Beiträge von Stahlelefant

    Moin, ich bin zwar nicht der große Hörspielfan, aber ich habe gehört, dass die Gruselkabinett-Reihe ganz gut sein soll. Hat sich mal jemand diese Adaption angehört? Ist sie gelungen? Oder eher nicht so gelungen? Werktreue oder eher freie Umsetzung?

    Ich kenne den Film nicht, habe mir jetzt aber mal die Inhaltsangabe auf Wikipedia durchgelesen

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Return_of_Captain_Nemo
    Es handelt sich offensichtlich um ein Pastiche; falls jemand den Begriff nicht kennt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pastiche

    Schröder-Media hatte den Film unter der Headline JULES VERNE in 2017 herausgebracht. Wie schon öfters bei diesem Vertreiber ist es ein übler Reklamegag.

    So krass würde ich das nicht ausdrücken. Im Gegensatz zu anderen Filmen (die hier im Forum schon erwähnt wurden), die mit JV gar nix zu tun haben (oder so gut wie nix) und trotzdem mit JV beworben werden, gibt es hier einen gewissen Bezug. Pastiches sind nichts Seltenes, und hier lässt man Nemo auftreten. (Der scheint auch generell die beliebteste Verne-Figur zu sein, was Pastiches angeht, oder täusche ich mich?)


    Stellt sich halt die Frage, ob du Pastiches auf deiner Seite beschreiben möchtest. (Und wenn ja: An welcher Stelle und in welcher Form?) Als Verfilmung von 20k würde ich das an deiner Stelle jedenfalls nicht listen.


    Ich hab bei sowas immer ein bisschen den Verdacht, dass es den Leuten, die sowas machen, an eigenen Ideen fehlt … Auch Parodien sehe ich oft kritisch. Kann durchaus lustig sein, ist aber doch irgendwie „parasitär“.

    Ich dachte, ich hätte bestimmt ein paar davon gesehen damals in den 80ern, aber beim nachschauen auf Wikipedia wurde mir klar: ich habe die Vierteiler ( https://de.wikipedia.org/wiki/Abenteuervierteiler ) mit den Serien verwechselt: https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsserie

    Ich glaube, davon habe ich mehrere damals gesehen, sicher bin ich mir nur bei Silas, obwohl ich jetzt auch nachlesen müsste, wie da die Handlung ist, dann würde vielleicht die Erinnerung wiederkommen :)

    Das Vorwort könnte doch durchaus auch im Original auf Französisch verfasst worden sein

    That goes without saying, Sir Holger! 8) Wieso sollte jemand, der Englisch noch nicht mal gescheit lesen kann, auf die Idee kommen, so ein Vorwort auf Englisch verfassen zu wollen? Wer eine Sprache nicht lesen kann, kann in dieser Sprache doch erst recht nicht schreiben.

    Aber Verschoben wird hier nix. Es handelt sich um einen veröffentlichten Brief, nicht um ein explizit geschriebenes Vorwort, daher stimmt die Zuordnung.

    Vielleicht stimmt das, aber ich habe den Verdacht, dass es doch ein Vorwort ist. Wenn ich Volkers Beitrag richtig verstanden habe, dann hat der Cromie den Verne um ein Vorwort gebeten, und der Meister war so nett, die Bitte zu erfüllen.

    Nun aber bitte nicht glauben es handelt sich um Weltbewegendes - vieles sind nur Notizen und fragmentarische Belege,

    Gut, das ist eine informative Aussage :)

    Ich weiß nicht ob ich mich in Gefahr begebe wenn ich gewisse Dinge beim Namen nenne, meine Quelle bat mich aber zur Sicherheit davon abzusehen dies online kundzutun.

    Es bleibt also ein bisschen spannend :) Wann werden wir erfahren, um was es sich genau handelt …

    Ah, danke, interessant. Dann ist es wohl doch authentisch, und die Bibliographie braucht nicht geändert zu werden :) (Aber vielleicht könnte der Eintrag in Sektion 8 (Vorworte) verschoben werden; aktuell befindet er sich in Sektion 12.1 (Öffentliche Briefe).)

    Als aufmerksamer Student der Liste ist Dir aber sicherlich aufgefallen, dass auch eine ganze Anzahl Zählnummern im hinteren Bereich fehlt... Das sind Zählnummern, die bislang nicht veröffentlichten, mir aber namentlich bezeichneten Dokumenten zugeordnet sind, die ich aber aus rechtlichen Gründen nicht online stelle ...

    Gut möglich, dass mir das mal aufgefallen ist, aber ich hätte das jetzt nicht mehr „präsent gehabt“. Danke für die Info also :) Es wird noch mysteriöser … endlich wirds mal wieder richtig spannend … ;) … Gefahr! … Hätte ich nicht gedacht, dass es Texte gibt, die so „geheim“ sind, dass man noch nicht mal den Titel nennen kann, ohne sich in Gefahr zu begeben 8)

    Ja, gewisse Zweifel hatte/habe ich da auch … Stichwort: mangelnde Fremdsprachenkenntnisse des Meisters.


