Posts by Poldi

    Mondphasen, Meteorite, Brausepulverrakete & Co: Zum 50-jährigen Jubiläum der Mondlandung gehen wir mit Jules Verne auf eine Reise ins Weltall. Was sind Sterne, Monde und Planeten? Gibt es Schwarze Löcher? Wer war der erste Mensch auf dem Mond? Und wie funktioniert überhaupt eine Rakete? Frau Dr. Barbara Kranz-Zwerder erforscht die Fragen mit euch auf spielerische Weise und mit vielen Experimenten.


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    Präsentation von und mit

    Dr. Barbara Kranz-Zwerger hat an der technischen Universität in Wien studiert. In ihren Physikshows und Forscherkursen gibt sie ihre Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik an Groß und Klein weiter. Schwerpunkt ist das Experimentieren mit Alltagsgegenständen.


    Aktion

    Datum: 29.09.2019

    Einlass: 13:00 Uhr

    Beginn: 14:00 Uhr

    Ende: 16:00 Uhr

    Eintritt: frei

    Zielgruppe: Familien


    Veranstaltungsort

    Thalia Hamburg - EEZ

    Osdorfer Landstr. 131

    22609 Hamburg


    Quelle: https://www.thalia.de/shop/hom…ltungen/showDetail/23905/

    Ich möchte noch einmal an die nächsten Jules-Verne-Stammtische erinnern:


    Göttingen: Samstag, 24. August 2019, 19.30 Uhr im Hans im Glück, im Anschluss ca. 21.00 Uhr Nautibar

    Berlin: Samstag, 31. August 2019, 18:00 Uhr im Jules Verne

    Dortmund: Samstag, 28. September 2019, 18.00 Uhr im Marples in der alten Mühle



    Hörspiel "Ein Drama in den Lüften" Jules Verne

    04.10.2019 um 18:00 Uhr


    Ein Aeronaut verdient auf Jahrmärkten sein Geld, indem er Passagiere in seinem Ballon mitnimmt. In Frankfurt entpuppt sich ein Passagier jedoch als Wahnsinniger, der einen spektakulären Tod sucht. In der Gondel beginnt nun ein Kampf ums Überleben ...


    Foto zur Veranstaltung


    Veranstaltungsort

    Hörspielkirche Prensdorf


    Veranstalter

    Freunde des Kirchturms


    Quelle: https://www.dahme.de/veranstal…3%BCften-jules-verne.html

    Quelle: http://www.hoerspielkirche-pre…3%BCften-jules-verne.html

    FESTTAG MIT "STEAMPUNK JUBILEE" IM LWL-INDUSTRIEMUSEUM


    Gruppenbild mit Steampunks und Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker am Oberwasser des Schiffshebewerks.

    Foto: LWL/Hudemannhochgeladen von Helmut Eckert


    Die Menge jubelte, als Kaiser Wilhelm II. am 11. August 1899 das Schiffshebewerk Henrichenburg einweihte. Genau 120 Jahre später, am Sonntag (11.8.) feiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum in Waltrop den Geburtstag des bekannten Bauwerks am Dortmund-Ems-Kanal mit einem "Steampunk Jubilee". Von 11 bis 18 Uhr erwartet die Besucher jede Menge Programm. Für Gäste im Steampunk-Outfit ist der Eintritt kostenlos; für alle anderen gilt der normale Museumseintritt.


    Das Steampunk-Programm

    Die viktorianisch-wilhelminisch inspirierte Steampunk-Bewegung übernimmt an diesem feierlichen Tag die Regie rund um das Denkmal. Auf dem gesamten Museumsgelände sind außergewöhnlich "gewandete" Persönlichkeiten zu finden, die gemeinsam ein fantasievolles Tagesprogramm gestalten.


    In der Maschinenhalle bauen Steampunk-Händler Stände mit ausgefallener Bekleidung, Schmuck und passenden Dekorationsideen auf und bieten das Passende für den Eigenbedarf oder als ausgefallene Geschenkideen an. Dort befindet sich auch das "Amt für Ätherangelegenheiten", das an diesem Wochenende eine Außenstelle in Waltrop einrichtet. Die "Beamten" dieser Szene-Organisation stellen die bei Steampunks beliebten "Zeitreisepässe" aus und verteilen "Temporalmarken".


    Das Freigelände am Oberwasser bietet viel Platz für ein Steampunk-Picknick, während die Kinder den Wasserspielplatz genießen. Am Oberwasser werden zudem historische Modellbauschiffe zu Wasser gelassen. Auf dem historischen Museumsschiff "Nixe" können sich Besucherinnen in passendem Outfit bei einem besonderen Fotoshooting von professionellen Szenefotografen ablichten lassen. Von Land aus zuzuschauen, ist selbstverständlich möglich.


    Die "Steampunk Music Machine" und die Drehorgelspieler "Lesebär und die rote Jule" sorgen für musikalische Untermalung des "retromantischen" Geschehens am Ober- und Unterwasser; Tänzerin "Galathea mit den Schellen" lässt dazu die Hüften kreisen. Aus Leipzig wird das geheimnisvolle Gefährt "Motilus" erwartet. "Am Nachmittag könnte vielleicht sogar Ihre Majestät Kaiserin Auguste Viktoria eintreffen, die anstelle ihres diesmal verhinderten Gemahls Kaiser Wilhelm II. die Schirmherrschaft bei der Prämierung der besten Gewandungen übernehmen soll", kündigen die Organisatoren an.


    Museumsattraktionen

    "Im Hafengebäude läuft unsere Sonderausstellung 'U-Boote. Krieg und Forschung in der Tiefe', die sicherlich nicht nur Jule-Verne-Fans begeistern wird", so LWL-Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker. Um 11 und 13 Uhr bietet das LWL-Industriemuseum kostenlose Führungen zum Schiffshebewerk an, außerdem ist die im Kesselhaus eingebaute Schiffsdampfmaschine in Aktion zu sehen. Junge Museumsbesucher können von 12 bis 16 Uhr im Bilderkabinett Papier-Dampfschiffe und Kapitänsmützen basteln.


    Für das gastronomische Wohl sorgen zum Anlass passende Stände mit Eis, Flammkuchen, fleischhaltigen, vegetarischen und veganen Speisen sowie Wein, Met und Apfelsaft, außerdem sind die bewährten Teams von Birgit Langers historischem Gastrobus am Unterwasser und vom Café Hafenklang am Oberwasser im Einsatz. Im Fall, dass es dieses Jahr kein Kaiserwetter gibt, ziehen die diversen Attraktionen der Veranstaltung in das Hafengebäude und den Schiffsbauch des Lastkahns Ostara um.


    Was ist Steampunk?

    Steampunk gibt es bereits seit den 1980er Jahren. Es ist eine Subkultur, in der moderne Technik mit Elementen des viktorianisch-wilhelminischen Zeitalters verknüpft werden. Aspekte wie Recycling und Upcycling werden dabei großgeschrieben; Höflichkeit und gute Umgangsformen sind ebenfalls gerne gesehen.


    Die Bewegung ist von Science-Fiction Autoren wie H. G. Wells und Jules Verne inspiriert und zeigt mithilfe von meist selbstgefertigten Kleidern, Accessoires und Geräten, wie sich die Menschen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Zukunft, also unsere Gegenwart, vorgestellt haben könnten. Allein in Europa gibt es einige tausend aktive Steampunks, die sich regelmäßig auf Festivals treffen und miteinander austauschen.


    Das Schiffshebewerk Henrichenburg

    Bei seiner Eröffnung 1899 galt das Schiffshebewerk Henrichenburg als technisches Wunder. Schiffe mit bis zu 750 Tonnen Ladefähigkeiten konnten wie in einem riesigen Fahrstuhl 14 Meter hoch- und runtergefahren werden. Das war nötig, um Kohlen über den Dortmund-Ems nach Emden oder Erz nach Dortmund zu fahren. Es war das erste Mehrschwimmer-Hebewerk der Welt und stellte mit seiner Leistungsfähigkeit alle anderen Hebewerke in den Schatten. Bis 1962 wurden hier täglich Schiffe gehoben. Mit der Eröffnung des Neuen Schiffhebewerks verlor es jedoch an Bedeutung und verfiel langsam. Als der LWL 1979 beschloss, ein Industriemuseum zu gründen, war es in einem entsprechend schlechten Zustand. Nach jahrelanger Restaurierung eröffnete das heutige Museum 1992 seine Tore.


