Posts by Stahlelefant

    Neuerscheinung, auf ebay gesehen. Hier der Weblink zum Boyens Buchverlag:

    http://www.boyens-buchverlag.d…verne-auf-eider-und-kanal


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    Im Juni 1881 durchquerte der weltberühmte französische Schriftsteller Jules Verne auf dem Weg nach Kopenhagen auch Schleswig-Holstein. Mit seiner Dampfyacht „Saint Michel III“ befuhr Verne die Eider von Tönning vorbei an Friedrichstadt bis nach Rendsburg und ließ sich bis Kiel durch den alten Schleswig-Holsteinischen Kanal schleusen. Paul Verne schildert in seiner Reportage eine unbeschwerte Lustreise durch eine idyllische Parklandschaft und nimmt doch aufmerksam wahr, wie Kiel zum kaiserlichen Flottenstützpunkt ausgebaut wird. Auch der Plan zum Bau eines neuen Nord-Ostsee-Kanals ist der französischen Reisegesellschaft bekannt. In einem Essay schildert Frank Trende die Hintergründe der Reise und stellt ihre literarischen Folgewirkungen vor. Deutschlands führender Jules-Verne-Experte Volker Dehs steuert ein Vorwort bei. Abbildungen und Karten aus dem alten Schleswig-Holstein runden das stimmungsvolle Bild von Landschaft, Kultur und Kanal ab.

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    Obwohl Monturiol 1845 sein Studium der Rechtswissenschaften in Barcelona erfolgreich beendete, arbeitete er niemals als Jurist. Durch seine Freundschaft mit Abdó Terrades kam er der Republikanischen Partei Spaniens näher und schloß sich dieser an. Darüber hinaus sympathisierte er auch mit den utopischen sozialistischen Ideen des Franzosen Étienne Cabet. Daher unterstütze er die katalanische Unabhängigkeitsbewegung, was ihn schließlich ins Exil nach Frankreich zwang.


    Nach seiner Rückkehr absolvierte er eine Ausbildung als Schriftsetzer und veröffentliche die Schriften „La madre de familia“ (Die Mutter der Familie, ab 1846) und „La Fraternidad“ (Die Brüderschaft, 1847–1848), welche die erste kommunistische Zeitung Spaniens wurde. Bei seinem Aufenthalt in Cadaqués konnte er die Taucher bei ihrer gefährlichen Arbeit der Korallenernte beobachten und wurde so auch Zeuge eines tödlichen Unfalls, als ein Taucher dabei ertrank. Dieses Erlebnis veranlaßte ihn dazu, über die Möglichkeiten einer ungefährlicheren Korallenernte durch Unterwasserfahrzeuge nachzudenken.

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    Im September 1857 kehrte Narcis de Monturiol nach Barcelona zurück und organisierte dort die Gründung der ersten spanischen Handelsgesellschaft zur Erforschung von Unterseebooten. Sie trug den Namen „Monturiol, Font, Altadill y Cia“. und verfügte über ein Gründungskapital von 10.000 Peseten.


    Im Jahr 1858 schließlich stellte er sein Projekt in der wissenschaftlichen Abhandlung Ictineo vor. Die erste Tauchfahrt des Prototyps Ictineo I fand im September 1859 im Hafen von Barcelona statt.


    "Copy and paste" aus Wikipedia ( https://de.wikipedia.org/wiki/Narc%C3%ADs_Monturiol ), wobei man vergessen hat, den Artikel über das Boot anzuklicken:

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    Am 14. Dezember 1867 testete man diesen Antrieb. Es stellte sich heraus, dass die erzeugte Dampfmenge nicht ausreichte, das U-Boot anzutreiben – es bewegte sich überhaupt nicht weiter. Am 23. Dezember war die La Navegación Submarina bankrott und die Kreditgeber forderten ihr Geld zurück. Monturiol hatte insgesamt 500.000 Peseten, für die man mehrere Fregatten hätte erwerben können, ausgegeben. Der Hauptkreditgeber bekam die Ictíneo II zugesprochen. Da der Staat wie für jedes Schiff Steuern erhob, verkaufte man es schnell zur Verschrottung. Die Dampfmaschine wurde in einer Textilfabrik weiter verwendet. Narcís Monturiol, der den Geschehnissen nur tatenlos zuschauen konnte, war am Boden zerstört.[2]

