WM 2014

  • Nach der EM ist vor der WM


    Europa kämpft um 13 Tickets für Brasilien 2014
    Die EURO 2012 ist endgültig Geschichte, der Fokus richtet sich auf die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien. Am Freitag fällt in Europa der Startschuss, der erste Anpfiff ertönt in Russland. Während die Färöer für das DFB-Team keine allzu hohe Hürde sein sollten, steht den Niederlanden mit der Türkei gleich ein echter Härtetest ins Haus. Mit Dänemark und Tschechien messen sich zwei EM-Teilnehmer.


    13 Tickets für die Weltmeisterschaft am Zuckerhut werden in Europa vergeben. Die neun Gruppensieger sind direkt qualifiziert, vier weitere Plätze werden in Play-offs ausgespielt. Wer misst sich in den einzelnen Gruppen? kicker online liefert Ihnen einen Überblick...


    Gruppe A: Heiße Duelle und begehrte Talente
    Kroatien, Serbien, Mazedonien - an brisanten Duellen wird es der spannend besetzten Gruppe A nicht mangeln. Zumal auch noch Wales und Schottland aufeinandertreffen. Hinzu kommt das aufstrebende Team aus Belgien, dessen junge Talente in ganz Europa heiß begehrt sind.


    Bei Kroatien feiert der neue Nationaltrainer Igor Stimac beim Heimspiel gegen Mazedonien sein Debüt. Der Bilic-Nachfolger berief mit Mandzukic, Ilicevic, Perisic und Olic vier Bundesliga-Profis. Gerade der Neu-Wolfsburger brennt nach der verpassten EM auf seinen Einsatz. Serbien beginnt am Samstag in Schottland sein Unterfangen, das bittere Aus in der EM-Quali vergessen zu machen, als man hinter Estland landete.
    Einen Aufwärtstrend gab es in der EM-Quali bei Wales zu verzeichnen. Dann jedoch schockte der tragische Tod von Nationaltrainer Gary Speed im November 2011 eine ganze Nation. Chris Coleman tritt das schwierige Erbe als Nachfolger an, kann dabei aber auf Top-Talente wie Bale (Tottenham), Allen (Liverpool) oder Ramsey (Arsenal) bauen. Über einen spannenden Kader verfügt auch Auftaktgegner Belgien: Hazard, Witsel, Dembelé, Lukaku, Vertonghen - belgische Nationalspieler waren auf dem Transfermarkt diesen Sommer in aller Munde. Hinzu kommen Akteure wie Kompany, Vermaelen oder Fellaini, die in ihren Premier-League-Klubs seit langem zu den Leistungsträger gehören. Reicht es für die erste Qualifikation für ein großes Turnier seit 2002?



    Gruppe B: Keine leichten Aufgaben für Vize-Europameister Italien
    Vize-Europameister Italien hat keine leichte Gruppe erwischt. Immerhin messen sich die Azzurri mit Dänemark und Tschechien mit zwei weiteren EM-Teilnehmern. Bulgarien, Armenien und Malta sind klar in der Außenseiterrolle.


    Italien startet in Bulgarien ohne den verletzten Montolivo und Balotelli, der sich in Brescia einer Augen-OP unterzogen hat. Cassano wurde von Cesare Prandelli nicht nominiert. Vorne könnten Giovinco (Juve) und Osvaldo (Roma) beginnen, die angeschlagenen de Rossi und Pazzini erhalten wohl eine Pause.


    Richtig ernst wird es gleich zu Beginn für Dänemark und Tschechien - beide Teams stehen sich in Kopenhagen im direkten Duell gegenüber.



