch etwas vom alten Text gestrichen worden?


    ----


    Schließlich noch eine Alibianmerkung zu Paul Verne: War er nicht auch Kapitän? Vielleicht hat er da ja zumindestens noch Logbücher verfaßt? :DD

    "Und was ist denn nun auf diesem Cover falsch?" hätte man auch hier fragen können. Aouda etwa war bei der Elefantenpartie doch noch etwas benebelt, sie wachte bekanntlich erst im Zug richtig auf. Und Passepartout und General Proctor sollten eigentlich auch mit dabei sein, oder schwebten sie gerade im Ballon über den Dschungel? :D

    Nochmals zur Veröffentlichungsreihenfolge:


    Da gab es wohl verschiedene Auflagen, die erste erschien ab 1985 im "Deutschen Bücherbund" und zwar, soweit ich mich richtig erinnere, noch im Einzelbuchverkauf (zwei Bände pro Quartal). Bei der späteren Bertelsmannauflage wurden dann einige Doppelbände nochmals aufgeteilt. So erschien beim Bücherbund "Von der Erde zum Mond/Reise um den Mond" noch in einem Band.


    Im "Jules Verne Handbuch" werden in der Bibliographie der Gesamt- und Auswahlausgaben diese unterschiedlichen Ausgaben auch angesprochen:


    Bekannte und unbekannte Welten. Abenteuerliche Reisen
    Deutscher Bücherbund, Stuttgart/München (seit 1985, 29 Bände),
    (später Edition Stuttgart im VS Verlagshaus Stuttgart).


    Rund hundert Jahre nach Erscheinen der ersten deutschen illustrierten Großausgabe von Vernes nahezu gesamten Werk überraschte diese Buchgemeinschaft die Liebhaber schön gebundener Bücher mit einer Ausgabe in nahezu gleicher Ausstattung Die großformatigen Bände sind alle ebenso aufwendig gestaltet mit verschwenderisch in Gold gehaltenen stets gleichen Titelbildern. Sie haben ebenfalls bis zu 50 (umfangreiche Romane 100-250!) reizvolle ganzseitige Holzschnittillustrationen aus der ersten französischen Gesamtausgabe (...). Eine Bandzählung gibt es im Gegensatz zu früher nicht, weil die Reihe nur für wenige Titel geplant war. Deshalb wurden in einem Band noch zwei Romane zusammengefaßt, umfangreichere als ein Band gebracht (Andere später dann als zwei Bände). Nach wachsendem Erfolg kamen weitere Titel hinzu, auch solche, die es in dieser Ausstattung nie gegeben hat. Von der Verne-Ausgabe des Diogenes Verlags wurden die ungekürzten und sehr ordentlichen, nur gelegentlich etwas brav wirkenden Übersetzungen übernommen, die als die zur Zeit gelungensten angesehen werden (..). Für einige Titel wurden aber auch andere, ebenfalls gute Übersetzungen verwendet. Die Reihe hatte einen so großen Erfolg, daß auch andere Buchgemeinschaften die schmuckvollen Bände an ihre Mitglieder vertreiben, dafür wurden einige Bände weiter aufgeteilt. Die Reihe wird mit dem hier vorliegenden Handbuch abgeschlossen.


    ---------



    Ein bißchen schade, daß es noch keine ausführliche Internet-Bibliographie der deutschsprachigen Ausgaben gibt, wo man auch solche spezielleren Fragen, wie "In welchen Ausgaben eine bestimmte Übersetzung erschienen" leicht recherieren kann, wie etwa in der Verne-Bibliographie im Lexikon der Reise- und Abenteuerliteratur aus dem Corian-Verlag.
    -> http://www.corian-verlag.de/lo…4dc92ed0d8cd2b/index.html


    Bei den Blättern gibt es natürlich aber nur eine Sortierung nach Texten, mit einer On-line-Datenbank könnte man auch leicht nach Verlagen, Übersetzern, Illustratoren usw. sortieren. Außerdem könnte man systematisch Buchcoverscans hinzufügen. Wäre vielleicht mal ein Projekt für die Zukunft.

    Neben den gedruckten Einträgen kann man mittlerweile auch im Online-Katalog der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main stöbern, und zwar unter:


    http://dbf-opac.ddb.de/


    Suchen mit "Verne" gibt alleine 1089 Treffer, die Suche nach der Hartleben-Reihe ist überschaubarer, wenn man zusätzlich z.B. mit "Bücherbund" oder "Hartleben" sucht. Demnach ist die Reihe übrigens bereits 1985 gestartet.


    Hier nun die Einträge samt Angabe der Übersetzer bzw. Ursprungsausgaben:



    Titel: Die fünfhundert Millionen der Begum / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Erich Fivian

    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1989]
    Umfang/Format: 194 S. ; 25 cm
    Anmerkungen: Lizenzausg. d. Diogenes-Verl., Zürich



    Titel: Die Eissphinx / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Hans-Jürgen Wille u. Barbara Klau

    Verfasser: Verne, Jules
    Wille, Hans-Jürgen [Übers.]

