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    Zur Aufführung kommen in diesem Jahr „In 80 Tagen rund um die Welt“ und „Der gestiefelte Kater“.


    Von Jochen Werner


    Die beiden kompletten Vorhang auf!-Ensembles beim Probewochenende. (Foto: Jochen Werner)


    BINGEN - „Vorhang auf!“ heißt es wieder am ersten Adventswochenende im Binger Kulturzentrum. Die Binger Theatergruppe reist dann mit ihren Fans mit Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“. Für Kinder und Familien steht eine Woche später „Der gestiefelte Kater“ auf dem Programm. Auf die beiden reinen Weihnachtsstücke des Vorjahres folgen diesmal in der 23. Auflage also Abenteuer-Klassiker.

    „Wir haben lange gesucht, bis wir ein Stück gefunden hatten, in dem wir jedem Schauspieler eine Rolle geben konnten“, erklärte Vereinschef Ralf Reitze beim alljährlichen Probenwochenende Anfang November in der Mensa des TH-Technikums in der Rochusallee. Gleichzeitig verspricht er eine vom Bühnenbild her sehr aufwendige Aufführung, in der die verschiedenen Stationen der 80-tägigen Reise des Phileas Fogg abgebildet werden. „Wir werden mit einem Zug auf die Bühne fahren“, kündigt Regisseur Nico Tonollo an.

    Ob analog zum Buch und zum 1989er Kinofilm mit Pierce Brosnan, Eric Idle und Sir Peter Ustinov auch ein Fesselballon eingesetzt wird? Die Zuschauer dürfen sich jedenfalls nicht nur auf vier neue Ensemble-Mitglieder freuen, sondern auch auf die eine oder andere Überraschung. Klar. Zu England und dem Start und Ziel in London muss natürlich auch der Brexit ins Spiel kommen. Vielleicht gibt es auch einen Seitenhieb auf den amtierenden US-Präsidenten. Foggs Reise verläuft schließlich auch von San Francisco bis New York quer durch die Vereinigten Staaten.


    TERMINE

    In 80 Tagen um die Welt: Freitag und Samstag, 29. und 30. November, jeweils 19.30 Uhr. Sonntag, 1. Dezember, 17 Uhr.


    Der gestiefelte Kater: Samstag, 7. Dezember, 15 Uhr. Sonntag, 8. Dezember, 14 und 17 Uhr.


    Vorverkaufsstellen: Touristinfo Bingen; Schmitt Schreiben und Schenken in Büdesheim sowie online unter http://www.vorhangauf-bingen.de.

    Eine „tolle Abenteuer-Komödie“ verspricht Tonollo, der sich nach einem Jahr schauspielerischer Pause entschlossen hat, den Hauptdarsteller selbst zu spielen. „Das reizt mich einfach“, sagt er und ergänzt grinsend: „Das Stück und die Figur passen perfekt zu mir.“ Dann folgt das selbstbewusste, selbstironische Schmunzeln: „Außerdem habe ich keinen Besseren gefunden.“ Oder wollte sich sonst niemand als Phileas Fogg profilieren? Jedenfalls steht Nico Tonollo vor harten zehn Tagen mit einer Dreifach-Belastung. In beiden Stücken führt er Regie, dazu kommt noch die Rolle auf der Bühne.


    Vereinschef Ralf Reitze sehr zufrieden mit den Proben


    Reitze war beim Proben hochzufrieden, auch wenn es diesmal beim Kinderstück im Vorfeld einige Probleme zu lösen gab. Mehrere Rollen mussten umbesetzt werden, weil die Schauspielerinnen wegen des Studiums oder der Arbeit nicht mehr zur Verfügung stehen konnten. Selbst die Hauptrolle war betroffen, hier gab es aber schnell eine Lösung: Luisa Geibel, die in Mainz studiert, sprang kurzfristig ein. „Es ist einfach schwierig, die Truppe zusammenzuhalten“, gab Reitze zu. Zumal es im vergangenen Jahr Probleme mit der Freistellung der Higa-Schülerinnen für die diversen, an Vormittagen statfindenden Vorstellungen für Grundschulklassen und Kindergärten gegeben habe. Das jedenfalls gibt es diesmal nicht: Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist keine Higa-Schülerin in der Truppe.


    Quelle: https://www.allgemeine-zeitung…-abenteuerstucke_20724033

    Illustration der Mondrakete des französischen Zeichners Henri de Montaut für Jules Vernes Roman „Von der Erde zum Mond“. (Foto: Planetarium)


    Karten für die Veranstaltungen am Vorlesetag sowie generell für Planetariumsshows können unter Telefon 07392/91059 oder im Internet unter http://www.planetarium-laupheim.de vorbestellt werden.


    Der bundesweite Vorlesetag am Freitag, 15. November, ist das größte Vorlesefest Deutschlands: Unterm Sternenzelt des Planetariums lesen drei Sprecher Erzählungen von Jules Verne und Duncan Beedie.


    Die Initiatoren „Die Zeit“, Stiftung Lesen und Deutsche-Bahn-Stiftung möchten mit dem Vorlesetag Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken und laden bereits zum 16. Mal zum Aktionstag ein. Auch die Volkssternwarte Laupheim unterstützt diese Initiative. „Denn Vorlesen regt die Fantasie an, fördert die Sprach- und Leseentwicklung von Kindern und eröffnet damit Bildungschancen für eine erfolgreiche Zukunft“, begründet das Planetarium sein Engagement. Mit drei Vorleseveranstaltungen unterm Sternenzelt wird Kindern und Erwachsenen ein besonderer Ort geboten, um den gelesenen Geschichten zu lauschen.


    Um 14.30 Uhr liest Lis Hauel, langjährige Sprecherin im Laupheimer Planetarium, Duncan Beedies „Mollys Flug zum Mond“ für Kinder von drei bis fünf Jahren: Eine warmherzige Geschichte über Mut und Selbstvertrauen – und einen großen Sprung für ein kleines Wesen.


    Um 16 Uhr wird Robert Clausen, Gründer und langjähriger Sprecher des Laupheimer Planetariums, einige Kapitel aus der „Reise um die Erde in 80 Tagen“ von Jules Verne in einer Bearbeitung von Markus Zöllner für Kinder von sechs bis zehn Jahren lesen: Die Weltkarte im Vorsatz macht schon deutlich, worum es hier geht: Um eine sehr, sehr lange Reise. Denn die Wette, auf die sich der reiche und leicht exzentrische Gentleman Phileas Fogg eingelassen hat, verlangt von ihm und seinem treuen Diener Jean Passepartout, einmal rund um die Welt zu reisen: in 80 Tagen. Unmöglich?