    Gruppe C: Deutschland in der Favoritenrolle
    In der Gruppe C liegt die Favoritenrolle klar bei Deutschland. Das DFB-Team muss aber immerhin gegen zwei EM-Teilnehmer ran, wobei Schweden und Irland jeweils in der Vorrunde ausschieden. Hinzu kommt Dauergegner Österreich sowie Kasachstan und die Färöer, auf die die Schützlinge von Joachim Löw am Freitag in Hannover treffen. Man wolle "gleich ein Zeichen setzen und sofort die Führung in der Gruppe übernehmen", sagte der Bundestrainer dem kicker. Die deutsche Nationalmannschaft steht vor ihrem 500. Länderspielsieg seit der Premiere gegen die Schweiz am 5. April 1908.


    Trapattonis Iren starten derweil in Kasachstan, Österreich beginnt den Anlauf Richtung Brasilien erst am Dienstag - gegen Deutschland in Wien. Dann steigt auch Schweden ein (gegen Kasachstan).



    Gruppe D: Schafft van Gaal die WM-Qualifikation diesmal?


    Trotz der schwachen Vorstellungen bei der EURO gehen die Niederlande in der Gruppe D als klarer Favorit ins Rennen. Die Elftal trifft auf die Türkei, Rumänien, Estland und Andorra.


    Zum Pflichtspiel-Start in die zweite Ära des Louis van Gaal wird mit der Türkei gleich der vermeintlich härteste Kontrahent in Amsterdam vorstellig. Dabei nominierte van Gaal Gladbachs Rekordeinkauf de Jong für den verletzten Wolfsburger Dost nach. Während auch Robben und Huntelaar, der im Sturm den Vorzug vor van Persie erhält, dabei sind, fehlen die unlängst in die Bundesliga gewechselten Afellay und van der Vaart im Aufgebot.


    Estland, das sich in der EM-Qualifikation zuletzt überraschend für die Play-offs qualifizierte (und an Irland scheiterte), empfängt zum Auftakt Rumänien, Ungarn reist nach Andorra.



    Gruppe E: Die Schweiz darf vom Zuckerhut träumen
    In der Gruppe E ist kein klarer Favorit kaum auszumachen. Angesichts der Gegner Norwegen, Slowenien, Albanien, Zypern und Island darf sich die Schweiz aber berechtigte Hoffnungen auf den Trip nach Brasilien machen. "Die vom Papier her leichte Gruppe ist genau das Problem. Die Erwartungen in der Schweiz sind sehr groß", meinte der Neu-Schalker Barnetta. Zum Auftakt steht den Schützlingen von Ottmar Hitzfeld in Slowenien gleich ein richtungsweisendes Duell bevor. Barnetta: "Ein guter Start ist enorm wichtig, um nicht von Beginn an hinterherlaufen zu müssen."



    Gruppe F: Capellos Russen oder Cristiano & Co.?
    In der Gruppe F dürften sich Portugal und Russland um den Gruppensieg streiten. Israel, Nordirland, Aserbaidschan und Luxemburg heißen die weiteren Gegner.


    Die Russen machen gegen Nordirland am Freitag den Anfang. Vor seinem Debüt kehrte der neue Nationalcoach Fabio Capello gleich mit eisernem Besen: Arshavin, Pogrebnyak und Pavlyuchenko wurden nicht nominiert. Portugals unglücklicher Superstar Cristiano Ronaldo kann beim Auswärtsspiel in Luxemburg vielleicht ein bisschen Frust abbauen.



    Gruppe G: Bosnien-Herzegowina will es endlich wissen
    Lösbare Aufgaben hat Griechenland zugelost bekommen. Die Slowakei und Bosnien-Herzegowina sind die vermeintlich größten Kontrahenten in der Gruppe G, hinzu kommen Litauen, Lettland, 2004 immerhin EM-Teilnehmer, und Liechtenstein.


    Zum Start geht es für Hellas nach Lettland, die Slowakei gastiert in Litauen und die Bosnier bitten in Liechtenstein zum Aufgalopp. Dzeko & Co. scheiterten zuletzt zweimal in den Play-offs (jeweils an Portugal) und wollen sich nun endlich einmal für ein großes Turnier qualifizieren.


