Posts by holger2

    In Sibylle Durians Kinderbuch "Der Tag, an dem die Schule verschwand" (1985) geht es um einen Jungen, der recht viel liest und seine Helden lebendig werden lassen kann. Natürlich taucht auch ein Verne-Held auf, nämlich Kapitän Nemo.


    "Einmal, als Valentin die Geschichte des U-Boot-Kapitäns Nemo las, glaubten die Eltern Meeresrauschen in seinem Zimmer zu hören. Auch wunderten sie sich über die feuchten Fußspuren in der Küche." (S. 19)


    Das ist dann allerdings auch schon die einzige Stelle mit Verne-Bezug. Nemo steht in den Leseerfahrungen übrigens gleichwertig mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn bzw. Robinson Crusoe.


    Auf S. 89 noch eine Erwähnung, dann finito.

    3. "2 Jahre Ferien" (das Buch mit 15) und "20 000 Meilen unter dem Meer" (die Bücher mit der 2)


    Ich kann leider nicht sagen, ob und wie weit die Texte unterschiedlich sind, oder ob das immer ein und dieselbe Übersetzung ist.
    Interessant auch das englische Buch, da nutzt man also einen aus dem Französischen übersetzten Text um Englisch zu üben.
    Die Illustrationen sind recht interessant, von eher am Original orientierten "Stich" hin zu irgendwelchen quietschbunten Malereien.
    Ich habe im Koffer noch eine Ausgabe von 2 Jahre Ferien, aber als erstes versuche ich mich (fragt mich in 10 Jahren) an meiner Ausgabe von "In 80 Tagen um die Welt", wobei das sehr schwer ist.
    Ach so, vom Preis her sind die Bücher recht erschwinglich, manche liegen bei über 15 000 Won, die preiswerteste Ausgabe bei 5800 (man kann z.Z. etwa durch 1200 rechnen).

    Ich war die letzten 14 Tage in Südkorea und ... habe natürlich auch Buchläden aufgesucht.
    Da meine Koreanischkenntnisse nicht so fulminant sind, habe ich auf die Schnelle nur Kinderbuch- und Fremdsprachenlernabteilungen durchgesehen.
    Manchmal geschah das auch kurz vor Abfahrt eines Busses oder Zuges, also immer nur eine Auswahl.


    Zuerst: In 80 Tagen um die Welt (1. Teil der gefundenen Ausgaben)

    Ich sehe diesen Screen auch manchmal, es ist ein grauer Bildschirm mit ganz kryptischen Formulierungen, die aber auf ein Problem des Forums hinweisen. Manchmal dauert es ein, zwei Tage. Aber ich bin da sicher nicht so oft, dass ich genaueres sagen kann.

    Diese Aktivitätsabnahme habe ich in vielen Bereichen erlebt. Das gibt es bei vielen einstmals recht aktiven Foren. Heute schaut man nur noch auf Facebook und etwas selbst zu schreiben wird immer seltener.
    Aber: Ist "Phineas" nun ein Fehler oder?

    In den Erinnerungen der dänischen Schriftstellerin Karen Blixen gibt es eine Stelle, in der sie einen Weltenbummler erwähnt und ihn mit JV's bekanntestem Weltenbummler vergleicht. Allerdings heißt er hier "Phineas" statt "Phileas". Ich weiß nicht, ob das ein Fehler ist oder ob es in der englischen oder dänischen Übersetzung, die sie vielleicht gelesen hat, Phineas statt Phileas hieß. Nur als kleines Fundstückchen. Vielleicht ist es ja interessant.

    Vielleicht hat man ihm irgendwoher einen "cooleren", "schnittigeren" und damit stilistisch schwächeren Schreibstil anempfohlen?
    Andererseits wäre es ja auch fragenswert, ob ein höherer Stil (noch) jemanden erreicht.

    Ich schließe mich mal meinem Vorredner Andreas an: warum eigentlich immer wieder 20.000 Meilen unter dem Meer? Kann man nicht auch aus anderen Geschichten einen spannenden Film machen? Ich wär ja für die Schiffbrüchigen der Jonathan... Aber na ja.

    Adam, Christian: Lesen unter Hitler: Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich. Berlin 2010.


    Zufällig gefunden, gleich nach JV durchstöbert, da ich eigentlich hoffte, etwas zur normalen Rezeption von JV im 3. Reich zu finden, aber leider nur eine Wiedergabe zu einer Umfrage unter jugendlichen Lesern, die JV (aber kein einzelnes Werk) erwähnen. (S. 59)


    Viel eher etwas zu zwei Lesern von JV, Hermann Göring und Heinrich Himmler.


    S. 72: "Thomas Mann ließ er bald einen ganzen Schwung 'Julius Verne' folgen: Von 20 000 Meilen unter dem Meer bis 5 Wochen im Ballon Er [Himmler] muss wie im Fieber gelesen haben, ließ die Lektüre aber kommentarlos."


    S. 78: " ' [Görings] (e)inzige Bücher: Werke von Jules Verne und Karl May.' " (Wobei er die wohl eher nicht gelesen hat.)

    Cäsar Cascabel habe ich jetzt als kostenloses E-Book von Zulubooks durchgelesen.
    Schönes Buch, aber Achtung, mit sehr sehr vielen Fehlern. Scheinbar hat sich absolut niemand die Mühe gemacht, s und f zu überprüfen, so kam es wieder zum schon mal erwähnten Luft/ Lust-Fehler, aber noch viel schlimmer war es bei den Liakhoff-Inseln, die auch schon mal Liakhoss-Inseln waren. Das ist ein wirklicher Wermutstropfen. Aber man kanns lesen.

    Oh je, mit den englischen Titeln ist es immer mal so eine Sache. Ich muss bei manchen E-Books auch erst ein wenig lesen um dann zu merken, ah, das ist das. So habe ich eine Kurzgeschichte namens "Topsy turvy"... Ich lass mich mal überraschen und bin auch gespannt, ob es denn noch was "Unübersetztes" gibt, denn ich finde die Zusammenstellung von Andreas schon recht vollständig.

    Im recht mittelmäßigen Büchlein "Ein Hund mit Charakter" von Sandor Marai findet sich ein seltsamer Engländer, den der Autor mit Phileas Fogg vergleicht. In der mir vorliegenden deutschen Ausgabe (Piper) heißt es:


    "Er ist sehr arm und sehr alt, seit Jahrzehnten bummelt er durch die Welt, und auch sonst wirkt er ganz wie Phileas Fock."


    Fogg ist dabei Fock geschrieben, ich weiß nicht, ob das auch eine übliche Eindeutschung ist oder ob das der Übersetzung aus dem Ungarischen geschuldet ist.


    Nur falls es jemanden interessiert und der Vollständigkeit halber.