    Beide Vorleseveranstaltungen am Nachmittag sind kostenlos. Um 15 Uhr besteht außerdem die Möglichkeit, das Kinderprogramm im Planetarium „Captain Schnuppes Weltraumreise“ zu besuchen.


    An Jugendliche und Erwachsene richtet sich der Themenabend um 19 Uhr. Philipp Roosz liest dabei Ausschnitte aus dem ersten Teil von Jules Vernes Roman „Von der Erde zum Mond“, der mit dem Abschuss zum Mond endet und sich mit den widrigen Vorbereitungen dieses Großereignisses im stolzen Amerika des Jahres 1886 auseinandersetzt. Roosz ist Musiktheaterpädagoge am Staatstheater Nürnberg und moderiert und gestaltet in dieser Funktion unter anderem die Kinder- und Jugendkonzerte der Staatsphilharmonie. Während seines Lehramts- und Gesangsstudiums an der Musikhochschule Stuttgart arbeitete er bereits als Sprecher, Regisseur und Sänger mit zahlreichen Institutionen im süddeutschen Raum zusammen.


    Im Anschluss an die Lesung gibt es einen Umtrunk im Foyer des Planetariums und gegen 20.15 Uhr eine Vorführung der Show „Sieben Tage im Juli – Die Geschichte der Apollo 11“, die die Besucher die erste bemannte Mondlandung miterleben lässt.


    Programmplan und Vorführtermine im Internet und für Gruppen gibt es nach telefonischer Vereinbarung.


    Quelle: https://www.schwaebische.de/la…immel-_arid,11142870.html

    Jules Verne und aktuelle Entdeckungen


    Dienstag 21.01.2020

    19:30 Uhr

    Museumsinsel Schloss Gottorf


    Mit dem berühmten Roman von Jules Verne, „Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde“, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Rabbel von der CAU Kiel die wichtigsten geowissenschaftlichen Entdeckungen seit Anfang des 20. Jahrhunderts, die unser heutiges Bild vom Inneren der Erde begründet haben. Die Thematik umfasst unter anderem die Drift der Kontinente, die Konvektion im Erdmantel, die Entstehung des Magnetfeldes der Erde im flüssigen Erdkern und die Nutzung von Erdbebenwellen in der Seismologie von den Anfängen bis zur modernen Tomographie.


    Besonders geeignet für: Erwachsene


    Moderator / Kurator

    Prof. Dr. Wolfgang Rabbel, Institut für Geowissenschaften


    Veranstalter

    Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft, Sektion Schleswig


    Treffpunkt

    Vortragssaal von Schloss Gottorf


    Kosten

    3 Euro / erm. Mitglieder zahlen keinen Eintritt


    Quelle: https://schloss-gottorf.de/de/programm?tid=1433#einzeltermin

    Reise um die Erde in 80 Tagen SCHAUSPIEL

    Livehörspiel nach Jules Verne


    Letztmalig ist in diesem Publikumserfolg Samuel Koch in seiner Lieblingsrolle als Phileas Fogg zu erleben; erstmalig macht sich unser neues Ensemble-Mitglied Edda Wiersch auf Jules Vernes᾿ weltberühmten 80-Tage-Abenteuer-Trip. Auch bei geschlossenen Augen sieht man die Bühne wimmelnd von Leben. Denn die Schauspieler*innen machen nicht nur Theater, sie stellen auch die Geräusche auf dieser Reise über Bombay, San Francisco und Bordeaux selbst her. Der renommierte Regisseur Eike Hannemann, der bald auch Billy Backe als Familien-Live-Hörspiel uraufführt, schickt den britischen Gentleman zusammen mit seinem treuen Diener Passepartout rund um den Globus, mit nur einem Ziel: Foggs Status in seinem Londoner Club zu retten. Phantasie ist hier die alles bewegende Kraft.


    Altersempfehlung: ab 10 Jahren


    Drei letzte Vorstellungen am 11., 17. und 23. Dezember / Kammerspiele


    MIT Edda Wiersch, Samuel Koch, Robert Lang, Hubert Schlemmer

    REGIE Eike Hannemann


    Quelle: https://www.lifepr.de/pressemi…er-Darmstadt/boxid/773060

    Das Leben der Amerikanerin Nellie Bly ist eine der grössten Legenden der Mediengeschichte. Nein, keine Legende! Denn alles, was sie erlebte, schrieb sie nieder. Und fesselte damit die Welt.


    von Simone Meier


    Starempfang für eine Journalistin: In nur 72 Tagen und 6 Stunden stellt Nellie Bly 1889/90 einen Weltreise-Rekord auf. Wieder zuhause tourt sie in einem Sonderzug durch die Staaten.


    Nur vier Journalisten dürfen im Oktober 1914 in die Kriegsgebiete an der Ostfront reisen und darüber berichten. Vier aus unzähligen. Drei Männer. Und eine Frau. Die Amerikanerin Nellie Bly. Sie ist 50 Jahre alt. Der Krieg ist ihr Comeback. Erneut ist sie die prominenteste Journalistin der Welt. Die tollkühnste. Die engagierteste. Immer schon war sie auf der Seite der Armen, der Arbeiter, der Frauen. Und jetzt, im gerade erst ausgebrochenen Ersten Weltkrieg, ist sie die Advokatin der ganz gewöhnlichen Soldaten, die in den Schützengräben geopfert werden. An der Cholera verrecken. In den Lazaretten krepieren. Oder andere töten.


    «Wen sie töten, was sie töten, das wissen sie nicht. Es kommt der Befehl in eine bestimmte Richtung und auf einen bestimmten Abstand zu schiessen. Dreihundertvierzig Meter, habe ich sie rufen gehört. Wieder zweihundertfünfzig. So töten die Männer ohne Emotionen. Sie erleben das Ergebnis nicht, da fällt das Töten weniger schwer.» (Nellie Bly von der Front)



    Der Artikel ist sehr lang und reich bebildert! Hier die Quelle zum Weiterlesen: https://www.watson.ch/leben/fr…einzige-frau-an-der-front

    BURGKUNSTADT

    Spektakel


    Zweimal ausverkauftes Haus, spontaner Szenenapplaus und standing ovations. So lautet das Fazit für den Burgkunstadter Udo Langer und seine "Klangfeder"-Crew.