    Gruppe H: England misst sich mit enttäuschten Gastgebern
    Englands Vorstellungen bei der EURO waren einmal mehr enttäuschend. Auf dem Weg nach Brasilien bekommen es die "Three Lions" in der Gruppe mit den beiden Co-Gastgebern Polen und Ukraine zu tun. Zudem geht es erneut gegen Montenegro, das zuletzt die Play-offs schaffte.


    Los geht es für das Team von Roy Hodgson mit einem Gastspiel in Moldawien, das neben San Marino der große Außenseiter in der Gruppe ist. Verzichten müssen die Engländer dabei auf die verletzten Rooney, Carroll und Cole.


    Nach dem Vorrunden-Aus bei der EM im eigenen Land startet Polen in Montenegro neu durch - mit neuem Trainer: Wie sein Vorgänger setzt auch Waldemar Formalik auf das Dortmunder Erfolgstrio Piszczek, Blaszczykowski, Lewandowski. Die Ukraine steigt erst am Dienstag in die Qualifikation ein. Die Post-Shevchenko-Ära beginnt mit einem Gastspiel in Wembley.



    Gruppe I: Zwei Weltmeister streiten um Platz 1
    Die einzige Fünfergruppe hat es in sich: Sie beinhaltet mit Spanien und Frankreich zwei Weltmeister. Weißrussland, Georgien und Finnland sind da sicher nur Staffage.


    Mit Didier Deschamps unternimmt der nächste Trainer einen Anlauf, dem mit zahlreichen Ausnahmekönnern besetzten Frankreich Teamgeist und Disziplin einzutrichtern. Beim Gastspiel in Finnland setzt der frühere Welt- und Europameister auf Bayern-Star Ribery. Für Ben Arfa und M'Vila, die vom französischen Verband wegen Undiszipliniertheiten während der EM verwarnt worden waren, ist im Kader kein Platz. Der nach seiner Journalisten-Beschimpfung gesperrte Nasri ist sowieso erst einmal außen vor.


    Europa-Welt-Europameister Spanien gibt sich erst am Dienstag in Georgien die Ehre. Vor seinem Pflichtspiel-Comeback in der Nationalmannschaft steht Rekord-Torschütze David Villa, der nach rund achtmonatiger Verletzungspause (Schien- und Wadenbeinbruch) wieder nominiert wurde

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    Lobo





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  • Özil sichert schmeichelhaften Sieg in Wien
    Deutschland ist der perfekte Start in die Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien geglückt. Die DFB-Elf gewann in Wien in einem packenden und mitreißenden Spiel gegen Österreich am Ende schmeichelhaft mit 2:1 und hat damit sechs Punkte nach den ersten zwei Spieltagen auf der Habenseite. Das Ergebnis täuscht dabei ein wenig, denn die Alpenrepublik war über weite Strecken die klar bessere Mannschaft und steht nur aufgrund einer miserablen Chancenverwertung am Ende mit leeren Händen da.


    Joachim Löw tauschte im Vergleich zum 3:0 gegen die Färöer zweimal: Kroos ersetzte Götze im Mittelfeld, der wiedergenesene Schmelzer kam für Mertesacker in die Viererkette. Badstuber rückte daher in die Innenverteidigung neben Hummels.


    Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller vertraute im ersten Qualifikationsspiel der Alpenrepublik ausschließlich auf Legionäre - vor allem auf Bundesliga-Profis. Mit Almer (Düsseldorf), Pogatetz (Wolfsburg), Fuchs (Schalke), Baumgartlinger, Ivanschitz (beide FSV Mainz), Prödl, Arnautovic, Junuzovic (alle Bremen) und Harnik (Stuttgart) stellte die höchste deutsche Spielklasse gleich neun Spieler der Hausherren.


    Die Koller-Elf begann furios und baute von Beginn an mit aggressivem Pressing großen Druck auf die deutsche Hintermannschaft auf. Die Hausherren waren giftiger in den Zweikämpfen und schalteten nach Balleroberung blitzartig um. Die DFB-Elf musste in der Anfangsphase gleich mehrere brenzlige Situationen überstehen. Harnik (4., 9., 12.), Ivanschitz (11., 15.) und Junuzovic (17.) sorgten für Furore.