    Ein besonderes Souvenir

    Zu den Industriemuseen des LWL gehört auch das Textilwerk Bocholt (Kreis Borken), wo auf historischen Maschinen nach wie vor Stoffe gewebt werden. Exklusiv zum 120. Geburtstag des Schiffshebewerks Henrichenburg hat das Textilwerk ein Handtuch mit Jubiläums-Inschrift produziert, das von den Grubentüchern des Bergbaus inspiriert ist. Es wird nur in kleiner Stückzahl hergestellt und kann zum Preis von 6 Euro an der Museumskasse erworben werden.


    Quelle: https://www.lokalkompass.de/sc…rk-henrichenburg_a1186737

    LEGO MOC: U-Boot Nautilaus | © Andres Lehmann


    Das LEGO U-Boot Nautilus aus 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne: 17.800 verbaute LEGO-Steine und ganz viel Kreativität.


    Die Bricks am Meer findet direkt an einem See statt, der Name „Meer“ ist dabei ob der Größe aber, nun ja, diskutabel. Bad Zwischenahn haben wir natürlich ins Herz geschlossen und waren auch bei der dritten Auflage mit großer Freude dabei.



    Abgetaucht in die Tiefen des Meeres ist die Nautilus von Dietmar im Norden ein Glück nicht, denn sie stand für alle Besucher der Ausstellung sichtbar unweit des Eingangs und die Sichtung des Modells erfreute kleine und große Besucher. Alleine die Eckdaten des MOCs sind schon imposant: Über ein halbes Jahr hat der Baumeister an dem Modell gewerkelt und insgesamt 17.800 Steine verbaut.



    Als Inspiration diente ihm das Werk 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne. Doch es bedurfte der Sichtung von Filmen und Fotos, um das Bauprojekt anzugehen. Bevor Dietmar zu den Steinen griff, erstellte er zahlreiche Skizzen, damit mit der Maßstäblichkeit alles glatt geht.





    Und wie ihm hier alles geglückt ist! Ganz wunderbar, und das obwohl es gewiss nicht einfach ist, ein so längliches Modell auch noch halboffen zu bauen, damit wir all die wunderbaren Einblicke ins Innere erhaschen können. Und die Durchmischung von alten und neuen hellgrauen Steinen geht sich hier auf: So ein U-Boot fährt nicht täglich durch die Waschanlage.


    Weitere Steampunk-Modelle

    Dietmar wird in diesem Jahr auch in Borken bei der Zusammengebaut 2019 im nordhessischen Borken dabei sein. Und so viel sei verraten: In Bad Zwischenahn war noch mehr ausgestellt, und wir haben uns auch die anderen Bauwerke im Detail zeigen lassen.



    Quelle: https://zusammengebaut.com/leg…aus-17-800-steinen-75424/

    Phileas Fogg (Henning Bormann, r.) mit seinem Diener Jean Passepartout (Hartmut Jonas).© jou


    von Sascha Jouini


    Bei der Inszenierung des Schauspiels "In 80 Tagen um die Welt" nach Jules Verne im Wetzlarer Rosengärtchen gefällt die klare Bühnengestaltung, für die Marie Labsch verantwortlich zeichnet: Ein verschachteltes, labyrinthartiges Holzgerüst samt dementsprechender Bodenmarkierung unterstreicht das kühne Vorhaben des englischen Gentlemans Phileas Fogg (Henning Bormann) und seines französischen Dieners Jean Passepartout (Hartmut Jonas), als sie sich auf Weltreise begeben, immer wieder vom rechten Weg abzukommen drohen.


    Die sehr gut besuchte Aufführung des Landestheaters Detmold zur Eröffnung des Hauptprogramms der Wetzlarer Festspiele wurde mit kräftigem Beifall bedacht. Basierend auf der Schauspielfassung von Soeren Voima des 1873 erschienenen Romans, verknüpft Regisseur Ingo Putz stimmig Elemente verschiedener Epochen. So symbolisiert ein Radio, das Fogg stets mit sich führt, in die Zukunft weisende technische Errungenschaften. Solide vorgetragene, für Auflockerung sorgende Popsong-Intermezzi spannen den Bogen in die 1980er Jahre.


    Wie pedantisch Protagonist Fogg veranlagt ist, zeigt sich schon zu Beginn, wenn er zur musikalischen Berieselung mit Stoppuhr seine Morgengymnastik macht. Henning Bormann bringt die Nüchternheit des peniblen Mannes virtuos zur Geltung. Von ganz anderer Art der naiv-verträumte Diener Passepartout. Als der sich bei ihm vorstellt, wünscht er sich eine ruhige Tätigkeit, wird indes sogleich von der Realität eingeholt: Fogg schließt mit seiner Kartenspielrunde im Londoner Club eine Wette ab um 20 000 Pfund, will mit Passepartout die Erde in 80 Tagen umrunden. An ihre Fersen heftet sich Detektiv Fix, der in Fogg einen vermeintlichen Bankräuber erkennt. Markant verleiht Heiner Junghans dem Detektiv selbstverliebte, überhebliche Züge.


    Die Reise führt zunächst von Brindisi über den Suez-Kanal nach Bombay. Besonders amüsieren bizarre Momente - voller Selbstverständlichkeit widmet sich das Ensemble etwa einem orientalischen Tanz zu westlicher Popmusik. Heikel wird es, als Passepartout in Indien einen Tempel entweiht. Der durchtriebene Richter (köstlich: Kerstin Klinder) lässt die Gruppe gegen Kaution wieder frei. Unterwegs bewahrt Passepartout die Sati-Witwe Aouda, die mit der Leiche ihres Mannes verbrannt werden soll, vor dem Tod. Jorida Sorra betont die Emanzipiertheit der cleveren Frau.


    Im Ganzen kennzeichnet die Aufführung fast überbordender Ideenreichtum. Angesichts mancher Längen würde eine textliche Straffung wie Streichung einzelner Songbeiträge nicht schaden. Trotz kleiner Abstriche überzeugt das Stück über weite Strecken. Das turbulente Abenteuer gipfelt in einer waghalsigen Segelfahrt. Schmunzeln bereitet eine schräge, ans Varieté erinnernde Wanderzirkustruppe. Sascha Jouini


    Quelle: https://www.giessener-allgemei…e-weltreise-12725078.html

    Christian Freund

    22.06.2019


    GREIZ Aufführung Greizer Gymnasiasten kann auf voller Linie überzeugen


    Die Schüler bei der Aufführung in der Aula des Gymnasiums. Foto: Christian Freund


    Foto: Christian Freund

    Die Premiere der Aufführung „In 80 Tagen um die Welt“, basierend auf dem Roman von Jules Verne, ist den Akteuren der Gruppen Darstellen und Gestalten der neunten und zehnten Klassen des Ulf-Merbold-Gymnasiums mit Bravour gelungen. Dabei überzeugte Clara Neubert als der reiche englische Gentleman Phileas Fogg, der mit anderen Mitgliedern des Londoner Reform Clubs 1872 wettete, dass es ihm gelingen werde, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. Alle weiteren Darsteller standen ihr dabei in nichts nach. So zum Beispiel der neu eingestellte französische Diener Passepartout (Melanie Kühn), mit dem Fogg noch am selben Abend das Abenteuer startete. Auch Anelie Decker als Detektiv Mr. Fix konnte überzeugen. Aus den vielen Abenteuern ergaben sich von den jungen Darstellern turbulente und teils mit hintergründigem Humor gespielte Szenen zum Vergnügen der Zuschauer. Auch der Aufenthalt in Amerika mit der Fahrt über eine marode Brücke samt gefährlicher Begegnung mit einem Sioux-Häuptling wurde schauspielerisch eindrucksvoll inszeniert und mit einem Tanz von den Neuntklässlern umrahmt. Und dann war noch die turbulente Szene der Rettung von Aouda (Jenny Farr) im Dschungel, die nach ihrer Ankunft in London gestand, sich in Fogg verliebt zu haben. „Ich bin richtig stolz auf euch. Trotz vieler Ausfälle habt ihr alles sehr gut umgesetzt“, lobte Lehrerin Cornelia Schütte alle Darsteller und Helfer hinter der Bühne.


    Quelle: https://www.otz.de/regionen/gr…welt-auf-id226247315.html

    Premiere vor fast ausverkauftem Haus! Theater im Steinbruch in Emmendingen startete in die Freiluftsaison mit "In 80 Tagen um die Welt"


    Schon nach 8 Minuten war klar: Diese "80 Tage um die Welt" versprühen Spaß und Freude am Amateurtheater! Der Einstieg in das Sommerstück der Truppe vom Theater im Steinbruch wurde vom Publikum heute Abend schon nach wenigen Szenen mit Applaus begleitet - und das tat den motivierten Laienschauspielern sichtlich gut. Spielfreude pur bei einem Stück, das beste Theaterunterhaltung bietet und das jetzt in der Pause schon dickes Lob der Besucher verzeichnet.