    Ein multimediales Spektakel ist das Stück "Jules Vernes Abenteuer" von Udo Langer, der es zur Premiere im Saal München bei Regens Wagner in Burgkunstadt mit seiner Band "Klangfeder" aufführte. Von links: Marco Hofmann, Udo Langer, Andi Herold und Gerald Klimke Foto: Josef Pollinger


    Udo Langer und seine "Klangfeder"-Crew haben ihr neues Bühnenspektakel am Wochenende erstmals öffentlich aufgeführt. Mit Erfolg. Und das Publikum? Es wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Im Saal München von Regens Wagner erlebten die Besucher von "Jules Vernes Abenteuer" eine musikalische und optische Reise durch die Welt. Atemberaubend und schön. Ein zweistündiges Eintauchen in eine märchenhafte Welt, in eine sinnliche Herausforderung - zumindest was das Hören, Sehen und Riechen anbelangt.


    Erdacht hat sich diese Welt der Burgkunstadter Udo Langer, Komponist, Texter und Filmemacher in Personalunion. Musikalisch unterstützt von seiner Band "Klangfeder" mit Andi Herold, Gerald Klimke und Marco Hofmann stürzt er sein Publikum in eine Klangwelt, die vom schmeichelnden Liebeslied über knallharte Instrumentalrhythmen bis hin zum auffordernden, eindringlich mahnenden und an die Liedermacher erinnernden Protestsong reicht. Eine Musik die nicht nur zu Herzen geht, eine in Noten gegossene Aufforderung zur Besinnung - auch zur umweltpolitischen.


    Große musikalische Bandbreite


    Es ist ein gelungener Schachzug des Autors, sich der Welt des Visionärs und virtuellen Weltreisenden Jules Verne zu widmen. Nicht nur wegen der immer noch aktuellen Themen. Letztlich auch, weil die Reise durch die Welt dem Komponisten Langer ermöglicht, seine musikalische Bandbreite im wahrsten Sinne des Wortes auszuspielen: Mal schmeichelnd, mal fordernd, mal soft und mal rockig bindet der Musiker sein Publikum ein. Und wenn in "Die 500 Millionen von Begum" die menschenverachtende "Stahlstadt" musikalisch thematisiert wird, dann fliegt einem schon mal das Blech weg.


    Und hat man auf Vernes 80-Tage-Trip um die Welt schließlich Bombay erreicht und den Zug nach Kalkutta bestiegen, dann lassen einen die Bässe und der Beat erahnen, wie sich die Dampflokomotive erst schwerfällig, dann immer schneller in Bewegung setzt, die Schienenstränge zum Beben bringt.


    "Nemeste", ein Instrumentalstück, begleitet einen auf den Weg in den Dschungel Indiens. Und irgendwie schaut man sich verwundert um, glaubt man doch den Zauber des Orients riechen zu können. Tatsächlich schwenken Mitglieder der "Klangfeder"-Crew - vor Blicken durch die Dunkelheit im Saal geschützt - Räucherstäbchen. Eine "Rundum-Illusion".


    Die wird freilich durch das optische Feuerwerk getoppt, das die drei Männer auf dem Trip ihres Lebens begleitet. Die haben sich nach 30 Jahren wieder in ihrer Heimatstadt getroffen, um gemeinsam um die Welt zu reisen. Ein magisches Buch lässt sie dabei Unglaubliches erleben.


    Reisestationen visualisiert

    Die drei Abenteurer Conni (Udo Langer), der "Professor" (Andi Herold) und Manni (Gerald Klimke) werden auf ihrer Reise von "Monsieur Fiction", dargestellt von Markus Häggberg, als Erzähler und Traumfänger begleitet. Und die Reisestationen auf hoher See, im Dschungel, im Weltall oder auf der Reise zum Mittelpunkt der Erde werden von mehr als 110 Minuten Filmmaterials visualisiert. Allein dieser Part der Show ist einen Besuch wert. Udo Langer und sein Team haben dafür nicht nur Filmdatenbanken genutzt, sondern auch an verschiedenen Orten selbst gedreht, um ihre Zuschauer mit eintauchen zu lassen in die Welt von Jules Verne. So zum Beispiel auch in der Saalfelder Feengrotte, wo man sich auf die Reise zum Mittelpunkt der Erde begeben hat.


    Spektakulär ist auch die Umsetzung der Geschichte auf der Bühne. Hier werden die Protagonisten visueller Teil der Show, werden - neben ihrem Part als Musiker und Schauspieler - zur lebendigen Leinwand. Kurzum: "Jules Vernes Abenteuer" ist hörenswert (die entsprechende CD ist im Handel) und sehenswert.


    Noch eine Aufführung

    Die nächste Aufführung findet am Freitag, 8. November, im Kaisersaal von Kloster Banz statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Tickets gibt es noch beim Kur- und Tourismus-Service Bad Staffelstein sowie bei der Kultur-Initiative Staffelstein (KIS).


    Quelle: https://www.infranken.de/regio…e-welt-ein;art220,4522147

    Erneute Ausstrahlungen:


    03.11.2019 (So.):

    06:00 | WELT | Reise zum Mittelpunkt der Erde (1)

    06:55 | WELT | Reise zum Mittelpunkt der Erde (2)

    07:15 | N24 DOKU | Reise zum Mittelpunkt der Erde (1)

    08:15 | N24 DOKU | Reise zum Mittelpunkt der Erde (2)

    Vorlesetag am 15. November 2019


    16.00 Uhr: „Reise um die Erde in 80 Tagen“


    Jules Verne/Markus Zöller (6-10 Jahre)

    Die Weltkarte im Vorsatz macht schon deutlich, worum es hier geht: Um eine sehr, sehr lange Reise! Denn die Wette, auf die sich der reiche und leicht exzentrische Gentleman Phileas Fogg eingelassen hat, verlangt von ihm und seinem treuen Diener Jean Passepartout, einmal rund um die Welt zu reisen: in 80 Tagen! Unmöglich? Nicht für Phileas Fogg, der sich allerdings nicht nur mit allerlei Widrigkeiten, höchst gefährlichen Begegnungen und überraschenden Reisegefährten auseinandersetzen muss, sondern auch noch mit dem Detektiv Mr. Fix, der ihn für einen gesuchten Bankräuber hält. Einer der Klassiker des Abenteuerromans − einfach nacherzählt und mit vielen farbigen Illustrationen veranschaulicht: Da trauen sich auch schon etwas versiertere Leseanfänger dran! Oder man liest die spannende Geschichte gemeinsam.


    Robert Clausen, Gründer und langjähriger Sprecher des Laupheimer Planetariums und Ehrenmitglied der Volkssternwarte Laupheim e.V., liest einige Kapitel des Buches.