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1988]
    Umfang/Format: 377 S. : Ill. ; 25 cm
    Originaltitel: Le sphinx des glaces <dt.>
    Anmerkungen: Lizenzausg. d. Diogenes-Verl., Zürich



    Titel: Die Kinder des Kapitäns Grant / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Walter Gerull

    Verfasser: Verne, Jules
    Gerull-Kardas, Walter [Übers.]

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1988]
    Umfang/Format: 654 S. : Ill., Kt. ; 25 cm
    Gesamttitel: Bekannte und unbekannte Welten, abenteuerliche Reisen
    Originaltitel: Les enfants du Capitaine Grant <dt.>
    Anmerkungen: Lizenzausg. d. Diogenes-Verl., Zürich


    [Die Diogens-Ausgabe ist in diesem Falle übrigens ausnahmsweise eine Übernahme von "Neues Leben")



    Titel: Die Erfindung des Verderbens / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Karl Wittlinger

    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1987]
    Umfang/Format: 206 S. : Ill. ; 25 cm
    Originaltitel: Face au drapeau <dt.>
    Anmerkungen: Lizenzausg. d. Diogenes-Verl., Zürich



    Titel: Robur, der Eroberer : mit sämtl. Ill. d. Orig.-Ausg. / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Peter Laneus

    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1987]
    Umfang/Format: 206 S. : Ill. ; 25 cm
    Originaltitel: Robur le conquérant <dt.>
    Anmerkungen: Lizenzausg. d. Diogenes-Verl., Zürich



    Titel: Fünf Wochen im Ballon : mit sämtl. Ill. d. Orig.-Ausg. / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Felix Gasbarra

    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1987]
    Umfang/Format: 287 S. : Ill., Kt. ; 25 cm
    Originaltitel: Cinq semaines en ballon <dt.>
    Anmerkungen: Lizenzausg. d. Diogenes-Verl., Zürich



    Titel: Keraban der Starrkopf : mit sämtl. Ill. d. Orig.-Ausg. / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Gisela Geisler

    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1987]
    Umfang/Format: 326 S. : Ill. ; 25 cm
    Originaltitel: Kéraban le têtu <dt.>
    Anmerkungen: Lizenzausg. d. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main



    Titel: Von der Erde zum Mond : [direkte Fahrt in 97 Stunden u. 20 Minuten] / [aus d. Franz. übers. von William Matheson]

    Beigefügtes Werk: Reise um den Mond / [aus d. Franz. übers. von Ute Haffmans]. Jules Verne
    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1986]
    Umfang/Format: 391 S. : Ill. ; 25 cm
    Originaltitel: De la terre à la lune <dt.>
    Anmerkungen: Einheitssacht. d. beigef. Werkes: Autour de la lune <dt.>. - Lizenzausg. d. Diogenes-Verl., Zürich



    Titel: Mathias Sandorf / Jules Verne. Aus d. Franz. übers. von Gisela Geisler

    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1986]
    Umfang/Format: 471 S. : Ill. ; 25 cm
    Originaltitel: Mathias Sandorf <dt.>



    Titel: 20000 Meilen unter den Meeren / Jules Verne. Aus dem Franz. übers. von Gisela Geisler

    Verfasser: Verne, Jules

    Verleger: Stuttgart ; München : Dt. Bücherbund
    Erscheinungsjahr: [1986]
    Umfang/Format: 500 S. : Ill. ; 25 cm
    Anmerkungen: Lizenzausg. der Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Reise zum Mittelpunkt der Erde
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1985]
    Umfang/Format: 239 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Ein Drama in den Lüften und fünf andere seltsame Erzählungen / übers. von Erich Fivian
    Erscheinungsjahr: [1990]
    Umfang/Format: 235 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Die Abenteuer des Kapitäns Hatteras
    Bd. 1. Aus dem Franz. neu übers. von Xénia Redenbach
    Erscheinungsjahr: 1991
    Umfang/Format: 275 S.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Die Abenteuer des Kapitäns Hatteras
    Bd. 2. Aus dem Franz. neu übers. von Martin Schoske
    Erscheinungsjahr: 1991
    Umfang/Format: 183 S.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Der Herr der Welt / aus dem Franz. neu übers. von Bernd Hagenau
    Erscheinungsjahr: 1991
    Umfang/Format: 186 S.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Ein Kapitän von fünfzehn Jahren / aus dem Franz. neu übers. von Heiko Feiler
    Bd. 1
    Erscheinungsjahr: 1992
    Umfang/Format: 235 S. : Ill.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Ein Kapitän von fünfzehn Jahren / aus dem Franz. neu übers. von Heiko Feiler
    Bd. 2
    Erscheinungsjahr: 1992
    Umfang/Format: 260 S. : Ill.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Schwarz-Indien / aus dem Franz. neu übers. von Hans Hütt
    Erscheinungsjahr: 1991
    Umfang/Format: 212 S.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Das erstaunliche Abenteuer der Expedition Barsac / aus d. Franz. übers. von Eva Rechel-Mertens
    Erscheinungsjahr: [1990]
    Umfang/Format: 421 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus
    Teil: Die Gestrandeten / übers. von Karl Wittlinger
    Bd. 1
    Erscheinungsjahr: ([1990])
    Umfang/Format: 223 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Die Gestrandeten / übers. von Karl Wittlinger
    Bd. 2.
    Ausgabe: Nachdr. [der Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1990]
    Umfang/Format: 226 S.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Die Propeller-Insel
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1989]
    Umfang/Format: 391 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Das Karpathenschloss
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1989]
    Umfang/Format: 195 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Zwei Jahre Ferien
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1989]
    Umfang/Format: 335 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Die geheimnisvolle Insel / nach e. älteren Übers. bearb. von Waldtraut Henschel-Villaret
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Pest, Leipzig, Hartleben
    Erscheinungsjahr: 1989
    Umfang/Format: 611 S.