    Theaterchef Hans-Joachim Wipfler konnte bei seiner Begrüßung den Bundestagsabgeordneten Peter Weiss und Ortsvorsteher Wilhelm Volz ebenso willkommen heißen wie die evangelische Pfarrerin Dr. Irene Leicht und den katholischen Pfarrer Herbert Rochlitz.

    Der himmlische Beistand, so Wipfler, schien geholfen zu haben, wurde doch mit Beginn der Vorstellung dem Regen Einhalt geboten!


    Auszug aus dem Inhalt:

    Abenteuerstück von Claus Martin nach dem Roman von Jules Verne


    Der exzentrische Engländer Phileas Fogg geht eine waghalsige Wette ein: Er will in 80 Tagen einmal um die Welt reisen – gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein schier unmögliches Unterfangen, für das er zudem sein gesamtes Vermögen aufs Spiel setzt. Zusammen mit seinem gerade neu eingestellten Kammerdiener Passepartout und seiner Köchin Mrs. Potts bricht er überstürzt aus London auf und zieht damit fälschlicherweise den Verdacht des übereifrigen Inspektor Fix auf sich, ein gesuchter Bankräuber zu sein. Mit der Eisenbahn, per Schiff und sogar in einem Heißluftballon entspinnt sich eine wilde Verfolgungsjagd einmal um den Globus, bei der unsere Helden sogar eine indische Prinzessin vor dem sicheren Tod retten müssen. Aber werden sie es auch schaffen, wieder rechtzeitig vor Ablauf der Frist in London zu sein?


    Jules Vernes Abenteuerroman ist ein Klassiker seines Genres und nimmt Sie im Sommer 2019 in einer kongenialen Umsetzung voller augenzwinkerndem Humor mit auf eine unglaubliche Reise, die Sie nicht so schnell vergessen werden...


    (Info: Theater im Steinbruch)


    Quelle und viele Bilder: https://www.regiotrends.de/de/…0-tagen-um-die-welt-.html

    Von Heidi Ossenberg

    Fr, 21. Juni 2019

    Emmendingen


    Das Theater im Steinbruch in Emmendingen zeigt "In 80 Tagen um die Welt".


    Gunter Hauß (links) und Michael Schäfer Foto: Juliana Bachert


    Der bekannte Abenteuerroman "Reise um die Erde in 80 Tagen" des französischen Autors Jules Verne (1828–1905), der von Samstag an auf der Freiluftbühne des Theaters im Steinbruch in Emmendingen szenisch zu sehen sein wird, beruht auf der Weltreise des Amerikaners George Francis Train. Benedikt Bachert inszeniert den Klassiker unter dem Titel "In 80 Tagen um die Welt".


    So schildert das Theater im Steinbruch die Geschichte: Der exzentrische Engländer Phileas Fogg (Michael Schäfer) geht eine waghalsige Wette ein: Er will in 80 Tagen einmal um die Welt reisen – gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein schier unmögliches Unterfangen, für das er zudem sein gesamtes Vermögen aufs Spiel setzt. Zusammen mit seinem gerade neu eingestellten Kammerdiener Passepartout (Gunter Hauß) und seiner Köchin Mrs. Potts (Silvia Gschwendtner) bricht er überstürzt aus London auf und zieht damit fälschlicherweise den Verdacht des übereifrigen Inspektors Fix (Etienne Pfundheller) auf sich, ein gesuchter Bankräuber zu sein.


    Mit der Eisenbahn, per Schiff und sogar in einem Heißluftballon entspinnt sich eine wilde Verfolgungsjagd einmal um den Globus, bei der die Helden aus der alten Welt sogar eine indische Prinzessin (Antonia Arendse) vor dem sicheren Tod retten müssen. Daraus entwickelt sich sogar eine zarte Liebesgeschichte. Aber werden die beteiligten Abenteurer es auch schaffen, wieder rechtzeitig vor Ablauf der Frist in London zu sein?


    Wie Bachert im Gespräch mit BZ-Redakteurin Sylvia-Karina Jahn sagte, ist das vielköpfige Ensemble des Amateurtheaters über die Dauer des gesamten Stücks auf der Bühne. "Die Teegesellschaft, mit der Fogg die Wette abschließt", so der Regisseur, "ist der wiederkehrende Punkt, die sind immer im Bild."


    Termine: Emmendingen, Theater im Steinbruch. Premiere: Sa, 22. Juni, 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen bis 10. August. Karten über

    http://www.theater-im-steinbruch.de


    Quelle: https://www.badische-zeitung.d…-die-welt--174433468.html

    Quirliges Treiben: In Suez werden Koffer verladen. | © Burkhard Battran


    Abendstück auf der Freilichtbühne Bökendorf


    Burkhard Battran

    30.06.2019


    Brakel-Bökendorf. Verena Becker, Vorsitzende des Trägervereins der Freilichtbühne Bökendorf, traf den Nagel auf den Kopf, als sie sagte, dass man in diesem Sommer nirgendwo klimafreundlicher und preiswerter eine Weltreise unternehmen kann als auf der Bökendorfer Freilichtbühne. Am Samstag wurde dort mit stehenden Ovationen und frenetischen Applaus die Premiere von "In 80 Tagen um die Welt" gefeiert.


    Ein echter englische Gentleman: Thomas Rüther spielt die Hauptrolle des Phileas Fogg, der sein Vermögen verwettet hat, dass es ihm gelingt, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. | © Burkhard Battran


    Im nächsten Jahr feiert die Freilichtbühne ihr 70-jähriges Bestehen. Seit 61 Jahren werden in jeder Saison zwei Stücke inszeniert, für die sich die Begriffe Kinder- und Erwachsenenstück gebildet haben. Eine Differenzierung, die sich längst überholt hat. Beide Stücke sind heute mehrgenerationentauglich und es geht nur noch um die Frage, ob man lieber am Sonntagnachmittag oder freitags oder samstags am Abend ins Theater gehen möchte. Aber auch diese Frage hat sich schon erübrigt, denn der wahre Freilichtbühnengenuss besteht darin, beide Stücke gesehen zu haben. Denn nur dann kann man diesen unvergleichlichen Aha-Effekt erleben, wie gut die von Bühnenbildner Stefan Schukat erdachten Kulissen ebenso das Berlin der 20er-Jahre wie im Kinderstück "Emil und die Detektive" auch das London der 1870er Jahre von "In 80 Tagen um die Welt" darstellen.


    Zeichen für Kulturoffenheit

    Und natürlich auch Suez, Bombay, Kalkutta, Hongkong, Yokohama, San Francisco und Liverpool, denn das sind die Stationen in diesem vorcineastischen Road Movie von Jules Verne, das der hessische Bühnenautor Claus Martin (52) mit sicherem komödiantischen Gespür zu einer amüsanten Abendunterhaltung destilliert hat. Aber Regisseurin Anke Lux setzt in ihrer abwechslungsreichen Inszenierung auch ein Zeichen für Kulturoffenheit und Reisefreiheit in einer Welt mit zunehmenden protektionistischen und fremdenfeindlichen Strömungen.


    Zu komisch: Thomas Becker-Bertau als schwießwütiger Rinderbaron mit Undercover-Polizist Frank Spiegel, der sich in Frauenkleidern getarnt hat. | © Burkhard Battran


    In der Hauptrolle des versnobten Phileasversnobten Fogg ist Freilichtbühnen-Urgestein Thomas Rüther zu sehen. Obwohl Eile ja das tragende Motiv der Geschichte ist, strahlt dieser "Fogg" eine stoische Ruhe aus. Echte Idealbesetzungen sind auch Carsten Meier als quirliger Diener "Passepartout" und Dorothea Specht als pfiffige Haushälterin.


    2015 hat Martin diese Adaption des 150 Jahre alten Abenteuerklassikers von Jules Verne veröffentlicht. Seit die Story 1956 erstmals verfilmt wurde und dort eine Ballonfahrt gemacht wird, taucht dieses Motiv in zahlreichen Rezeptionen immer wieder auf, obwohl im Original nur mit Erd- oder Wasser verbundenen Verkehrsmitteln gereist wird. Auch bei Martin gibt es dieses Flug-Motiv. Zum Glück, denn sonst käme das Publikum nicht in den Genuss des mit viel Szenenapplaus bedachten Auftritts von Antje Drewes als resolute Ballonfahrerin. Zu Publikumslieblingen avancierten auch die beiden von Frank Spiegel und Laurenz Dohmann urkomisch gespielten schrulligen Polizisten.


    Über die Story hinaus gelingen Regisseurin Anke Lux auch immer wieder schöne Massenszenen mit mehr als 50 Darstellern wie beispielsweise die Ankunft in San Francisco, die sich in einem fulminanten Square- und Line Dance auflöste und abermals mit spontanem Szenenapplaus quittiert wurde.