    Die einzige nennenswerte Gelegenheit der deutschen Auswahl hatte es nach zehn Minuten gegeben und war dem Zufall geschuldet: Müller scheiterte nach einem Querschläger im Eins-gegen-eins am stark reagierenden Almer. Nach 19 Minuten war es erneut der Münchner, der den österreichischen Schlussmann zum Eingreifen zwang.


    Die Begegnung war eine äußerst enge Kiste, in der sich die agileren Österreicher eine Führung durchaus verdient gehabt hätten. Weil aber Harnik (30.), Baumgartlinger (35.) und Junuzovic (36.) kein Glück hatten, blieb es zunächst torlos. Auf der anderen Seite fehlte es der deutschen Elf offensiv an Ideen, Genauigkeit und Überraschungsmomenten, sodass Almer im ersten Durchgang kaum geprüft wurde. Doch dann schlug die 44. Minute: Klose behauptete sich im Zweikampf und leitete direkt in die Schnittstelle der Viererkette weiter in den Lauf von Reus, der sich bedankte und aus dem Nichts die schmeichelhafte 1:0-Pausenführung für Deutschland besorgte.


    Der Torschütze konnte im zweiten Durchgang wegen einer Fußprellung nicht mehr mitmachen und wurde fortan von Götze vertreten. Mit der Führung im Rücken waren die Deutschen nun um Spielkontrolle und Tempoverschleppung bemüht - zunächst ging diese Taktik voll auf. Die Österreicher rannten fast nur hinterher und kassierten zudem den nächsten Nackenschlag: Kavlak ging im eigenen Sechzehner viel zu ungeschickt ins Duell mit Müller und verursachte einen Foulelfmeter, den Özil sicher zum 2:0 verwandelte (51.).


    Die Koller-Elf schien zu diesem Zeitpunkt angeschlagen, fiel aber noch nicht. Koller reagierte mit der Hereinnahme von Burgstaller, der für Harnik kam. Es war aber nicht der Wiener, der die Spannung in die Partie zurückbrachte - dafür waren zwei Bremer verantwortlich: Arnautovic narrte sowohl Götze als auch Schmelzer und brachte den Ball nach innen zu Junuzovic, der verkürzte (57.). Die Begegnung wurde danach wieder offener. Auch wenn die Österreicher nicht mehr das Tempo aus dem ersten Durchgang gehen konnten, so strahlten sie dennoch weiterhin Gefahr aus (67., Arnautovic; 72., Burgstaller).


    Die Österreicher gaben nicht auf und versuchten es weiterhin, hatten nun aber mit einem immer stärker werdenden Kräfteverschleiß zu kämpfen. Deutschland beschränkte sich mittlerweile nur noch auf Ergebnisverwaltung und wäre in der Schlussphase beinahe noch einmal kalt erwischt worden. Zuerst rettet Lahm per Kopf noch vor der Linie (86.), dann scheiterte Arnautovic aus drei Metern kläglich und schoss rechts vorbei (87.).


    Beide Mannschaften sind im Rahmen der WM-Qualifikation am Freitag, den 12. Oktober, wieder gefordert: Österreich muss dann die weite Reise nach Kasachstan bewältigen, Deutschland gastiert in Irland.

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    Lobo





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  • Spanien und England auf Kurs, Belgien schockt Serbien


    Der 3. Spieltag der WM-Qualifikation: Die DFB-Elf siegte souverän in Irland. Deutschlands nächster Gegner Schweden verhinderte gerade noch eine Blamage auf den Faröer, Östereich spielte in Kasachstan 0:0 und ist weiter sieglos. Belgien gewann das Spitzenspiel in Serbien, die Italiener mühten sich erfolgreich in Armenien. Spanien ließ in Weißrussland nichts anbrennen, genauso wenig die Engländer gegen San Marino. Die Türkei unterlag zu Hause den Rumänen, die Russen bezwangen Portugal.