    In einem pseudowissenschaftlichen Werk wird behauptet, die Ictíneo II wäre von den Korallentauchern aus Cadaques bis 1937 und somit 73 Jahre lang verwendet worden.[3] Diese Angabe wurde sogar von anderen Autoren ungeprüft übernommen.[4]

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ict%C3%ADneo_II

    Morgen die nächste Folge mit einem Bericht zu Jules Verne:

    Stadt Land Kunst

    Frankreich, 2020

    MI 25.3., 13:00 Uhr, arte

    Übersicht (1): Pazin, das abenteuerliche Kroatien von Jules Verne (2): Ruanda, Tanzen wie die Ahnen (3): Berlin, Geständnisse im Freudenhaus

    Online verfügbar von 18/03 bis 24/05 [also schon jetzt verfügbar]

    Wh. morgen 8:45 Uhr

    https://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/1198206335

    BTW: Aber die Softwareempfehlung für den MEDIATHEKVIEW war ein guter Tipp!

    Ja, das war wirklich ein guter Tipp, danke Poldi!

    Ich werde mal in der NAUTILUS, der Clubzeitschrift des deutschsprachigen JV-Clubs, die Sache ansprechen.

    Ja, gute Idee :thumbup::thumbup: Dabei aber möglichst positiv und diplomatisch formulieren, schlage ich vor 8):) Also am besten nicht schreiben:

    Die Inaktivität der Besucher stört mich auch ein bisschen.

    sondern die Vorteile des Forums hervorheben. Wenn man sich über die Inaktivität der Nutzer beschwert, fühlt sich das für die Nutzer/Leser gleich negativ an.

    Ich sehe es ähnlich. Der Vergleich ist etwas weit hergeholt, aber der Artikel ist recht unterhaltsam zu lesen.


    Die Stelle mit dem Semaphor auf Ceuta ist nicht richtig wiedergegeben, soweit ich das sehen kann:

    »Herr Kapitän!

    – Nun, Ben-Zouf?

    – Da ist unbedingt Jemand auf Ceuta, der gegen uns Bewegungen mit den Armen macht. Er scheint die Arme auszustrecken, wie ein Mensch, der aus langem Schlafe erwacht.

    – Mordio! rief Kapitän Servadac, sollten wir zu spät kommen?«

    Beide drangen weiter vor, bis Ben-Zouf ausrief:

    »Ah, Herr Kapitän, es ist nur ein Telegraph!«

    Es war in der That ein Telegraph, ähnlich jenen Semaphoren der Seeküsten (Zeichentelegraphen zur Communication mit Schiffen auf offener See), der auf dem Felsen von Ceuta functionirte.

    »Mordio! wiederholte Kapitän Servadac, wenn sich dort aber ein Telegraph befindet, so muß ihn wohl Einer errichtet haben.

    – Wenigstens, bemerkte Ben-Zouf, wenn auf der Gallia die Telegraphen nicht etwa wie Bäume wachsen.

    – Und wenn er gesticulirt, so muß ihn Jemand in Bewegung setzen.

    – Wahrhaftig!«

    http://www.zeno.org/Literatur/…welt/2.+Theil/16.+Capitel


    Also wachsen die Telegraphen da gar nicht wie Bäume. Oder ist noch an einer anderen Stelle im Roman von Telegraphen in Marokko die Rede???


    :ff:

    In einem der ersten Kapitel

    Moin Ilia, schreib doch gleich dazu, in welchem Kapitel, dann muss man nicht erst suchen :)


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    I. − Tigre, subst. masc. A. − ZOOLOGIE 1. Vx. Félin à robe tachetée (léopard, panthère, jaguar, etc.) ou rayée (tigre). Le tigre d'Amérique, le jaguar, lorsqu'il est trop vivement pressé par les chasseurs, se réfugie sur les arbres! (Verne, Enf. cap. Grant, t. 1, 1868, p. 233).

    https://www.cnrtl.fr/definition/tigre

    Maschu1 hat recht. Zu beachten ist aber die Angabe "Vx." = vieux. Der Ausdruck ist (zumindest im Französischen) veraltet.