    "In 80 Tagen um die Welt" wird bis zum 7. September noch 16 Mal aufgeführt. Einzelheiten zu Terminen und Karten gibt es auf der Homepage der Freilichtbühne: freilichtbuehne-boekendorf.de


    Quelle: https://www.nw.de/lokal/kreis_…moedie-in-Boekendorf.html

    „Die Jangada“, ein wenig bekannter Abenteuerroman von Jules Verne, liegt wieder auf Deutsch vor


    Von Behrang Samsam


    Von der Erde zum Mond (1865), Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer (1869/70) oder Reise um die Erde in 80 Tagen (1873) – diese und viele weitere Reiseromane des französischen Schriftstellers Jules Verne (1828–1905) sind Klassiker der Abenteuer- und Science-Fiction-Literatur. In hohen Auflagen gedruckt und weltweit erschienen, mehrfach verfilmt und dadurch noch weiter verbreitet, gehörte Vernes Œuvre jahrzehntelang in die Bücherregale vieler jugendlicher Leser.


    Zwar sind die bekanntesten Titel weiterhin auf Deutsch erhältlich, doch wer beabsichtigt, auch seine übrigen Werke zu lesen, muss inzwischen im (Online-)Antiquariat suchen. La Jangada. 800 lieues sur lʼAmazone (1881) ist einer der in Deutschland nur wenig bekannten Romane von Verne. 1882 auf Deutsch erschienen, hat Christian Döring von der Anderen Bibliothek die bisher einzige Übersetzung aus dem Französischen 2018 in einer, wie es heißt, „behutsam modernisierten Bearbeitung“ unter dem Titel Die Jangada. 800 Meilen auf dem Amazonas neu veröffentlicht.


    Die deutsche Neuausgabe enthält zudem sämtliche 90 Abbildungen des französischen Originals in der Auflage ab 1901 und im Anhang unter anderem Anmerkungen, die die Lektüre erleichtern. Das ist auch hilfreich, denn der Roman, ursprünglich in zwei Bänden erschienen, spielt im Amazonas-Gebiet.


    Wir befinden uns im Jahre 1852: Joam Garral ist der Besitzer einer Fazenda in der Nähe des Dorfes Iquitos im Norden Perus. Er verlässt die Gegend nie, in die er als junger Mann gekommen und in der er wohlhabend geworden ist. Als seine Tochter Minha den Mediziner Manoel Valdez zu heiraten beabsichtigt, gelingt es Garrals Ehefrau Yaquita, ihn für eine Reise ihrer Familie nach Belem zu gewinnen, das an der brasilianischen Atlantikküste liegt und wo das künftige Ehepaar leben soll. Garral entschließt sich, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: Er lässt eine Jangada, ein riesiges Floß, bauen, mit dem er nicht nur seine Familie und ihre Bediensteten, sondern auch eine große Menge an Erzeugnissen seiner Fazenda für den Verkauf transportieren will. Um die Reise noch verwegener zu machen, soll die Unternehmung auch noch auf dem Amazonas stattfinden.


    Für das Floß wird nicht weniger als eine halbe Quadratmeile Wald niedergelegt. Da es an keinem Komfort für die Garrals fehlen soll, werden für sie Wohnungen auf der Jangada gebaut, die von Yaquita und Minha eingerichtet werden. Ein der Familie bekannter Geistlicher, der die jungen Leute in Belem trauen soll, erhält sogar eine Kapelle mit kleinem Glockenturm. Die Unterkünfte für das Personal, für 40 Schwarze und 40 Indianer, fallen dagegen nicht so üppig aus. Die Jangada ist eine Arche Noah, ein schwimmendes Dorf, ein Abbild der brasilianischen Gesellschaft um 1850.


    Auch wenn die Reise auf dem Amazonas anfänglich ruhig verläuft, ahnt der Leser, dass das nicht so bleiben wird. Kaimane greifen das Floß an. Und dann wird Torres, ein Mann von etwa 35 Jahren, ein Weißer brasilianischer Abstammung, an Bord genommen. Wir lernen ihn schon zu Beginn des ersten Bandes als einen Buschkäpitän kennen, der etwas im Schilde führt und es auf Joam Garral abgesehen hat. Torresʼ Anwesenheit liegt wie ein dunkler Schatten auf der Reise.


    Verne ist ein Meister darin, aus angelesenem Wissen von realen Reisenden und Naturforschern, in diesem Fall nicht zuletzt von Alexander von Humboldt, eine im wahrsten Sinn des Wortes lebendige Szenerie zu schaffen. Seine Beschreibungen der Flora und Fauna im Amazonas-Gebiet sind ein wichtiger Bestandteil der Erzählung. Doch der deskriptive Anteil im ersten Band von Jangada ist derart massiv, dass man sich fragt, ob Verne damit nicht eine gewisse Handlungsarmut kaschieren wollte. Die Aufzählung der Flüsse beispielsweise, die in den Amazonas münden, wirkt ermüdend.


    Auffällig sind auch Passagen im ersten Band, in denen der oft als technikbegeistert bezeichnete Verne eine der schlimmsten, irreversiblen Folgen der Modernisierung und Globalisierung nicht nur des Amazonas-Gebiets durch westliche Abenteurer, Eroberer und Unternehmer aufzählt: „Es scheint nun einmal Naturgesetz [!] zu sein. Die Indianer verschwinden von der Bildfläche. Vor der angelsächsischen Rasse sanken die Australier und Tasmanier ins vorzeitige Grab. Die Ansiedler des fernen Westens vernichten wider Willen [!] die Indianer Nordamerikas. Ebenso gehen in Zukunft vielleicht einmal die Araber in der französischen Kolonisation noch vollständig unter.“


    Die Figurenzeichnung entspricht dieser Aussage: Während die Weißen sprechen und Namen tragen, bleiben die Indianer und die Schwarzen stumm und ausdruckslos. Einzig die „hübsche, lustige Mulattin“ Lina, die „ihrer Herrin [Joam Garrals Tochter Minha] unendlich ergeben“ ist, hat einen Namen. Auf den heutigen Leser wirken die Figuren zu holzschnittartig. Torres, der Buschkapitän ist und Joam Garral erpressen will, weil er etwas über seine unbekannte Vergangenheit als junger Mann weiß, ist der Fiesling, „dessen Züge seine eigene Habgier widerzuspiegeln“ scheinen. Joam Garral dagegen ist ein „Märtyrer, ein Ehrenmann, dem das Gesetz eine Genugtuung schuldig“ ist.


    Die Darstellung der Frauen ist wahrscheinlich auch von Vernes eigenen Wunschvorstellungen nicht wenig beeinflusst: „Yaquita war zunächst einer Ohnmacht nahe gewesen […]. Sie zweifelte nicht im geringsten an der Schuldlosigkeit ihres Mannes, ja es kam ihr nicht einmal der Gedanke, Joam Garral deshalb zu tadeln, weil er sie unter fremdem Namen geheiratet hatte. Vor ihrer Erinnerung stand nur das lange Leben voll reinen Glückes, das ihr dieser ehrenwerte, ungerechterweise verdächtige Mann beschert hatte.“ Die Frau als Beiwerk des Mannes – so sieht sich Minha, Joam Garrals Tochter, selbst, als sie ihrem künftigen Mann gegenüber das Folgende äußert: „,Wenn ich dir so bloß gefalleʻ, antwortete das junge Mädchen, ,beneide ich keine andere um den Flatter.ʻ“


    Gegen Ende des ersten Bandes steigt die Spannung: Wir erfahren durch den Bösewicht Torres, dass Garral in Wirklichkeit Dacosta mit Nachnamen heißt und als junger Mann Beamter im Büro des Generalgouverneurs von Tijuco war, ein Ort, der heute Diamantina heißt und im Bundesstaat Minas Gerais liegt, in der unter anderem Edelsteine abgebaut werden. Im Jahr 1826 soll der junge Joam Dacosta den folgenden Coup ausgeheckt haben: Er soll sich mit mehreren Schmugglern ins Einvernehmen gesetzt und ihnen den Tag einer Absendung von Diamanten verraten haben. Bei einem kurz darauf erfolgten Überfall sollen alle Soldaten bis auf einen getötet worden sein. Dieser eine hätte sich gerettet und Bericht erstattet. Joam Dacosta wird schnell als Verdächtiger festgenommen und vor Gericht gestellt. Sein Urteil: Todesstrafe. Doch dieser kann er sich durch Flucht entziehen.