    Gruppe A: Belgien siegt klar in Serbien


    In Gruppe A bleibt es weiter eng: Die Kroaten drehten die Partie in Mazedonien, das zunächst in Führung ging. Doch Corluka und Rakitic wendeten mögliche Punktverluste ab und sicherten den 2:1-Auswärtserfolg. Mit dem Dreier haben die Kroaten sieben Zähler gesammelt und rangieren damit hinter den punktgleichen Belgiern auf Rang zwei.


    Denn die Roten Teufel konnten das Topspiel der Gruppe überraschend klar für sich entscheiden. In Serbien triumphierte Belgien mit 3:0 und setzt sich an die Spitze der Gruppe. Benteke (34.), de Bruyne (68.) und Mirallas (90.) trafen in regelmäßigen Abständen.


    Das britische Duell zwischen Wales und Schottland entschied Gale mit zwei späten Toren. In Cardiff traf der Profi von Tottenham Hotspur in der Schlussphase doppelt und sicherte den 2:1-Heimsieg.


    Gruppe B: Italien müht sich in Armenien


    Ex-Weltmeister Italien hat ohne Balotelli einen glanzlosen Sieg beim Außenseiter Armenien erzielt. Die Squadra Azzurra setzte sich mit 3:1 (1:1) durch. Nach der Führung durch Pirlo per Strafstoß in der 11. Minute gelang den Gastgebern in Erewan der Ausgleich durch Mkhitaryan (28.). Erst nach dem Seitenwechsel fiel den Italienern die Antwort ein: De Rossi brachte den Favoriten wieder in Führung (64.). Während der Schlussoffensive der Armenier machte Osvaldo (82.) den zweiten Sieg der Italiener in ihrem dritten Spiel der Gruppe B perfekt. Sie verteidigten damit auch die Tabellenführung mit sieben Punkten vor Tschechien, das in Pilsen ein 3:1-Heimsieg über Malta einfuhr. Der Bremer Stürmer Selassie (34.) und der Nürnberger Angreifer Pekhart (52.) hatten maßgeblichen Anteil am Heimerfolg, außerdem traf Rezek (67.) für den EM-Teilnehmer von 2012.


    Gruppe C: Ibrahimovic rettet Schweden


    Deutschlands kommender Gegner hat sich vor einer Riesenblamage bewahrt, mit breiter Brust braucht die schwedische Nationalmannschaft aber nicht nach Berlin zu reisen. Die Skandinavier liefen beim Fußball-Zwerg Färöer einem Rückstand hinterher, am Ende durften sich die Schweden durch den 2:1-Sieg in Torshavn zumindest über den zweiten Sieg im zweiten Spiel zur WM-Qualifikation für die Endrunde 2014 in Brasilien freuen. Lange sah es auf den Färöern so aus, als würden die Kicker der 50.000-Einwohner-Nation den haushohen Favoriten zumindest schwer ins Taumeln zu bringen. Der 22-jährige Rogvi Baldvinsson hatte die Hoffnungen der Gastgeber durch seinen Führungstreffer in der 57. Minute sogar genährt, für die große Sensation sorgen zu können. Nur sechs Minuten nach dem Rückstand beraubte Schwedens Alexander Kacaniklic den Außenseiter der Siegillusion. 180 Sekunden nach seiner Einwechslung sorgte der 21-Jährige in seinem zweiten Länderspiel für den Ausgleich. Zehn Minuten später drehte Routinier Zlatan Ibrahimovic mit seinem Tor zum 2:1 endgültig das Blatt.