    Eintritt frei


    19.00 Uhr: „Von der Erde zum Mond“



    Jules Vernes Roman „Von der Erde zum Mond“ nimmt knapp 100 Jahre vor der ersten Mondlandung der Menschheit einiges an wissenschaftlichen Erkenntnissen vorweg. Der Franzose Verne gilt nicht nur als Erfinder der Science-Fiction, sondern seine akribisch recherchierten Geschichten inspirierten Generationen von Wissenschaftlern zu bahnbrechender Forschung. Neben wissenschaftlicher Präzision verbirgt sich in „Von der Erde zum Mond“ mit viel Witz und Ironie eine (amerikanische) Gesellschaftskritik. Denn den „Direktflug in 97 Stunden 20 Minuten“, wie es im Untertitel heißt, treten die drei Protagonisten und Mitglieder des „Gun Club“ in einem Projektil einer überdimensionierten Kanone an...



    Philipp Roosz liest Ausschnitte aus diesem ersten Teil, der mit dem Abschuss zum Mond endet und sich mit den widrigen Vorbereitungen dieses Großereignisses im stolzen Amerika des Jahres 1886 auseinandersetzt. Roosz ist Musiktheaterpädagoge am Staatstheater Nürnberg und moderiert und gestaltet in dieser Funktion unter anderem die Kinder- und Jugendkonzerte der Staatsphilharmonie. Während seines Lehramts- und Gesangsstudiums an der Musikhochschule Stuttgart arbeitete er bereits als Sprecher, Regisseur und Sänger mit zahlreichen Institutionen im süddeutschen Raum zusammen.


    Im Anschluss an die Lesung gibt es einen Umtrunk im Foyer des Planetariums und gegen 20.15 Uhr eine Vorführung der Show "Sieben Tage im Juli - Die Geschichte der Apollo11", welche die Besucher die erste bemannte Mondlandung miterleben lässt.


    Der Eintritt für den Themenabend aus Lesung und Planetariumsshow

    beträgt 15 € / ermäßigt 10 €.


    Auf einen Blick

    Vorlesetag am 15. November 2019


    16.00 Uhr: „Reise um die Erde in 80 Tagen“

    von Jules Verne/Markus Zöller (6-10 Jahre)


    19.00 Uhr: „Von der Erde zum Mond“

    im Anschluss Planetariumsshow "Sieben Tage im Juli - Die Geschichte der Apollo 11"

    Eintritt 15€ / ermäßigt 10€


    Quelle: https://www.planetarium-lauphe…orlesetag-im-planetarium/

    Dortmund – Zwischen Seiten – zwischen Zeiten: Steampunk-Fest im Haus Schulte-Witten am Samstag, 26. Oktober


    STADT-NEWS - STADTNACHRICHTEN BONN 17. OKTOBER 2019


    Zu einem kleinen, aber feinen Steampunk-Fest in historischem Ambiente lädt das Haus Schulte-Witten (Wittener Straße 3): Am Samstag, 26. Oktober, 15 bis 20 Uhr sind erfahrene Zeitreisende und neugierige Entdecker mit und ohne Gewandung herzlich willkommen zu Lesungen, Workshops und Ausstellungen.


    Vertreten sind Händler und Rollenspieler, Zinngießer und Zwergschlammelfen – und natürlich ein Büchertisch. Die „Freunde der Stadt- und Landesbibliothek e.V.“, der „Kartoffel-Pott“ und „Pour-Coffee“ sorgen für Proviant auf der Zeitreise.


    Das Steampunk-Phänomen ist nicht nur von Literatur inspiriert, sondern hat auch selbst neue Literatur hervorgebracht. In fünf halbstündigen Lesungen bzw. Präsentationen tauchen Besucherinnen und Besucher ein in diese literarische Welt.


    Das Lese-Programm


    15.30 Uhr Carsten Bülow liest HG Wells


    16.30 Uhr Thorsten Küper liest


    17.30 Uhr Martin Ulmer liest Kurd Lasswitz


    18.30 Uhr Anja Bagus liest


    19.30 Uhr Harry Rischar liest Jules Verne


    Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.


    Die Workshops


    17 Uhr: Keine Zeitreise ohne Hut! Steampunk und Hut – ein absolutes Muss! Machen Sie einen alten Hut zeitreisetauglich und los geht’s! Max. 12 Teilnehmer*innen, ab 12 Jahren, 8,00 € Materialkosten UND einen alten Hut/ Schirm-, Ballon-, Baskenmütze o.ä. mitbringen (keine Baseball-Sport-Cappies).


    17 und 19 Uhr: Book upcycling: Schmeiß es nicht weg – mach´ Kunst draus! Wie das geht? Dieser Workshop zieht neue Seiten in alten Büchern auf! Nostalgisch. Kunstvoll. Überraschend. Max. 12 Teilnehmer*innen, ab 10 Jahren, kostenlos, Bücher werden vor Ort zur Verfügung gestellt.


    18 Uhr: Gut verschraubt auf Zeitreise gehen. Wer auf Zeitreise geht, sollte sich auf gutes Material verlassen können. Bauen Sie sich aus Pappe und Bindfaden eine solide Schraube, steamy-rusty-lasting (voll Dampf-rostig-nachhaltig). Max. 12 Teilnehmer*innen, ab 14 Jahren (jüngere Zeitreisende nur in Begleitung eines Erwachsenen, es wird mit Cutter und Heißkleber gearbeitet), 4,00 € Materialkosten. Anmeldungen für die Workshops ab 15.00 Uhr vor Ort über Listen!


    Im „jugendstil“ im Haus Schulte-Witten bieten die Stadt- und Landesbibliothek und jugendstil (Träger Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur e.V.) in Kooperation Projekte, Angebote und Veranstaltungen rund um das Thema Literaturvermittlung und literarisches Lernen an.


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    Pressestelle der Stadt Dortmund, Friedensplatz 1, 44122 Dortmund, Frank Bußmann (verantwortlich)


    Quelle: https://www.mittelrhein-tagebl…-samstag-26-oktober-88185

    Stephan Graf von Bothmer begleitet den allerersten Spielfilm aller Zeiten musikalisch.


    Mit höchster Präzision für Details und mit dem großen Gestus für das Ganze zieht Stephan von Bothmers Musik das Publikum in ihren Bann. Am 19. Oktober, 19 Uhr, spielt er zu den schönsten Filmen des Kinopioniers Georges Méliès eine Film-Symphonie für Klavier in der Archenhold Sternwarte, Alt-Treptow 1.