    Garral unternimmt die Floßreise daher nicht zuletzt auch deshalb, um einen Kriminalrichter namens Ribeiro, der ihn bei seinem damaligen Prozess – zufällig – verteidigt hat und mit dem er in letzter Zeit in einem Briefwechsel stand, auch persönlich von seiner Unschuld zu überzeugen. Nun stirbt Ribeiro – zufällig –, kurz bevor Garral in Manaos eintrifft. Es werden daraufhin einige Versuche unternommen, seine Unschuld zu beweisen. Welche, sollen interessierte Leser selbst entdecken.


    Die Jangada ist ein Roman, der deshalb unbekannt geblieben ist und wenig Erfolg hatte, weil er sich recht konstruiert liest und auch vorhersehbar ist. Wir Leser erahnen früh, dass alles mit einem Happy End ausgehen wird. Im zweiten Band gibt es zwar einige spannende Situationen mit damals technischen Neuerungen – etwa wenn Garrals Sohn Benito in einem Taucheranzug ein Flussbett nach Torresʼ Leiche absucht, um ein Etui zu finden, in dem sich ein Dokument befindet, das für die Aufklärung des Falles notwendig ist. Doch das reicht nicht, um den Leser dauerhaft zu packen. Die Handlung schreitet nur schleppend voran. Die Figuren stellen keine wirklichen Persönlichkeiten, sondern Typen beziehungsweise Wunschbilder dar. Ihr Pathos ist zu übertrieben und theatralisch.


    Problematisch ist darüber hinaus der Umgang in der vorliegenden Neuausgabe mit Ausdrücken wie der bereits oben erwähnten rassistischen Bezeichnung „Mulattin“. Im Gegensatz zu anderen Begriffen unterlässt es der Herausgeber Christian Döring in den Anmerkungen, diesen Ausdruck zu kontextualisieren und für (junge) Leser einzuordnen. Es wäre bei einem knapp 140 Jahren alten Roman wie der Jangada – entstanden im Zeitalter des ganz offensiven westlichen Imperialismus – mehr als hilfreich gewesen, in einem Nachwort primär die Darstellung der Nichtweißen beziehungsweise der „Eingeborenen“, wie sie in Vernes Roman auch genannt werden, kritisch zu hinterfragen. Denn es kommen auch Vergleiche der Nichtweißen mit Tieren und Kindern vor. Dass die Neuausgabe der Jangada nicht als Anlass genutzt wurde, solche erklärungsbedürftigen Stellen, ja den Roman als Ganzes auch (literatur-)historisch in jener Epoche einzubetten, lässt – bedauerlicherweise – das Buch letztlich unvollständig erscheinen.


    Jules Verne: Die Jangada. 800 Meilen auf dem Amazonas.

    AB - Die andere Bibliothek, Berlin 2018.

    429 Seiten, 42,00 EUR.

    ISBN-13: 9783847704065


    Quelle: https://literaturkritik.de/jul…rauen-amazonas,25780.html

    Bertrand Mandicos Film erzählt von der behutsamen Verwandlung der Geschlechter


    Bert Rebhandl 5. Juli 2019


    "The Wild Boys" – auf den Spuren von William S. Burroughs.

    Foto: Filmgarten


    Die Insel der Lüste liegt in einer Welt weit hinter den Horizonten der Bourgeoisie. Sie ist nur zu erreichen auf einem Boot, das eine schwimmende Strafkolonie darstellt. Fünf Jungen nehmen in Bertrand Mandicos Film The Wild Boys diese Passage. Sie haben ein schlimmes Verbrechen begangen: einen Ritualmord an ihrer Literaturlehrerin. Die Strafe für so ein Vergehen lautet: Entfernung aus der Zivilisation. Als sich im Reisegepäck noch ein Buch von Shakespeare findet, fliegt es ins Meer. Der strenge Kapitän duldet keine andere Lektüre als die Hieroglyphen, die er auf den Unterarm tätowiert hat.


    Die Jungen, die auf hoher See zu Ordnung und Disziplin erzogen werden sollen, finden allerdings das ganze Gegenteil davon. Denn The Wild Boys ist eine Fantasie über Grenzüberschreitungen aller Art. Vor zwei Jahren tauchte das eigenwillige Werk von Bertrand Mandico beim Filmfestival in Venedig auf, nun kommt es ins Kino: zu Recht, denn es stellt einen modernen Mythos dar, der perfekt in die Gegenwart passt. In eine Gegenwart, die mit der Fluidität der Geschlechter längst Ernst gemacht hat.


    US-Undergroundkino der 1960er


    Von dieser Vielfalt erzählt Mandico in einer schillernden Geschichte, die zugleich ein Abenteuer der Identität und der Form ist. Bertrand Mandico ist mit den einschlägigen Ästhetiken des queeren Kinos bestens vertraut. Er schließt an die Traditionen des US-Untergrunds aus den 1960ern an und im weiteren Sinn an einen Kanon des experimentellen Kinos, in dem die Spielarten der Identität mit transgressiven Valeurs des filmischen Materials in Verbindung traten.


    Für das Abenteuer hat der aus Toulouse stammende Experimentalfilmer Anleihen bei einem Klassiker genommen: Zwei Jahre Ferien von Jules Verne, eine Pubertäts-Gruppen-Robinsonade, die herkömmlich mit einer Rückkehr nach Hause endet. Für die stärker umstürzlerischen Ideen bezieht Mandico sich auf The Wild Boys: A Book of the Dead von William S. Burroughs, in dem eine homosexuelle Jugendbewegung die westliche Zivilisation überwinden will.


    "The Wild Boys" – der Trailer.

    FREE TRAILER ARCHIVE


    Auf dem Boot befinden die Jungen sich in der Obhut von Kapitän Séverins, einem echten Seebären, der in den Jungen zuerst einmal Unterwerfungsfantasien auslöst: Sie wollen die "Hunde des Kapitäns" werden. Als sie die Insel erreichen, geraten sie in ein Reich, in dem die Bäume Schwänze haben, aus denen man Milch nuckeln kann. Wer will, kann auch mit einem Strauch verkehren, der bereitwillig seine "Schenkel" öffnet. Eine Dame tritt auf, die sich als weibliche Gestalt des Kapitäns entpuppt: Diese Séverine (Elina Löwensohn) gibt eine Parole aus. "Profitez des plaisirs." Tatsächlich "profitieren" die Jungen immer stärker vom lasziven Klima. Sie beginnen sich zu verändern.


    Mannsbild mit weiblicher Brust


    Und damit bekommt auch eines der davor rätselhaften Motive eine Erklärung: Denn der Kapitän, dieses Mannsbild, hat eine weibliche Brust. Selbst an einem so vierschrötigen Exemplar der Gattung Mensch findet sich also delikate Anatomie. Damit ist das Vorzeichen für eine Metamorphose gesetzt. Die Jungen verändern sich, sie werden die, die sie immer schon waren, als die sie sich aber erst sehen (und zeigen) mussten.


    "Was geschieht mit uns?" Das Staunen der Jungen, die an sich körperliche Veränderungen bemerken, ist auch ein Staunen, das sich auf das Medium selbst beziehen lässt. Mandico ist offensichtlich daran gelegen, das Kino selbst fluid werden zu lassen, ungreifbar wie das Geschlecht, das er in einem pointierten Spezialeffekt als Prothese ausweist. Es wird in den Ozean geschwemmt, zurück bleiben Tomboys und ein Blondschopf, der sich der Feminisierung widersetzt. (Bert Rebhandl, 5.7.2019)


    Quelle: https://www.derstandard.de/sto…tamorphosen-auf-hoher-see

    BURGSPIELE: "In 80 Tagen um die Welt" in Güssing

    11. Juli 2019


    Das Ensemble der Burgspiele Güssing beginnt ihre Reise "In 80 Tagen um die Welt" am 24. Juli unter der Regie von Sabine James (rechts).Foto: Martin Wurglitshochgeladen von Martin Wurglits


    Autor: Martin Wurglits aus Güssing

    Ein Literaturklassiker in szenischer Form wird bei den heurigen Burgspielen Güssing auf der Festwiese zu sehen sein. Ab 24. Juli ist das Amateurensemble in einer Adaption von Jules Vernes "In 80 Tagen um die Welt" zu sehen. Sabine James, die künstlerische Leiterin, hat sich sowohl der Regie als auch der Texte und der Komposition der begleitenden Musikstücke angenommen.


    Jules Verne hat seinen Roman vor über 100 Jahren zu einer Zeit geschrieben, als eine Weltreise noch ein beschwerliches Abenteuer war. Es geht um den reichen Professor Fogg, der die Hälfte seines Vermögens auf die Zeitdauer seiner Weltreise wettet, in den Verdacht eines Bankraubs gerät und um die ganze Welt von einem Detektiv verfolgt wird.


