Posts by Andreas

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    Auch versucht man manchmal etwas zu zwanghaft, den Plot zu politisieren und verbannt die eigentlich wichtigsten und schönsten Reiseetappen aus der Staffel. So bleibt insgesamt ein zwiespältiger Eindruck. Auf der einen Seite ist da große Freude über die Wiederbelebung eines altehrwürdigen Genres, auf der anderen die Trauer über den zeitweisen Verlust des Sense of Wonder.

    Diesen zwei Sätzen kann ich nur zustimmen. Es war zwar unterhaltsam, aber ein fader Beigeschmack bleibt ... zumal die Grundfabel stark verbogen wurde.

    ... stimmt. Da ist es nur natürlich, dass das oben verwendete Bild auch gleich mehrere Fehler enthält.


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    Impressionen zu und mit Jules Verne:

    Jules Verne ist zu sehen in einem Raum mit Aquarium und Globus, passend zu seinem Roman "Zwanzigtausend Meilen unter Meer". (Foto: Wallhere)

    1. Es ist nicht Jules Verne, auch nicht symbolisch, es soll der Erfinder Professor Roch sein

    2. Es geht nicht um den Roman "Zwanzigtausend Meilen ..." sondern "Erfindung des Verderbens"

    3. Es ist ein FIlmzitat aus der tschechischen Verfilmung von Karel Zeman

    4. ... und wer oder was WALLHERE als Author ist oder sein soll, die Rechte des Bildes liegen beim Filmové Studio Gottwaldov / Ceskoslovenský Státní Film


    Wie Volker schon sagte: SCHLAMPIG !!!!

    Am 28. März 1905 wurde der am 24. März verstorbene Jules Verne auf dem Friedhof "Cimetière de La Madeleine Amiens" beigesetzt. Ein paar Jahre später im Jahre 1907 schuf der Bildhauer Albert Roze die markante Skulptur des Grabes mit dem Ensemble der Grabstätte. Offenbar hatte er sich aber aber dem Pariser Friedhof "Père-Lachaise" seine Anregung geholt. Denn auch dort gab es eine solche markante Figur:


    Eine ähnliche Idee hatte man in Paris bereits 1902 in der Gestaltung des Grabes für den DIchter Georges Rodenbach (siehe Postkarte rechts).

    Wer sich zu diesem Phänomen, zum Friedhof Madeleine und zu Vernes Grabstätte umfangreicher belesen möchte, dem empfehle ich meine neue Seite: Jules Vernes letzte Ruhestätte: Cimetière de La Madeleine in Amiens


    Die Zeitschrift des Japanischen Jules Verne Clubs: Société Japonaise Des Etudes Verniennes vom März 2009. Der Inhalt ist gut illustriert und scheint auch interessant zu sein - aber logischer Weise ist er komplett auf Japanisch ...

    :bahnhof:

    Es ist bestimmt nicht einfach einem Stoff der so oft verfilmt wurde, neue Facetten abzuringen. Gleich vorab: Das dargestellte Flair des 19. Jahrhundert, die Ausgestaltung und die Anlage der Figuren sind passfähig. Neben den bekannten Hauptakteuren finden sich auch Gestaltungselemente, Schiffe und Orte wieder, die im Roman ihren Ursprung haben. Das Ganze wurde gut durchgemischt, neue Handlungsstränge wurden eingewoben und mit Kalkül wurden aktuelle Themen im Stoff verarbeitet. Vielleicht kommt durch die französische Migrationspolitik auch unser Freund Passepartout anders daher, als es Genrationen von Lesern gewohnt sind. Apropos „gewohnt“: Es ist die erste Filmvariante die ich sah, in der es auch keine Prinzessin Auda zu retten gab.


    Ich habe die Teile der ersten Staffel innerhalb weniger Tage gesehen und dabei hatte ich Probleme, den ständigen Zeitdruck dieses Wettrennens immer logisch nachzuvollziehen. An mehreren Orten (z.B. in Indien und auf der gestrandeten Insel) sind mehrere Tage an Ort und Stelle vergangen, die unter der Maßgabe der zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel nie wieder aufzuholen gewesen wären.