    Vermutlich dürfte mit Tiger hier der Jaguar gemeint sein, der auch mit Namen wie Tiger oder amerikanischer Tiger bezeichnet wird.

    Stahlelefant, du hast Recht, was den ersten Prozess angeht, sorry, da hatte mich meine Erinnerung getäuscht.

    Nantes (ebenso wie Amiens) hält nichts böswillig zurück, alles steht der Forschung offen, und kann auch veröffentlicht werden, wenn sich die Herausgeber an die Regeln halten, d. h. die Quellen angeben und zuvor eine Genehmigung einholen, was bei kommerzieller Verwertung natürlich mit einer finanziellen Beteiligung der Besitzer verbunden ist. Ich habe in den vergangenen Jahren nur gute Erfahrungen mit beiden Institutionen gemacht und keinerlei Behinderung erfahren.


    Die Situation etwa bei der Familienkorrespondenz war komplizierter, weil sich Dumas bei seiner Veröffentlichung zum Teil auf alte Abschriften, bei den Romanen auf im kleinen Kreise zirkulierende Fotokopien bezogen hatte. Möglicherweise, aber das ist nur eine Spekulation, hatte es in Nantes Pläne zur Veröffentlichung (und kommerziellen Vermarktung) der unveröffentlichten Manuskripte gegeben, und Dumas ist dem zuvorgekommen, woraufhin es jahrelang zu Spannungen zwischen der Société Jules Verne und der Stadt Nantes gekommen ist. Die sind inzwischen glücklicherweise ausgeräumt. Das zeigt jedenfalls die Zweischneidigkeit der Aktion. Nantes und auch Amiens haben noch eine recht große Anzahl unveröffentlichter Briefe Jules Vernes, auch an die Familie. Es sind zwei oder drei Projekte unterwegs, diese zu veröffentlichen, darunter die 300 Briefe Jules Vernes an seinen Sohn Michel, die ich zusammen mit Piero Gondolo della Riva betreue. All das braucht allerdings seine Zeit, weil die Transkription der Handschriften nicht immer einfach ist und die Lektüre der Briefe nur dann sinnvoll ist, wenn bestimmte Zusammenhänge erklärt werden.

    Gut zu wissen, danke für die Info! :)

    Danke sehr! :)


    Ich habe mal nachgeschaut:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Publication_right#France :

    Hier findet man einen Link zum Urteil des Revisionsgerichts:

    https://web.archive.org/web/20…ublie-au-bulletin/C48090/


    Es scheint, dass Dumas in erster Instanz gewonnen hatte. (Oder habe ich welche von diesen juristischen Fachbegriffen missverstanden?)


    Interessant wäre vor allem die Frage, ob die Bibliothek von Nantes noch etwas unter Verschluss hält oder ob alles (oder zumindest alles Wesentliche) zugänglich ist. Wie sieht es z. B. mit der erwähnten Familienkorrespondenz aus?

    Ja gut, es mag randsekundär sein, aber das Thema Verne-Rezeption ist nicht gänzlich uninteressant, behaupte ich :) 8) Also, immer her mit den Fundstücken.


    "Sonnenallee" fand ich nicht besonders gut, das ist wohl eher was für Leute, die in der Zeit in Ostberlin aufgewachsen sind, da gibt es dann den "Nostalgiefaktor".


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    Abgegriffene Gags, die oft auf Schadenfreude basieren, sowie vorrangig auf oberflächliche Wiedererkennungseffekte hin angelegte Anekdoten machen ihn zum unzusammenhängenden Nummernprogramm.

    Lexikon des internationalen Films https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenallee_(Film)#Kritiken


    (Ich hab nur den Film gesehen, vielleicht ist das Buch ja besser?)