    Auf der Festwiese werden Arno Schützenhofer als reiselustiger Phileas Fogg und Thomas Gabriel als sein Begleiter Passepartout zu sehen sein. Sie treten ihre Reise am Freitag, dem 24. Juli, an. Weitere Aufführungstermine sind der 2., 3., 9., 10., 14., 16. und 17. August. Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.


    Karten können unter 03322/42102
 und http://www.burgspiele.eu bestellt oder über alle Ö-Ticket-Verkaufsstellen bezogen werden.


    Quelle: https://www.meinbezirk.at/gues…elt-in-guessing_a3510285#

    von Tobias Weskamp

    aus Dortmund-Ost

    8. Juli 2019

    JULES-VERNE-CLUB: Erster Jules-Verne-Stammtisch war voller Erfolg


    Foto: Hannes Wagener hochgeladen von Tobias Weskamp


    Ob „Reise um die Erde in 80 Tagen“, „Fünf Wochen im Ballon“ oder „20.000 Meilen unter dem Meer“: Zu siebt kamen die Teilnehmer des ersten Jules-Verne-Stammtisches in Huckarde zusammen und plauderten über ihren Lieblingsautor. Es herrschte gute Stimmung im „Blauen Salon“ im Marples in der alten Mühle, Roßbachstraße 34. Organisator Stefan Marniok beschrieb für alle ausführlich das Phänomen Jules Verne und wie der Autor es schafft, bis heute eine breite Fanbasis zu behalten. Schnell entspann sich eine angeregte Unterhaltung. Bei dieser ging es unter anderem um unterschiedliche Verfilmungen von der Stummfilmzeit (besonders um Georges Méliès‘ „Die Reise zum Mond“ von 1902) bis zu neueren Werken, um Comics, unterschiedliche Fassungen der Romane (Vernes detaillierte Beschreibungen wurden für manche Ausgaben radikal gekürzt) und vieles mehr. Mitorganisator Tobias Weskamp hatte zudem kleine Marken des Amtes für Aetherangelegenheiten passend zum Thema Jules Verne vorbereitet. Der nächste Stammtisch ist für Samstag, 28. September, gegen 18 Uhr, wieder im Marples geplant. Anmeldungen an stefan.marniok@gmx.de. Infos auch unter http://www.jules-verne-club.de und http://www.marples-dortmund.de.


    Quelle: https://www.lokalkompass.de/do…ar-voller-erfolg_a1169583

    Manne Spitzer liest Klassiker im Planetarium - Mit Jules Verne zum Mond reisen


    Münster - Jules Vernes Romane sind nicht nur spannend erzählte Geschichten: Mit dem heutigen Wissen um dem technischen Fortschritt ist es verblüffend, wie realitätsnah er seine Akteure handeln ließ. Schauspieler Manne Spitzer nimmt Besucher des Planetariums am Mittwoch (10. Juli) zu einer Reise mit Jules Verne zum Mond mit.


    Manne Spitzer nimmt die Zuhörer mit auf Jules Vernes Reise zum Mond. Foto: LWL/Oblonczyk


    Im Rahmen des sogenannten „Mond-Sommers“ lädt am Mittwoch (10. Juli) der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einer Traumreise ins Planetarium im Museum für Naturkunde an der Sentruper Straße ein.


    Manne Spitzer liest aus den Klassikern von Jules Verne, der „Reise zum Mond“ und der „Reise um den Mond“. Um 19.30 Uhr startet die rund zweistündige Lesung mit Pause. Spitzer hat die Bücher bearbeitet und für das LWL-Planetarium aufbereitet.


    Verne hat mit seinem Doppelroman ein Porträt der Amerikaner gezeichnet. Mit unbeirrbarem Fortschrittsglauben und maßloser Selbstüberschätzung ausgestattet, reisen die drei Protagonisten durch das All, wie es in einer Ankündigung des LWL heißt.


    Visionär der Eroberung des Weltalls

    Die dabei geschilderten technischen Details sind überaus hellsichtig und ihrer Zeit weit voraus. Viele Prognosen Vernes sind im Zeitalter der modernen Raumfahrt tatsächlich in der in den Romanen geschilderten Weise nachvollzogen worden, so dass der Autor zu Recht als Visionär der Eroberung des Weltalls durch den Menschen gefeiert wird.


    So beschließen die Mitglieder des amerikanischen „Gun-Clubs“ im Roman, eine gewaltige Apparatur herzustellen, mit der sich ein Projektil auf den Mond schießen lassen soll. Noch während der Vorbereitungen meldet der Franzose Michel Ardent seine Ansprüche an, in diesem Geschoss als Passagier mitreisen zu wollen.


    Der Präsident des Gun-Clubs, Barbicane, und sein Erzfeind, Kapitän Nicholl, lassen es sich nicht nehmen, ihn zu begleiten. Kurz nach dem Start des Projektils wird es durch den Kontakt mit einem Meteor aus der vorberechneten Bahn geworfen, umrundet den Mond und kehrt mit seiner Besatzung wieder wohlbehalten zur Erde zurück.


    Schauspieler Manne Spitzer aus Münster ist für seine Lesungen bekannt. Er hat den Text behutsam gekürzt und trägt ihn vor, indem er alle Rollen selber spricht.


    Quelle: https://www.muensterschezeitun…les-Verne-zum-Mond-reisen

    Countdown zum Mond #5: Hergé und Jules Verne (Teil 2)


    von Julian Auringer


    Noch drei Tage bis zum 50. Jubiläum der Mondlandung: Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch die staubige Oberfläche des Mondes. In einer Artikelserie stellt Comicgate prominente und weniger bekannte Mondreisecomics vor.


    Die Technische Seite der Mondreise bei Jules Verne und Georges Remi

    Fortsetzung von Teil 1


    3. Der Aufbau der Rakete


    In Tim und Struppi wird die die Beschaffenheit der Mondrakete exakter dargelegt als im Texte Jules Vernes. Ihr widmet der Autor und Zeichner eine ganze Seite in Reiseziel Mond, denn Hergé war es besonders wichtig, eine möglichst realistische Konstruktion zu schaffen – sogar ein dreidimensionales Modell wurde angefertigt, um in den Zeichnungen möglichst genau arbeiten zu können. Aus vier Einheiten bestehend (der Rakete, des Schleusensystems sowie dem Steuer- und den Aufenthaltsraum) wurde die Rakete so detailliert geplant, dass sogar ein Ersatzteillager, ein Aufenthaltsraum, eine Strahlenschutzpanzerung, eine Klimaanlage, Stoßdämpfer u.v.m. existieren. Somit ist sie deutlich komfortabler gestaltet als das Projektil aus Jules Vernes Von der Erde zum Mond, in dem die Reisenden in einem einzigen Raum zusammenleben müssen.


    © Carlsen/Moulinsart


    Während die Verne‘sche Mannschaft noch unter der Prämisse zum Mond fliegt, während dieser Reise zu sterben, erspart Hergé seinen Protagonisten dieses Schicksal von vornherein. Zwar ist Kapitän Haddock misstrauisch gegenüber der gesamten Konstruktion und der Mondmission im Allgemeinen, doch wird dieser immer wieder von Professor Bienlein beschwichtigt oder ignoriert.


    In Schritte auf dem Mond gewährt Hergé seinen Lesern einen detaillierten Einblick in die Einrichtung seiner Mondrakete: In der Kommandozentrale befinden sich die Navigations- und Kontrollinstrumente, das Schaltpult zur Steuerung der Klimaanlage, des Atom- und Hilfsmotors, der Funkanlage, des Radargeräts sowie diverser Kameras. Es befinden sich dort auch Sauerstoffflaschen, das Periskop und der dazugehörige Bildschirm. Eine Ebene tiefer liegt der Aufenthaltsraum, der auch als Küche und Esszimmer dient. Dort befinden sich ergonomische, den beim Start entstanden Rückstoß abfedernde, Matratzen. Die dritte Ebene nimmt die doppelte Höhe der anderen Ebenen ein; sie dient als Lagerraum für Trinkwasser und Brennstoff. Auf der vierten Ebene befindet sich der Steuerraum für ein Schleusensystem, das benötigt wird, um die Rakete im Weltraum bzw. auf dem Mond verlassen zu können.