    Vielleicht könnte die Autorschaft in der Bibliographie als zweifelhaft gekennzeichnet werden? https://www.jules-verne-club.d…s_Verne_Bibliographie.pdf

    Wäre besser, meiner Meinung nach 8)


    Wenn’s jemand lesen möchte:

    https://www.torontopubliclibra…466D&R=DC-37131098477466D

    Scan/PDF der ersten Auflage (also ohne das mysteriöse Vorwort).

    À vos ordres, monsieur Le Passeur ! 8)


    https://www.baen.com/Chapters/…5790361/9781625790361.htm


    Robert Cromie



    TO

    JULES VERNE,


    To whom I am indebted for many delightful and marvellous excursions—notably, a voyage from the earth to the moon, a trip twenty thousand leagues under the sea and a journey round the world in eighty days—and who, in return, has now courteously consented to accompany me to the planet Mars, at the rate of fifty thousand miles a minute,

    I DEDICATE THIS BOOK


    ROBERT CROMIE.


    Belfast,

    February, 1891.



    TO

    MY ENGLISH READERS,

    especially to those who have followed me on my far journeys, I have pleasure in introducing a pupil. With him I have just made a voyage, weird and wild. He pointed out many interesting things on the way. For myself, I should perhaps, have preferred more details, more facts and figures in connection with the stupendous phenomena we encountered. But the pace at which we travelled was not favourable to minute inquiry—one does not reckon the wavelets when one estimates the strength of tides.

    With this brief introduction I must leave the voyage in the Steel Globe to those who choose to make it. Certainly, it is a “terrible venture,” but they need not fear ; their guide is skilful and bold. They may trust themselves in his hands. He will serve them well.


    JULES VERNE


    Amiens.

    Focus 41/2018:

    Bin jetzt bis S. 141 gekommen, sehr gut, beneidenswert gut. Ein paar Fehlerchen sind drin, aber das ist bei einem Werk von einem so großen Umfang normal und braucht hier nicht detailliert erläutert zu werden. Aber ein kleiner Rüffel kann dem Autor nicht erspart werden:

    Zitat

    … ein Multifunktionsklavier, das man […] auch als Tisch, Bett und – in der Tat eine schreckliche Vorstellung – auch als Toilette nutzen kann. (S. 71)

    Da hat wohl ein falscher Freund dem wackeren Biografen ein Beinchen gestellt. « Voilà bien, dit-il, ce que notre époque était digne d’inventer ! Un piano-lit-commode-toilette ! » (aus dem 8. Kap. von Paris im 20. Jahrhundert.) Man kann es auch als Waschtisch nutzen; das ist in der dt. Ausgabe auch korrekt übersetzt (Übersetzerin: Elisabeth Edl). Auf S. 103 der Biografie kann man Nemos Waschtisch sehen, in der Mitte der Illustration, unter den Messinstrumenten. « J’entrai dans la chambre du capitaine. Elle avait un aspect sévère, presque cénobitique. Une couchette de fer, une table de travail, quelques meubles de toilette. Le tout éclairé par un demi-jour. Rien de confortable. Le strict nécessaire, seulement. » https://fr.wikisource.org/wiki…mers/Partie_1/Chapitre_11


    Aber wie schon gesagt, das Buch ist hervorragend. Werk und Werdegang werden sehr gut analysiert. Eingefleischte Fans werden sich eher Volker Dehs’ Verne-Biografie holen wollen, weil die ausführlicher ist, aber es ist ja nicht jeder, der sich für Verne interessiert, gleich ein eingefleischter Fan. Außerdem gibt es das Buch nur noch antiquarisch. (Warum hat dtv eigentlich nur die Romane von Winkler übernommen? Unverständlich.) In gewisser Weise stimmt also auch der oben zitierte "blurb" des Verlags („konkurrenzlose Biografie“). Auf dem Markt für neue Bücher ist sie konkurrenzlos 8) (Wobei ich aber die ältere, noch erhältliche Biografie von Volker, die bei rororo erschienen ist, nicht gelesen habe. Die ist aber kürzer als die neuere und wahrscheinlich schon ein bisschen veraltet, nehme ich an.)

    Liest das denn keiner quer, bevor so ein Buch veröffentlicht wird? Gibt es kein Lektorat beim Shaker Media Buchverlag?


    Ist wohl so eine Art Mischung zw. Publikumsverlag und Print on Demand:


    Zitat

    So kann zwar jeder wie bei anderen Book-On-Demand-Diensten ohne zusätzliche Kosten ein fertiges Buch hochladen, die Entscheidung darüber, ob es publiziert wird, trifft jedoch ein Lektor für den Verlag, der auch die weitere Abwicklung und Betreuung in herkömmlicher Weise übernimmt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Shaker_Verlag


    Korrektur lesen scheint in der Betreuung nicht enthalten zu sein … Der Lektor wählt die Bücher wohl nur aus.