    Stephan Graf von Bothmer füllt mit seinen spektakulären Stummfilm-Konzerten Theater- und Konzerthäuser auf fünf Kontinenten. Seine Kunst hat sich von musikalischen Begleitungen zu Filmaufführungen und ausgewachsenen Shows mit Musikeinlagen, Vorfilmen und Moderation entwickelt – ein völlig neues Veranstaltungskonzept, mit dem er bisher über 200.000 Gäste begeistert hat.


    An diesem Samstagabend steht für von Bothmer die Begleitung zu einem der ältesten Spielfilme der Welt auf dem Programm. Es war Méliès, der zum ersten Mal mit einem Film eine Geschichte erzählte und so das „narrative Kino“ erfand. „Reise zum Mond“ (von 1902!), nach Jules Verne, ist deshalb auch Méliès’ berühmtester Film und nachweislich der erste Science-Fiction-Streifen der Kinogeschichte. Spektakulär koloriert und gespickt mit vielen Tricks und revolutionären Filmtechniken ist der Film für sich schon ein virtuoses Meisterwerk.


    Das Stummfilm-Konzert am 19. Oktober in der Archenhold Sternwarte ist Teil von Stephan Graf von Bothmers Tour durch die Berliner Planetarien. Alle Konzerte sind passend zum 50-jährigen Jubiläum der Mondlandung in diesem Jahr ausgewählt. Der Film im Einstein-Saal des Planetariums dauert 80 Minuten. Der Eintritt beträgt 16, ermäßigt zwölf Euro


    Datum 23. Oktober 2019, Text: Redaktion, Bild: Promo


    Quelle: https://www.abendblatt-berlin.…ermusik-zum-mann-im-mond/

    Mit Geschichten und Dramen von Jules Verne und Arthur Miller, historischen Postkutschenfahrten und einem japanischen Laternenfest startet das Kulturprogramm in Potsdam-Mittelmark in den Herbst. SARAH STOFFERS


    Der japanische Bonsaigarten zeigt sich in allen prachtvollen Farben.FOTO: ANDREAS KLAER


    Potsdam-Mittelmark - Der Herbst ist da und mit ihm die bunten Blätter und die kürzer werdenden Tage. Wer seine Freizeit nicht nur mit einem guten Buch und einer Tasse Tee verbringen möchte, kann sich in den kommenden Wochen auf ein vielseitiges Kulturprogramm im Landkreis freuen. Die PNN geben einen Überblick.


    Mit Märchen um die Welt

    Eine „Märchenreise um die Welt“ bieten in diesem Herbst die 29. Kleinmachnower Märchentage, die zwischen dem 10. und 17. November stattfinden. Mitglieder des Berlin-Brandenburgischen Märchenkreises e.V. erzählen Märchen für Erwachsene, geben Märchenstunden in Kitas, Seniorenheimen und Schulen und werden mit Kindern in der Kunstwerkstatt in Kleinmachnow basteln. Zunächst geht es aber gemeinsam mit Mr. Phileas Fogg und seinem Diener wegen einer Wette „In 80 Tagen um die Welt“. Das Stück nach dem Roman von Jules Verne wird zur Eröffnung der Märchentage am Sonntag, den 10. November um 15 Uhr im Rathaus Kleinmachnow, Adolf-Grimme-Ring 10, gezeigt. Die Tickets kosten im Vorverkauf neun Euro, ermäßigt sieben Euro und an der Abendkasse elf Euro. Erhältlich sind sie unter anderem in der Buchhandlung Natura am Rathausmarkt Kleinmachnow. Reservierung unter Tel.: (033203) 877 1305 oder kultur@kleinmachnow.de.


    Quelle: https://www.pnn.de/potsdam-mit…-mittelmark/25136340.html

    Literatur / Literatur, Philosophie und Geschichte / Lesung


    Aus dem Roman von 1867 extrahieren Stefan Dinter und Götz Schneyder in ihrem Sprechtakel alles, was Verne wohl zum ersten Science - Fiction - Autoren überhaupt machen dürfte: gesellschaftliche Utopien, technische Visionen und viel humoristische Nachsicht in Dingen menschlicher Eitelkeiten. Dies wird von den beiden live gesprochen und illustriert. Für alle, die sich gerne von spannender Fantastik anstecken, aber nicht hinter das Licht und den Mond führen lassen. Im Anschluss zeigt ein Jules-Verne-Experte den Einfluss des großen französischen Autors auf Kultur und Wissenschaft.


    Stefan Dinter: Live- Illustration via Beamer

    Götz Schneyder: Sprechen, Sounds

    Philippe Mellot: Literaturexperte


    Eine Zusammenarbeit von Kulturzentrum Merlin, Institut français Stuttgart und Dragon Days Festival.


    Termine

    So., 27.10.2019 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr

    Veranstaltungsort

    Kulturzentrum Merlin

    Augustenstraße 72

    70178 Stuttgart

    S-West

    Telefon +49 711 618549

    Fax +49 711 6157676

    E-Mail info@merlinstuttgart.de

    Internet http://www.merlinstuttgart.de


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    Eintrittspreise: 7,00 Euro


    Quelle: https://www.stuttgart.de/item/show/408026/1/event/360057?

    Und hier: https://www.merlinstuttgart.de…5d8c57d60b5299e4ab0669c37

    DER REGISSEUR

    Babytalk“ und „Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm“ hat der Texaner Brian Bell in Ingolstadt schon inszeniert. Jetzt führt er Regie bei der Eröffnungspremiere: „The Black Rider“. Die Volkssage um den „Freischütz“ hatte Robert Wilson zu einer eigenen Neufassung inspiriert, für die er Rocklegende Tom Waits und Beat-Generation-Autor William S. Burroughs als Mitstreiter gewinnen konnte. Gemeinsam schufen sie ein finsteres, modernes Theatermärchen. „Bei uns spielt die Geschichte im dunklen Wald des Unterbewusstseins. Der Wald steht für das Verdrängte – und in diesem Wald treibt sich der Teufel herum“, erklärt Regisseur Brian Bell. Etwa 70 Prozent des Stückes macht die Musik aus. Und die ist sehr vielfältig. „Am Anfang gibt es die Drehorgel, die an Zirkus denken lässt, aber man findet auch irische Balladen und große Shownummern. Es gibt kaum realistische Spielszenen, alles ist abstrakt und irgendwie ineinander verschachtelt. Die Herausforderung besteht darin, die bunten Bilder und die unterschiedlichen Spielweisen zusammenzubringen.“