    0:0 in Kasachstan: Österreich muss weiter warten


    Die Österreicher warten in der WM-Qualifikation weiter auf den ersten dreifachen Punktgewinn. Die Mannschaft von Ex-Bundesliga-Trainer Marcel Koller trennte sich am Freitagabend mit 0:0 von Kasachstan. Für die Gastgeber bedeutete das torlose Remis in der Hauptstadt Astana zumindest den ersten Punktgewinn in der Gruppe C. Die Kasachen hatten zuvor in Schweden (0:2) und zu Hause gegen Irland (1:2) verloren. Österreich hatte sein erstes Spiel vor heimischer Kulisse gegen Deutschland (1:2) verloren. Koller hatte alle neun Bundesliga-Legionäre in die Startformation beordert. In der ersten Halbzeit zeigten die Gäste jedoch keine überzeugende Leistung vor 10.000 Zuschauern.


    Nach der Pause steigerten sich die Österreicher zwar im ersten Duell der beiden Nationen überhaupt. Der Koller-Mannschaft fehlten aber die Ideen, um die Abwehr der Kasachen zu knacken, bei denen der erkrankte Greuther-Fürth-Profi Heinrich Schmidtgal fehlte. Am Dienstag empfangen die Österreicher im Wiener Ernst-Happel-Stadion Kasachstan zum Rückspiel.


    Gruppe D: Van der Vaart und Huntelaar schaffen schnell Klarheit - Rumanien bleibt dran


    Gruppen-Favorit Niederlande ließ gegen Andorra nichts anbrennen, auch wenn das Oranje-Team beim 3:0 nicht mehr als nötig tat. Die Niederländer, die ohne den verletzten Robben antraten, setzten sich auch dank des aus der Verbannung zurückgeholten Rafael van der Vaart (6.) und Klaas-Jan Huntelaar (14.) letztlich souverän in Rotterdam gegen Andorra durch. Schon nach den beiden Toren der Bundesligaspieler vom Hamburger SV und Schalke 04 war die Partie entschieden, den Endstand besorgte Schaken kurz nach dem Seitenwechsel (49.). Mit dem dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel ist die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal Gruppenerster, hat aber die punktgleichen Rumänen im Nacken.


    Rumänien hatte das schwere Spiel in der Türkei vor der Brust, doch mit dem Tor durch Grozav unmittelbar vor der Halbzeitpause war das Duell entschieden. Die Rumänen blieben auch im dritten Qualifikationsspiel ohne Gegentor. Im dritten Spiel der Gruppe bezwang Ungarn die Esten in Talinn mit 1:0 und bleibt zumindest auf Tuchfühlung zu den Top-Teams.



    Gruppe E: Kleiner Patzer der Schweizer


    Die Schweizer Auswahl mit Trainer Ottmar Hitzfeld hat in der WM-Qualifikation erstmals Federn gelassen. Im Heimspiel gegen Norwegen reichte es für die Eidgenossen nur zu einem 1:1, durch das die Schweizer aber zumindest die Tabellenführung in der Gruppe E erfolgreich verteidigte. Der ehemalige Bundesligaprofi Gavranovic (Schalke) hatte die Platzherren in Bern zwar in der 79. Minute in Führung gebracht, doch nur zwei Minuten später erzielte England-Legionär Hangeland (FC Fulham) den Ausgleich für die Gäste.



    Gruppe F: Kerzhakovs frühes Tor reicht den Russen


    Cristiano Ronaldo hat mit seinen Portugiesen einen Dämpfer auf dem Weg zur WM in Brasilien einstecken müssen. Im Spitzenspiel der Gruppe F kassierte Portugal trotz phasenweiser Überlegenheit eine 0:1-Niederlage in Moskau gegen Gastgeber Russland. Den einzigen Treffer der Partie vor fast 70.000 Zuschauern im ausverkauften Luschniki-Stadion erzielte Alexander Kerzhakov bereits in der 6. Minute. Die Russen führen nach ihrem dritten Sieg im dritten Spiel die Tabelle mit neun Punkten an. Portugal bleibt Zweiter, nun aber mit drei Zählern Rückstand. Nur der Gruppenerste löst auf direktem Weg das Ticket für WM-Endrunde 2014. Für Ronaldo war es ein frustrierendes Spiel, denn dem bemühten Offensivspieler von Real Madrid standen aber zumeist gleich zwei Russen im Dauerregen von Moskau auf den Füßen.