    Schwierigkeiten hatte ich mit dem Drehbuch, welches sich ständig in Dialogen mit Themen des menschlichen Zusammenlebens verlor. Das Script war mir einfach zu Psychologie-lastig. Das dann Fogg als Sieger des Rennens auch noch die 20.000 Pfund Wetteinsatz an seinen Wettrivalen, dem Schurken Bellamy verschenkte, halte ich schlichtweg für unlogisch. Zum Einläuten der zweiten Staffel hat man dann in der Schlussphase dem Zuschauer noch eine Orientierung mit auf den Weg gegeben: Das Dreiergespann Fogg, Passepartout und die Journalistin Fix begeben sich auf die Suche des Ungeheuers, welches die Weltmeere unsicher machen soll. Mal sehen was die Neubelebung der NAUTILUS-Legende so für Überraschungen bringen wird.


    Alles in allem fühlte ich mich gut unterhalten und der Spannungsbogen konnte bis zum letzten Teil aufrechterhalten werden. Wer jetzt aber denkt, dass er seinen Kindern damit ein vorweihnachtliches Filmprogramm anbieten kann, der sollte darauf achten, dass die Kinder mindestens 12 Jahre alt sein sollten. Denn Messerstechereien, standrechtliche Erschießungen, blutige Revolten und tödlich endende Auseinandersetzungen sind nicht unbedingt das was man erwartet, wenn „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ auf dem Programm steht.

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    ... die Filmlegenden der 50er werden immer im Gedächtnis bleiben. In der REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE bietet Alene Dahl in ihrer Rolle unserem Lidenbrook Paroli. Nicht selbstverständlich im damaligen Rollenbild der Frau.

    Und wenn man in einem wirklich salomonischen Alter die Lebens-Bühne endgültig verlässt, dann bleiben die bewegten Bilder auch noch für die nächsten Generationen.

    Hier habe ich mal eine Detailaufnahme aus einer Plastik, in der der Herr Roze unseren Meister sehr "energisch" dargestellt hat:

    Na so ähnlich könnte es gewesen sein. Eben eine Anregung für einen Namen. Als ich vor Jahren am Leuchturm von Kap Antifer verbeikam, hatte ich vorher schon gelesen, dass er/es Pate gestanden hat für die gleichnamige Romanfigur. Als kein eigentlicher Bezug, aber als Ideengeber.


    Danke Volker!


    BTW: Es ist immer gut, wenn man mit offenen Augen durch die Gegend geht. :):

    Wer den Roman "Der Herr der Welt" von Verne gelesen hat, der kennt auch Inspektor Strock. Den Namen im Unterbewusstsein gespeichert, fiel mir vor ein paar Monaten bei einem Spaziergang in Amiens eine gleichlautende Gasse im historischen Viertel der alten Schifferhäuser auf. Dazu die folgenden Bilder:


    Jetzt meine Fragen: Ist das eine zufällige Namensgleichheit? Gibt es im Französischen eine Bedeutung für den Namen? Alt genug ist die Gasse - zu JV-Zeiten könnte sie schon existiert haben. Könnte sie eine Anregung zur Namensgebung gewesen sein?

    Vielleicht sind wir Vernianer auch nur etwas zu sehr auf eine Richtung geprägt. Stutzig machte es mich schon ...


    :gruebel:

    Was tun bei Regen?

    Lesen hilft die Zeit zu überbrücken. Und manchmal lohnt ja auch das warten:


    Aufgenommen nach einem Regen an der Kanalküste bei Dieppe, Sept. 2021

    ;);

    Bestimmt ein tolles Erlebnis. Ich habe schon mehfach Stummfilme mit Live-Musik gesehen. Jedes mal wieder ein Aha-Effekt. Leider war noch nie etwas von Jules Verne dabei. Aber man kann nicht in allen Regionen gleichzeitig sein, um das kulturelle Angebot zu genießen. Auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis. Wer es ermöglichen kann, der sollte die Veranstaltung besuchen.