    DER SCHAUSPIELER

    2012 kam er erstmals als Gast, seit 2014 ist Péter Polgár fest im Ensemble. Er war Sancho und Valerio, Humpty Dumpty und Sir Galahad, tanzte im „Ballhaus“ und sang in „Alice“, spielte sich zuletzt als „Irgendwie Anders“ in die Herzen der Zuschauer. Péter Polgár ist Ungar, studierte in den USA, spricht Englisch quasi als „zweite Muttersprache“, mittlerweile nahezu akzentfrei Deutsch und fühlt sich in Ingolstadt längst zu Hause. Weil das Theater fast so etwas wie eine Familie ist. Und weil er auch künstlerisch viele Möglichkeiten hat. „Hier hat mich keiner in eine Schublade gesteckt, es gab immer wieder neue Herausforderungen und das wünscht man sich natürlich als Schauspieler.“ In der Eröffnungsproduktion „The Black Rider“ ist er jetzt der Teufel. „Cool“, schwärmt er. „Weil die Figur so komplex ist.“ Natürlich ist der Teufel gefährlich, aber er muss auch menschlich sein, sympathisch, verführerisch. Außerdem mag er die Musik von Tom Waits, die diesmal „nicht nur hart und dreckig, sondern sehr poetisch“ klingt – und durchaus ihre Tücken hat.


    DIE THEATERVERMITTLUNG

    In der vergangenen Spielzeit war die Theatervermittlung stark beim Jungen Futurologischen Kongress zum Thema Bildung eingespannt. Und auch sonst ist das Team, das aus zwei Vollzeitkräften, zwei Teilzeitkräften und einer FSJlerin besteht, viel in Schulen unterwegs – für Vor- und Nachgespräche. Angeboten werden Führungen und Workshops, Patenklassen-Projekte, Schulpartnerschaften, Leseprojekte. Dass die Theatervermittlung nicht nur für Kinder und Jugendliche da ist, sondern auch für interessierte Erwachsene, mag manchem vielleicht neu sein. Die perfekte Ansprechpartnerin ist Bernadette Wildegger, die seit der Spielzeit 2018/19 am Haus ist. Sie ist für die Theatervermittlung in Sachen Abendspielplan verantwortlich, führt gerne durchs Haus und gibt Einblicke in die verschiedenen Prozesse einer Inszenierung. Und dann gibt es noch das (kostenlose) Mitmachangebot für alle Altersstufen: vom Kinderclub (7 bis 10 Jahre) über den Seniorenclub (ab 60 Jahre) bis zum Theaterlabor. Neugierig geworden? Anfragen an: bernadette.wildegger@ingolstadt.de.


    DIE SCHNEIDEREI

    Der Gewandmeister ist für die praktische Umsetzung der Entwürfe des Kostümbildners zuständig. Er sorgt für die stilgerechte, fachmännische, termingerechte und wirtschaftliche Realisierung der vorgegebenen Entwürfe.“ Soweit der Deutsche Bühnenverein. Martina Janzen ist Gewandmeisterin und seit 1996 am Stadttheater. Herrenschneiderin hatte sie einst gelernt. „Das ist sehr begrenzt: Jacke, Hose, Weste. Aber im Theater ist es sehr viel mehr.“ Vor allem mag sie gern tüfteln. So wie für das Untier-Kostüm in dem Märchen „In einem tiefen, dunklen Wald“. Denn das Untier war ein verzauberter Prinz und das üppige Prinzenkostüm musste unter die grüne Untier-Hülle passen. Aus zehn Mitarbeitern besteht die Schneiderei, dazu kommen drei Assistenten und zehn Garderobieren. Etwa 150 neue Kostüme werden pro Saison angefertigt. Das Meiste ist aus dem Fundus oder wird – gerade für moderne Stücke – im Internet bestellt. In dieser Spielzeit freut sich Martina Janzen vor allem auf das Freilicht, auf „In 80 Tagen um die Welt“ und Kostüme aus aller Welt.


    DIE MASKE

    Der letzte Schreckmoment? Als das Sams bei der Probe seine Nase verlor! „Bei dem Stück haben die Schauspieler viel geschwitzt, weil sie ständig auf der Bühne waren und es so viel Action gab – und da hat sich die aufgeklebte Rüsselnase gelöst.“ Seit fünf Jahren ist Julia John Maskenbildnerin am Stadttheater, insgesamt sechs umfasst das Team. Was muss eine gute Maskenbildnerin mitbringen? Sie lacht: Neben dem Handwerkszeug und einer großen Portion Kreativität, sollte man „stressresistent sein, Geduld haben, zuhören können, teamfähig sein“. Gerade bei schnellen Wechseln müssen Umzüge oft zusammen bewältigt werden. Am meisten Arbeit für die Maske gibt es jetzt am Spielzeitstart, weil viele Produktionen hintereinander Premieren haben. Gerade die Vorbereitungen für „Black Rider“ sind intensiv, weil dafür aufwendige Hirschköpfe, Rehböcke, Totenschädel und Glatzenteile angefertigt werden müssen. Nebenbei ist Julia John übrigens noch Zirkuspädagogin und leitet einen wöchentlichen Kinderworkshop im Kap94.


    DIE ABONNENTIN

    In einer eigenen Theaterkiste sammelt Michaela Unterforsthuber ihre Programmhefte. Schon in der Schulzeit am Scheiner-Gymnasium wurde das Interesse für die Bühne geweckt, auch durch die Theater-AG. Nach vielen unregelmäßigen Theaterbesuchen hat sie sich 2014 für ein Abo entschieden. „Weil man sonst schwer einen Termin findet. Und wenn man dann Zeit hat, gibt es manchmal keine Karten mehr“, begründet sie ihren Entschluss. Das Junge-Montags-Abo beinhaltet nicht nur acht Vorstellungen im Großen Haus und das Freilicht, sondern auch kleinere Produktionen, und trifft damit genau den Geschmack von Michaela Unterforsthuber. „Ich mag’s querbeet – vom ,Weißen Rössl‘ bis zu ,Skin Deep Song‘“. Auch den Futurologischen Kongress zum Thema Bildung fand sie spannend. Und als Erzieherin war sie mit ihren Kindergartenkindern sogar Patengruppe bei „Man wird doch wohl mal wütend werden dürfen“. Das Abo hat auch einen sozialen Aspekt: „Man trifft sich mit Freunden zu festen Terminen und hat hinterher noch Zeit zum Ratschen.“


    Quelle: https://www.donaukurier.de/nac…orhang-auf;art598,4329672

    DER SPIELPLAN

    Abendspielplan:

    The Black Rider. The Casting of the Magic Bullets Musik und Gesangtexte von Tom Waits, Regie: Brian Bell, 28. September, Großes Haus

    Lenya Story von Torsten Fischer und Herbert Schäfer (Text), Kurt Weill (Musik), Regie: Tobias Hofmann, 3. Oktober, Studio