    Gruppe G: Topspiel endet torlos - KBosnien oder Griechenland - wer lässt die ersten Punkte liegen?


    Das Top-Spiel zwischen zwischen Griechenland und Bosnien-Herzegowina blieb in Piräus ohne Tore. Insofern war die Einwechslung von Karagounis in der 67. Minute ein Highlight, denn dadurch mutierte er mit seinem 121. Länderspiel-Einsatz zum griechischer Rekordnationalspieler. Zagorakis (Kapitän 2004) kam auf "nur" 120. Karagounis, bis vor einem Monat noch vereinslos und nun beim FC Fulham, verpasste bei der EM 2012 durch die viel diskutierte Gelbe Karte gegen Russland den Viertelfinal-Einsatz gegen Deutschland (2:4) und schon damals die Rekordmarke.


    Durch die Punkteteilung im Topspiel zwängte sich die Slowakei durch das 2:1 gegen Estland zwischen die Bosnier und die Griechen, die nun Platz drei einnehmen.


    Gruppe H: Doppelpack von Rooney und Welbeck
    Die englische Nationalmannschaft hat durch einen 5:0-Sieg über Außenseiter San Marino die Führung in der WM-Qualifikationsgruppe H übernommen. Im Wembley-Stadion sorgten Ersatzkapitän Rooney (35. Minute und 70.) und Welbeck (38., 72.) jeweils für einen Doppelpack. Der Schlusspunkt blieb Oxlade-Chamberlain (77.) vorbehalten. In der Tabelle zog England mit sieben Punkten aus drei Spielen an Montenegro vorbei, das vier Zähler aus zwei Partien holte. England musste ohne seinen gesperrten etatmäßigen Kapitän Steven Gerrard auskommen.


    Die Ukraine verbuchte mit dem 1:1 in Wembley zum Start einen Achtungserfolg, doch in Moldawien wollte dem Gastgeberland der Euro 2012 kein Tor gelingen. Am Ende hieß es 0:0, so dass die Ukrainer die erstplatzierten Engländer aus dem Augen verlieren.


    Gruppe I: Spanien ein bisschen außerirdisch - Pedro trifft dreimal
    Zwei Begegnungen finden in der Gruppe I statt. Das noch punktlose Finnland ergatterte gegen Georgien beim 1:1 in Helsinki seinen ersten Zähler.


    Richtig locker und mit extrem viel Spielfreude bewältigte Spanien seine Pflichtaufgabe in Weißrussland. Beim 4:0 in Minsk stach aus einer souveränen Mannschaft, die auch in ihrem zweiten Spiel in der Gruppe I ohne Gegentreffer blieb, Pedro heraus. Der Angreifer vom FC Barcelona erzielte drei Tore (21., 69., 72.). Den Welt- und Europameister in Führung gebracht hatte Pedros Teamkollege Jordi Alba (12.). Damit ist der amtierende Welt- und Europameister für das kommende Duell gegen Frankreich am Dienstag in Madrid gerüstet - die Franzosen bestritten am Freitag ein Testspiel, das die Equipe tricolore in Paris mit 0:1 gegen Japan verlor.

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    Lobo





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  • Kurze Gala reicht Löw-Elf zum Pflichtsieg
    Deutschland löste seine Pflichtaufgabe gegen Kasachstan in der WM-Qualifikation souverän. Die Löw-Elf glänzte in einer fairen Partie gegen den überforderten Underdog im ersten Durchgang mit schnellem, technisch sehenswertem Kombinationsspiel und demonstrierte einen Klassenunterschied. Nach 3:0-Pausenführung ließ die DFB-Auswahl direkt nach Wiederanpfiff unkonzentriert den Ehrentreffer zu und die Zügel merklich schleifen, ehe Reus in der Schlussminute mit dem 4:1 für einen versöhnlichen Abschluss sorgte.