    © Carlsen/Moulinsart


    Das Projektil bei Jules Verne besitzt eine mit drei Fuß Wasser gefüllte Ebene. Darauf schwimmt eine wasserundurchlässige, an den Innenwänden des Projektils verschiebbare Holzscheibe. Weiterhin existiert eine Vorrichtung, um den Rückstoß abzufangen, eine einfache Schleuse sowie Fenster. Um Vorräte zu verstauen, werden fest verankerte Kanister verwendet, in einem Spezialbehälter befindet sich Gas, um sechs Tage lang Feuer und Licht erzeugen zu können. Verne beschreibt den Wohnraum als äußerst komfortabel, er sei „anspruchsvoller als der bequemste Eisenbahnwagon der USA“. Jedoch besteht ein Problem mit der Sauerstoffversorgung. Eine chemische Verbindung von Kaliumchlorit und Ätzkali soll für ausreichend Atemluft sorgen, allerdings wurde dieses Verfahren Verne zufolge nur „in anima vili“, also am niederen Lebewesen durchgeführt. Ob Menschen den chemischen Prozess vertragen, bleibt vollkommen offen.


    4. Kontrollräume auf der Bodenstation


    Das Vorhandensein eines Kontrollraums stellt einen deutlichen Fortschritt gegenüber anderen frühen Science-Fiction-Geschichten dar. In Reiseziel Mond gibt es sogar zwei unterschiedliche: jene der syldavischen Weltraumraumbehörde und die Kontrollräume um Oberst Jorgen, der plant, die Mondreise zu sabotieren. Dabei sind erstere zweigeteilt: Es gibt einen Überwachungsraum, in dem sich die meisten technischen Geräte befinden, sowie ein Observatorium mit Teleskopeinheit, das als Querverweis auf die recht primitive Bodenstation Jules Vernes gesehen werden darf, der seine Mondreisenden von einem Teleskop aus beobachten lässt. Es steht auf einem der höchsten Berge der Vereinigten Staaten, sein Glas erreicht eine 48.000-fache Vergrößerung. Die exakte Beschaffenheit des Teleskops in Hergés Reiseziel Mond wird nicht näher erklärt, während die Bodenstation neben dem Teleskop auch über ein Radargerät und einen Kontrollraum mit unzähligen Tasten verfügt, während zwei Hebel den Düsen- und den Atommotor steuern. Per Funk wird Kontakt zum Kontrollzentrum gehalten.


    5. Der Raumanzug


    Verne verwendet keine Raumanzüge, orientiert sich somit noch deutlich an den Mondreisen der Frühen Neuzeit. Hergé hingegen besaß genaue Vorstellungen von der Bekleidung seiner Figuren. Diese nennen bereits Helme ihr Eigen, wie sie später auch die NASA verwenden wird, und die zudem sehr robust ausfallen. Hergé begründete die Form des Helms mit dem Wissen über Meteorite, die durchs All fliegen und verwendet eine Glaskugel, damit man die einzelnen Figuren besser erkennen kann. Der Raumanzug kann Kälte kompensieren, denn er enthält ein Heizgerät. Eine Antenne sorgt für die Kommunikation untereinander. Auf seiner Rückseite befinden sich neben dem Funkgerät auch Sauerstoffflaschen.



    Touchdown


    Verne und Hergé – zwei visionäre Autoren, deren technische Besessenheit zu ihrer Zeit einzigartig war, heben sich aber auch in der erzählerischen Qualität von anderen Mondreisen ihrer Zeit ab. Während einige Jahrzehnte zuvor der Baron von Münchhausen noch von der Erde auf den Mond kletterte, um diesen zu reinigen, oder Micromégas (Voltaire) auf die Erde hinabsteigt, um sich in philosophischem Geschwätz zu ergehen (generell war es in der frühen Science-Fiction-Literatur nicht untypisch, während der Mondreise auf eigenartige versponnene Philosophen zu treffen, die sich der Volkserziehung widmeten), verzichteten beide Autoren auf diese Eskapaden. Ein kurzer Mondspaziergang bei Hergé – die in einer frühen deutschen Veröffentlichung noch fehlt (man kürzte die Comics und drehte vor der Landung einfach um) – bleibt das einzige fantastische Zugeständnis der Geschichte. Als die NASA wenige Jahre später Science Fiction wahr werden ließ, zeichnete Hergé ein kleines Bild, auf dem Tim, Struppi, Bienlein und Haddock mit den Worten „Bienvenue sur la lune, Mr. Armstrong!“ und einem „Welcome!“-Schild den überraschten Neil Armstrong in Empfang nehmen.


    Quelle: http://comicgate.de/aktuelles/…e-und-jules-verne-teil-2/

    von Julian Auringer


    Noch vier Tage bis zum 50. Jubiläum der Mondlandung: Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch die staubige Oberfläche des Mondes. In einer Artikelserie stellt Comicgate prominente und weniger bekannte Mondreisecomics vor.


    Die Technische Seite der Mondreise bei Jules Verne und Georges Remi


    Take Off


    Von der Erde zum Mond (1865) und Reise um den Mond (1869) sind Teil einer mehr als 60 Romane umfassenden Buchreihe von Jules Verne, den Außergewöhnlichen Reisen, deren Ziel es war, den gesamten Kosmos abzubilden. Auch Tim und Struppi (Tintin et Milou), die Comichelden von Georges Remi (Hergé), verschlägt es in die verschiedenen Länder dieser Welt, und, in den Alben Reiseziel Mond (1953) und der Fortsetzung Schritte auf dem Mond (1954), auch auf den die Erde umkreisenden Himmelskörper.


    Sowohl Jules Verne als auch Hergé legten großen Wert auf die technische Darstellung der Mondfahrt und der dafür notwendigen Hilfsmittel, konsultierten sogar Wissenschaftler, um möglichst exakt arbeiten zu können. Diese wollen wir uns in einem kleinen Vergleich ansehen:


    1. Die Konstruktion der Mondrakete


    In Von der Erde zum Mond wird bereits in den ersten Kapiteln über die Möglichkeit spekuliert, ein Projektil zu bauen, das mithilfe einer überdimensionalen Kanone in den Weltraum geschossen wird. Mond und Erde müssen, damit das Ziel nicht verfehlt wird, in der richtigen Position zueinander stehen. Die Rakete besitzt eine Geschwindigkeit, die von der Schwerkraft abgebremst würde und, sobald der Mond erreicht wäre, bei 0 läge. Ohne Eigengewicht fiele die Rakete – bei Verne eigentlich ein übergroßes Projektil – dann auf den Mond. Während Verne folglich von damals aktuellen Schusswaffen inspiriert wurde, suchte Hergé seine Inspiration bei Wernher von Braun, dessen V2-Rakete Vorbild für Professor Bienleins Raketen war. Hergé verfügt über ein deutlich detaillierteres Wissen vom All als noch Jules Verne: Er schießt eine Rakete zum Mond, die gewendet werden muss, um zu landen und weiß von der aufgehobenen Schwerkraft des gesamten Weltraums sowie des Reduktionsgrades des Mondes, der 1/6 beträgt (was Jules Verne allerdings auch erwähnt).



    2. Der Antrieb


    Das Projektil und die Rakete verwenden zwei völlig unterschiedliche Antriebsmechanismen. Jules Vernes Projektil benötigt, um ins All zu gelangen, ein 900 Fuß langes Kanonenrohr, das in der Erde verankert mit gusseisernen Ringen und einer dicken Mauer fixiert wird. Die sogenannte Kolumbiade vereint die Eigenschaften einer Kanone, einer Haubitze und eines Mörsers. Der Sprengstoff, mit dem die Rakete entzündet wird, besteht aus einer hochexplosiven Mischung (Baumwolle und Salpetersäure), die Jules Verne „Schießbaumwolle“ nennt.


    Modelle der Mondrakete im Musée Hergé (Quelle: JohnCR78/TripAdvisor)


    Hergés Mondrakete, von Professor Balduin Bienlein konstruiert, unterscheidet sich indes deutlich von Vernes Kolumbiade. Um den Antrieb, einen Atommotor, benutzen zu können, wird Plutonium, das aus Uranerz besteht und in einem Kernreaktor angereichert wird, verwendet. Dieser besteht u.a. aus Graphitblöcken, in denen sich Aluminiumrohre befinden. Hier erkennt man deutlich, wie sehr sich die technischen Voraussetzungen seit Jules Vernes Mondreise geändert hatten. Besonders interessant dabei der Umstand, dass Plutonium erst 1942, also 8 Jahre vor der Erstveröffentlichung der französischen Originalausgabe im Tintin-Magazin, entdeckt wurde. Bereits der Prototyp der Mondrakete, die X-FLR 6, arbeitet mit einem Atomantrieb und Professor Bienlein bemerkt, dass es zuvor noch keine Rakete mit diesem Antriebssystem gab. Start und Landung werden jedoch mit Hilfe eines Düsenmotors durchgeführt, um den Landeplatz nicht atomar zu verseuchen. Als Brennstoff nutzt man ein Gemisch aus Salpetersäure und Anilin, was an die Zusammensetzung der Verne‘schen Schießbaumwolle erinnert. Nun stellt sich jedoch das Problem der Beschaffenheit des Motors: Während übliche Materialien zur Kernschmelze führen würden, erfindet Professor Bienlein das nach ihm selbst benannte „Balduinit“, ein nicht genau definiertes Silikonderivat, das seinen Ansprüchen standhält.