    In a Land called Honalee Regie: Niko Eleftheriadis 10. Oktober, Kleines Haus von William Shakespeare,

    Regie: Mareike Mikat, 18. Oktober, Großes Haus

    Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends von Peter Licht Regie: Lisa-Maria Schacher 19. Oktober, Downtown, Donaustr. 11

    Big Guns von Nina Segal, Regie: Mareike Mikat, 15. November, Kleines Haus

    Furor von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, Regie: Simon Dworaczek, 29. November, Studio

    Der kleine Horrorladen von Alan Menken, Regie: Philipp Moschitz, 6. Dezember, Kleines Haus

    Der Revisor von Nikolaj Gogol, Regie: Sebastian Kreyer, 7. Dezember, Großes Haus

    Welt am Draht nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder, Regie: Donald Berkenhoff, 1. Februar 2020, Großes Haus

    Einige Nachrichten an das All von Wolfram Lotz, Regie: Maaike von Langen, 6. Februar 2020, Kleines Haus

    Hunger und Gier (UA) nach Motiven von Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Musik: Walter Lochmann, Text und Regie: Knut Weber 21. Februar 2020, Großes Haus

    Drei Schwestern von Anton Tschechow, Regie: Christoph Mehler, 27. März 2020, Großes Haus

    Tyll nach Daniel Kehlmann, Regie: Alexander Nerlich, 28. März 2020, Kleines Haus

    Vor Sonnenaufgang von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann, Regie: Jochen Schölch, 24. April 2020, Großes Haus

    Bin nebenan von Ingrid Lausund, Regie: Niko Eleftheriadis, Studio, (in Planung)

    Zukunft Demokratie (Arbeitstitel) von Svenja Bungarten

    Zeichen und Wunden der Therese von Konnersreuth. Vision einer Vision (Arbeitstitel) von Werner Fritsch, Regie: Judith Werner, 8. Mai, Downtown

    In achtzig Tagen um die Welt nach Jules Verne, Regie: Tobias Hofmann, 19. Juni 2020, Turm Baur


    Junges Theater:

    Rose und Regen, Schwert und Wunde nach William Shakespeare, Regie: Julia Mayr, 5. Oktober, Werkstatt

    Ein Zwei-in-Einem-Theaternachmit- tag für die ganze Familie Regie: Charlotte Labenz 3. November, Werkstatt

    Der Räuber Hotzenplotz von Otfried Preußler, Regie: Tobias Hofmann, 16. November, Großes Haus

    Rosablau. Die Welt in zwei, Projektentwicklung, Regie: Christina Schelhas, 15. Dezember, Werkstatt

    So groß – so klein, Projektentwicklung von Kathrin Lehmann,

    29. Februar 2020, Großes Haus, Foyer

    Die Zertrennlichen von Fabrice Melquiot, Regie: Jule Kracht, 1. März, Werkstatt

    Moby Dick nach Herman Melville, Regie: Markolf Naujoks, 24. April 2020, Kulturzentrum neun


    DIE KASSE

    Wer ins Theater geht, begegnet vermutlich zuerst Brigitte Sigmund. Denn sie verkauft die Karten. Seit 2001 ist sie am Haus, seit etwa zehn Jahren leitet sie das fünfköpfige Team der Theaterkasse. Und sucht für jeden Zuschauer ein passgenaues Abo. Nur samstags Zeit? Nur Schauspiel? Oder doch lieber das Gesamtpaket? Brigitte Sigmund und ihre Kollegen wissen, welches Abo sich für wen eignet. Denn natürlich schauen sie sich alle Stücke selbst an. 5500 Abonnenten hat das Stadttheater Ingolstadt. Die hektische Zeit ist übrigens nicht am Beginn, sondern am Ende der Saison. Wenn der neue Spielplan steht, laufen im Juni, Juli die Vorbereitungen für das nächste Abo-Jahr auf Hochtouren. Spaß macht Brigitte Sigmund vor allem die Vielfalt ihrer Tätigkeiten – und der Kontakt mit den Zuschauern. Zumindest, wenn alles funktioniert. Vor zwei Jahren ging einmal der Eiserne Vorhang nicht hoch. „Der Zuschauerraum war voll, aber wir konnten nicht spielen.“ Die Vorstellung von „Geächtet“ musste abgesagt – und alles neu koordiniert werden.


    DAS THEATER

    Das Stadttheater Ingolstadt wurde im Januar 1966 mit Mozarts „Hochzeit des Figaro“ eröffnet. Der polygonale Sichtbetonbau von Hardt-Waltherr Hämer, dessen Formensprache sowohl die mittelalterliche Stadtstruktur als auch die klassizistische Festungsarchitektur aufnimmt, wurde im Volksmund als „Öloper“ verspottet, in der Fachwelt aber als "großer Wurf" gehandelt und 1967 mit dem ersten BDA-Preis Bayern ausgezeichnet. Es ist das größte reine Schauspielhaus in Bayern mit mehr als 600 Vorstellungen pro Saison. Seit 2011 leitet Knut Weber als Intendant die Geschicke des Theaters, das über vier Spielstätten verfügt: Neben dem Großen Haus wird im Kleinen Haus am Brückenkopf, im Studio im Herzogskasten und in der Werkstattbühne, wo das Junge Theater seine Heimat gefunden hat, gespielt. Traditionell wird die Spielzeit mit einem Freilichtstück im Turm Baur beschlossen. Das Haus verfügt über einen Etat von etwa 15 Millionen Euro und verzeichnete in der vergangenen Saison mehr als 140 000 Besucher .

    Mareike Mikat ist die neue Oberspielleiterin am Stadttheater Ingolstadt und wird sich dem Publikum am 18. Oktober mit ihrer Shakespeare-Inszenierung „Romeo und Julia“ vorstellen. Sie steht für leidenschaftliches und politisches Theater.



    Frau Mikat, was macht eine Oberspielleiterin? Inwiefern werden Sie das Theater prägen?

    Mareike Mikat: Defacto hatte Donald Berkenhoff dieses Amt inne und auch sehr gut ausgefüllt. Man beschäftigt sich viel damit, wie man das Ensemble weiterentwickeln kann, was Schauspieler zu spielen bekommen und wie man sie fördern kann. Natürlich geht es auch um Spielplanentscheidungen. Den aktuellen Spielplan habe ich noch nicht mitverantwortet, weil wir uns erst später gefunden haben. Aber ich werde bei zwei Stücken Regie führen. Vielleicht sind es auch drei. Wir denken gerade über eine weitere Uraufführung im Frühjahr nach. Bei all dem gilt: Ich bin nur ein Teil des Leitungsteams, ein weiteres Rad im großen Uhrwerk Theater.