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Die Leiden eines Chinesen in China
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1988]
    Umfang/Format: 223 S.
    Anmerkungen: Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Der Kurier des Zaren / aus d. Franz. übers. von Gisela Geisler
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1986]
    Umfang/Format: 276 S. : Ill.
    Anmerkungen: Orig.-Ausg. u.d.T.: Verne, Jules: Michel Strogoff



    Mehrteiliges Werk: Verne, Jules : Verne, Jules: Bekannte und unbekannte Welten - abenteuerliche Reisen. - Stuttgart : VS-Verl.-Haus

    Teil: Reise um die Erde in 80 Tagen / aus d. Franz. neu übers. von Gisela Geisler
    Ausgabe: Nachdr. [d. Ausg.] Wien, Hartleben
    Erscheinungsjahr: [1985]
    Umfang/Format: 247 S. : Ill.
    Anmerkungen: Orig.-Ausg. u.d.T.: Verne, Jules: Le tour du monde en quatre-vingts jours. - Lizenzausg. des Diogenes-Verl., Zürich

    Nicht zu vergessen das Handbuch, welches vermutlich als letzter Band erschienen ist .... ;)


    Ich hätte die Reihe damals zwar auch erwerben können, da mein Vater Mitglied in dem (mittlerweile im Bertesmann-Club aufgegangenen) "Deutschen Bücherbund" war, da ich aber schon die Diogenes-Reihe mit den alten Illustrationen besaß, hatte ich keine Lust, mir diese Reihe zusätzlich anzuschaffen (zudem erschienen ja anfangs nur altbekannte Titeln), und habe dadurch schließlich auch die Bände verpaßt , die es bei Diogenes nicht gab. Lediglich das Handbuch habe ich dann doch noch einzeln gekauft.


    In dem besagten Handbuch sind die einzelnen Titel der Ausgabe seltsamerweise nicht nochmals aufgeführt, immerhin aber liest man dort aber, daß die Textgrundlage der Übersetzungen sich höchst unterschiedlich zusammen setzt. Einige der späteren Bände wurden etwa von Diogenes übernommen, die ersten stammen aber aus anderen Quellen. Gibt es da eigentlich irgendwo eine Übersicht, um welche Übersetzungen es sich im Einzelnen handelt?


    Ich könnte ansonsten vielleicht mal die Jules-Verne-Einträge aus den Fünfjahres-Gesamtbibliographie-Jahresbänden der "Deutschen Bibliothek" - ich hab davon Kopien - durchforschen und, da die Übersetzer der jeweiligen Ausgaben dort angegeben sind, so die Übersetzungen den jeweiligen Ursprungsausgaben zuordnen.

    Es wurde gelegentlich schon darüber gegrübelt, ob Mays Begum etwas mit Vernes Begum zu tun haben könnte [z.B. in dem KMG-Jahrbuch-Artikel »Habe gedacht, Alles Schwindel« von Andreas Graf: siehe Anmerkung 52 - Im Indienkapitel der »Juweleninsel« schimmert Retcliffes »Nena Sahib« (1858/59) durch, die Erwähnungen eines Schatzes der Begum dort spielen auf den kurz zuvor in Deutschland erschienenen Roman Jules Vernes »Die 500 Millionen der Begum« (1879, dt. 1880) an. -> http://karlmay.leo.org/kmg/seklit/JbKMG/1991/324.htm]


    Ich glaube aber nicht, daß May hier durch Verne beeinflußt wurde, bzw. allenfalls nur durch den Titel. Denn bei Verne ist die Begum praktisch nur ein Titelgeber, über ein, zwei Seiten wird erwähnt, wie das Vermögen der Begum an die Erben fällt und in Indien spielt überhaupt gar kein Teil der Handlung.