    Quelle: http://comicgate.de/aktuelles/…e-und-jules-verne-teil-1/

    In achtzig Tagen um die Welt - Eine musikalische Reise nach Motiven von Jules Verne


    Der englische Gentleman Phileas Fogg wettet um die Aufnahme in die Londoner Akademie der Wissenschaften, dass es ihm gelingen werde, in achtzig Tagen einmal die Welt zu umrunden. Jules Verne erschuf damit einen Meilenstein in der Abenteuerliteratur.


    Phileas Fogg meint es ernst: in achtzig Tagen will er die Welt umrundet haben, zusammen mit seinem Diener Passepartout und der mysteriösen Begleiterin Molly macht er sich noch am selben Abend der Wette auf.


    Seine fantastische Reise führt ihn von London über Paris nach Deutschland, dann im Sput durch den Balkan, dann nach Ägypten, durch die Wüste, mit dem Ballon über den Mittleren Osten, wo sie knapp der Witwenverbrennung in Indien entkommen konnten, um ins heutige Nordkorea zu schneien, im Drogenrausch durch Hongkong, weiter per Walfisch in die Antarktis, aus Südamerika sogar ins All...


    Die gesamte Zeit über wird Fogg und seine Reisetruppe von Inspektor Fixx verfolgt, der alles daran setzt, die wagemutigen Briten an der Weltumrundung zu hindern. Denn er selbst will es vor ihm schaffen und damit den Ruhm des wissenschaftlichen Zirkels einheimsen.


    Jules Verne schuf 1873 einen Klassiker der Abenteuerliteratur, der 2016 in Düsseldorf in eine temporeiche, musikalische Revue umgesetzt wurde und nun bei Deutschlandfunk Kultur in einer speziellen Hörspielversion gesendet wird.


    Info

    "In achtzig Tagen um die Welt - Eine musikalische Reise nach Motiven von Jules Verne" im Überblick

    Sender: Deutschlandfunk Kultur > Sendung: Deutschlandfunk Kultur "Hörspiel" > 04.08. In achtzig Tagen um die Welt - Eine musikalische Reise nach Motiven von Jules Verne

    IN ACHTZIG TAGEN UM DIE WELT - EINE MUSIKALISCHE REISE NACH MOTIVEN VON JULES VERNE

    von Peter Jordan


    Mit Torben Kessler, Jonas Friedrich Leonhardi, Peter Jordan, Judith Bohle, Thiemo Schwarz, Martin Esser, Adrienne Lejko Musik: Peter Jordan, Klaus Marges und Band


    Produktion: 2018


    Sendezeit So, 04.08.2019 | 18:30 - 20:00 Uhr

    Sendung Deutschlandfunk Kultur "Hörspiel"


    Quelle: https://www.phonostar.de/radio…verne/v/150893/2019-08-04

    Von Babette Staiger

    Mo, 22. Juli 2019

    Hohberg


    Die Hohberger Bühnen führten "In 80 Tagen um die Welt" auf und hatten damit großen Erfolg.


    Die Weltreisenden stiegen – fast realistisch – im Ballon auf. Foto: Heidi Fößel


    HOHBERG-HOFWEIER. Bestes Wetter, voll besetzte Zuschauerreihen im Marienhof und eine tolle Stimmung auf und vor der Bühne. Besser hätte sich die große Theaterfamilie der Hohberger Bühnen die Premiere ihres Stücks "In 80 Tagen um die Welt" nicht vorstellen können. Am Freitagabend erlebte ihr bisher größtes Projekt passend zum zehnjährigen Bestehen der Gruppe seine Krönung.


    Gut drei Jahre sind vergangen, bis aus der Idee, die Bühnenadaption des Romans von Jules Verne aus der Feder von Claus Martin als Freilichttheater aufzuführen, Realität geworden ist. Die Liste der Mitwirkenden (Akteure und Technikteams), umfasst vier volle Seiten mit gut 200 Menschen.


    Die erzählerische Dynamik und die retardierenden wie witzigen Nebengeschichten, mit denen einst Jules Verne, aber auch der Bühnenautor die Story spickte, wurden in zwei Teilen umgesetzt. Dabei gelang es dem Amateurtheater, die rasante Weltreise kurzweilig zu inszenieren und eigene Ideen einzuarbeiten. Die Reisegesellschaft um Phileas Fogg begegnete der Abenteurerin Lady Pickwick (mit Ulrike Beck sehr temperamentvoll besetzt). Diese nahm sie auf eine Ballonfahrt mit und bescherte dem Publikum während einer Umbaupause eine videografische, kinoreife Reise vom Dach der Welt bis in den Garten der Freiherren Röderer von Diersburg.


    Der Verfolgungsjagd zwischen der Gruppe von Phileas Fogg und einem Polizistenduo, das sie fälschlicherweise des Bankraubs verdächtigte, fehlte es nie an Dynamik. Verschiebbare Kulissen erlaubten es, jeweils drei Erzählabschnitte in fließendem Übergang darzustellen. Vom Zugabteil ging’s zum Beispiel direkt zu den Sehenswürdigkeiten von Mumbai und von dort in den indischen Dschungel. Ein Kostümrausch trug die Zuschauer aus dem viktorianischen England nach Asien, wo sich zum Beispiel in Hongkong ein goldener Straßenlöwe entfesselte und sich mitten durch die Zuschauerreihen wand.


    Die Ausstattung allein löste bei den Schauspielern Begeisterung und ein Eintauchen in die Rollen aus. Dabei gab es auch Kabinettstückchen. Bei Charlie Dworog in der Rolle des Dieners Passepartout beispielsweise schwelgte die Maske im Spiel zwischen Kunsthaar (Augenbrauen und Moustache) und kontrastierten Mimikfalten. Pantomime, etwa als Passepartout dem Taijiquan-Meister in Yokohama (Heinz Günter Saemann, selbst Stockkampf-Lehrer) selbstvergessen bei dessen Übungen zusah, konnte der Akteur dabei herrlich ausleben.


    Szenen wie diese profitierten auch vom professionellen Einsatz von Musik und Ton. Ob es nun japanische Zen-Musik war oder ein Geräusch. Lokomotiven und Dampfschiffe stampften und quietschen realitätsgetreu über die Lautsprecheranlage in die Ohren des Publikums hinein und zogen es mit ins Geschehen. Die Mitarbeit von Filmmusik-Komponist Maik Styrnol erwies sich als Glücksfall.


    Quelle: https://www.badische-zeitung.d…marienhof--175567763.html

    18. Juli 2019


    Chemnitz- Die Küchwaldbühne ist aktuell fest in Kinderhänden. Seit Anfang der Woche proben dort Kinder und Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren aus Deutschland und Tschechien an einem gemeinsamen Theaterstück.


    Im Sommer-Theatercamp verwandeln diese das Kunstwerk „Zwei Jahre Ferien“ von Jules Verne in ein schwarz-weißes Bühnenstück. In seinem Abenteuerroman können die Kinder seine vielfältigen und erstaunlichen Erfindungen entdecken. Das Besondere an dem Theaterprojekt ist die Mehrsprachigkeit und dass es keine direkten Textangaben im Vorfeld gab. So konnten die jungen Theaterfans die Texte größenteils selber schreiben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Laut der Theaterpädagogin wirke ein Stück viel natürlicher und emotionaler, wenn Amateure allgemein, nicht nur Kinder, selbst ihre Worte wählen dürfen und nicht vorgefertigte Skripte bekommen.


    Mit dem Theaterstück soll auf Erfindungen des sächsisch-tschechischen Grenzgebiets aufmerksam gemacht werden. So beschäftigen sich die jungen Darsteller nicht nur mit dem Stück an sich, sondern auch mit der Geschichte und industriellen Entwicklung dieser Regionen. Die Kinder, welche im Schullandheim im Küchwald unterkommen, erleben hautnah die Geschichte ihrer Heimat und die ihrer Nachbarn. Zusätzlich entwickeln sie neue Freundschaften, lernen im Spiel neue Sprachfertigkeiten und setzen sich mit der damaligen einflussreichen und romantischen Zeit voller Visionen auseinander. Es werden moralische, ethische und demokratische Gedanken und deren Umsetzung durch Theaterpädagogen unterstützt.


    Bleibt nur noch zu sagen: Bühne frei für die jungen Talente bei der Prämiere am Samstag um 16 Uhr!


    Ein Beitrag von Nicole Ruckdaeschel


    Quelle: https://www.sachsen-fernsehen.…einem-segelschiff-638755/