    Sie sind in Ostdeutschland geboren, weiblich, jung – also wenn man so will, der Gegenpol zu Intendant Knut Weber. Haben Sie unterschiedliche Sichten auf Theater?

    Mikat: Ich denke eher, dass wir uns in vielem sehr einig sind – etwa was Schauspieler anbelangt. Wir haben zusammen die Vorsprechen betreut, um das Ensemble zu verjüngen, und haben ganz tolle junge Schauspieler engagiert, die Sie schon in „Black Rider“ und „Romeo und Julia“ kennenlernen werden. Ich finde, Knut Weber hat mit dem Stadttheater Ingolstadt ein richtiges Schmuckkästchen geschaffen, das hat mich gleich fasziniert. Was das Alter betrifft: Ich bin 40 Jahre alt und beruflich schon einige Zeit unterwegs, habe in Leipzig eine feste Spielstätte geleitet und war dann zehn Jahre als freie Regisseurin tätig. Durch meine familiäre Situation – mein Sohn ist viereinhalb – passte es gerade, sich wieder mal fest und vor allem längerfristig an ein Haus zu binden. Da kann ich einfach mit einer anderen Perspektive arbeiten und Ideen reifen lassen. Ich glaube, Knut Weber hat jemanden gesucht, der frischen Wind ins Haus bringt ohne es total durcheinanderzuwirbeln.


    Für welches Theater stehen Sie?

    Mikat: Für ein sehr leidenschaftliches Theater. Ich mag Theater, dass mich so ergreift, dass ich mich kaum auf dem Sitz halten kann. Ich mag Theater für den Kopf und fürs Herz. Das Tollste am Theater ist doch, dass man Leidenschaften bewegen kann. Und zwar in jeder Hinsicht. Man kann empört, erschrocken, verzückt und verliebt sein.


    Was muss Theater heute leisten?

    Mikat: Es muss einerseits unterhalten, andereseits sollte es uns Impulse geben, über unsere Gesellschaft und unser Miteinander nachzudenken. Theater ist die Möglichkeit zur Befähigung zur Handlung durch eine Art von beispielhaftem Vorführen. Man darf nur nicht den Fehler machen, mit anderen Medien konkurrieren zu wollen. Wir sollten uns eher auf das zurückbesinnen, was Theater ausmacht, nämlich das unmittelbare Spiel von Menschen für Menschen in einem Raum. Wenn wir darin ehrlich und authentisch bleiben, hat Theater eine eigene Qualität, die sich gar nicht messen muss. Wenn wir versuchen, Rammstein zu sein, stoßen wir schnell an Grenzen. Das können wir technisch nicht leisten.


    Muss Theater politisch sein?

    Mikat: Viele Stoffe sind politisch. Die Konflikte, die Politik hervorruft, und das ist ja auch eine Form unseres gesellschaftlichen Miteinanders, sind auch Konflikte fürs Theaters. Das lässt sich gar nicht so genau trennen. Auch in Komödien steckt oft ein politischer Konflikt, der oft nur auf eine andere Art zubereitet ist. Wir haben auf jeden Fall als Theater die Aufgabe, uns mit gegenwärtigen Themen auseinanderzusetzen und auch mal eine andere Perspektive einzunehmen.


    Welche Autoren interessieren Sie?

    Mikat: Ich bin ein großer Fan russischer Autoren – das hat natürlich mit meiner Herkunft zu tun. Meine besten Inszenierung waren solche von russischen Autoren. Viktor Pelewin beispielsweise. Er ist der meistgelesene Autor Russlands und hat vor allem bei jungen Lesern längst Kultstatus. Ich hoffe, dass ich ihn auch den Ingolstädtern näher bringen kann.


    Sie stellen sich als Regisseurin mit „Romeo und Julia“ vor.

    Mikat: Ich durfte mir die Besetzung selbst aussuchen und habe als Romeo und Julia Peter Rahmani und Karolina Nägele engagiert. Karolina hat ein großes Spektrum zwischen einer Zartheit und einer Kraft. Das habe ich mir für Julia gewünscht: Eine Figur, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht und selbst über ihr Leben bestimmen will, aber gleichzeitig sensibel genug ist, sich in Romantik zu verlieren. Peter ist vielleicht kein klassischer Romeo. Aber ich wollte für diese Rolle jemanden, der ein Geheimnis hat – und das hat er auf jeden Fall. Den kann man nicht mit einer Begegnung entschlüsseln.


    Was interessiert Sie an Shakespeare und wo wird das Stück bei Ihnen spielen?

    Mikat: Ich bin ein ganz großer Shakespeare-Fan. Das ganze Drama bei Shakespeare kommt aus dem menschlichen Drama. Ich habe lange überlegt, wo das Stück bei mir spielen soll. Für die Konstellation mit den beiden verfeindeten Familien braucht man ja ein abgeschlossenes Biotop. Ich habe mich für einen Rummelplatz und das Schaustellermilieu entschieden. Zum einen, weil das Stück ja auch ein bisschen derb und zotig ist, zum anderen bin ich bei meinen Recherchen auf ganz tolle Storys von verfeindeten Schaustellerfamilien gestoßen. Da ging es um Konkurrenzgeschäfte, Messerstechereien und ähnliches. Das ist auch ein Milieu, wo sich bestimmte Traditionen halten. Und es geht um die Atmosphäre: Was wird auf dem Rummel verkauft? Glück, Liebe, Rausch. Das ist alles sehr shakespearesk.


    Ihr Mann Andrej Kaminsky ist als Schauspieler am Theater Augsburg engagiert. Es geht also privat auch viel um Theater. Braucht man da vielleicht einen Ausgleich?

    Mikat: Klar interessiert man sich für den Arbeitsalltag des anderen. Aber in erster Linie bestimmt unser Sohn unser Leben. Aber ich koche leidenschaftlich gern vegetarisch – auch ausgefallene Sachen, backe gern Kuchen, koche Marmelade ein. Essen zubereiten kann einen wahnsinnig glücklich machen.


    Wie erkunden Sie die Stadt?

    Mikat: Ich habe mir extra für Ingolstadt ein altes gebrauchtes Klapprad gekauft, das ich im Zug von Augsburg nach Ingolstadt transportieren kann. Das habe ich Ingemar getauft und mit ihm erkunde ich stückweise die Stadt und die Donau.


    Worauf freuen Sie sich am meisten in dieser Spielzeit?

    Mikat: Wie bei einer guten Reise weiß man das Highlight erst, wenn man sie gemacht hat.