    Bundestrainer Joachim Löw veränderte seine Startelf nach dem 3:0 in Astana am vergangenen Freitag auf drei Positionen: Für Höwedes (Muskelverhärtung), Schweinsteiger (Gelbsperre) und Draxler (Gehirnerschütterung) rückten Boateng, Gündogan und Reus ins Team.


    Der tschechische Trainer von Kasachstan, Miroslav Beranek, tauschte im Vergleich zum Hinspiel viermal Personal aus: Für Logvinenko, Baizhanov, Dzholchiev und Khayrullin liefen Mukhtarov, Engel, Korobkin und Konysbaev auf.


    Kasachstan staffelte sich wie schon in Astana mit allen Akteuren tief in der eigenen Hälfte und gruppierte sich um den eigenen Strafraum. Die deutsche Elf zog sofort das Tempo an, kombinierte bis zum Sechzehner flüssig, ehe die Gäste zunächst doch immer wieder ein Abwehrbein dazwischenbrachten. Gegen die weit aufgerückte DFB-Auswahl konterte der Underdog sehr sporadisch, hatte aber nach einer Ecke die erste echte Torchance durch Ostapenkos Kopfball (7.).


    Von dieser Aktion abgesehen, erlebten die Fans vor ausverkauftem Haus Einbahnstraßenfußball Richtung Gästetor. Gündogan näherte sich per Flachschuss dem 1:0 an (10.), noch aber fehlte es den manchmal etwas wilden Aktionen an Struktur, so manche Flanke segelte im Zentrum ins Niemandsland.


    Löw war an der Seitenlinie aktiv, forderte seine Mannen auf, das Tempo hochzuhalten. Und seine Schützlinge taten ihm den Gefallen: Gündogans Volleyknaller und Götzes Schrägschuss landeten noch jeweils am linken Innenpfosten (21., 22.), dann aber brach Reus den Bann, tunnelte nach Özils Zuspiel Kirov und schoss aus 20 Metern flach ein - 1:0 (23.)!


    Die Beranek-Elf hechelte nur noch hinterher, hilflos und überfordert ob der sicheren und schnellen Kombinationen der Gastgeber. Nach Lahms energischem Solo grätschte Götze die Kugel über die Linie (27.), wenig später passte auch die Koordination bei Özils Flanke ins Zentrum, wo Gündogan sich am Fünfer unterstützt von Gorman in die Torschützenliste eintrug - 3:0 (31.).


    Dabei beließ es die deutsche Nationalelf zunächst und legte eine kleine Verschnaufpause ein. Das 4:0 fiel dennoch fast, der emsige Gündogan streifte mit einem Schlenzer die Latte
    Kasachstan tauschte Dzholchiev für Nurdauletov ein, und der neue Mann sollte gleich eine Nebenrolle spielen - die Hauptrolle nämlich gebührte Neuer: Nach Mertesackers Rückpass leistete sich der Bayern-Keeper einen unglaublichen Fauxpas und rannte mit dem Ball am Fuß in zwei Gegenspieler hinein. Dzholchiev knöpfte ihm die Kugel ab, die Schmidtgal ins leere Tor einschoss (46.).


    Auch offensiv nahm sich das deutsche Team eine Auszeit. Zielstrebigkeit und auch Tempo fehlten gegen sich weiter vornehmlich zurückziehende, aber vom Anschlusstreffer beschwingte und etwas mutigere Gäste, die aber auch nach Einzelaktionen von Schmidtgal zunächst keine wirkliche Gefahr heraufbeschwören konnten.


    Löw ärgerte sich an der Seitenlinie, dass sein Team die Zügel schleifen ließ und erst Mitte der zweiten 45 Minuten wieder anzog. Boatengs Kopfball sauste knapp daneben (68.), dann kam Gäste-Keeper Sidelnikov auf Betriebstemperatur, parierte gegen Götze und Müller, ehe Özil und Khedira binnen Sekunden Aluminium trafen (72.).


    Auch Lahm scheiterte an Kasachstans Nummer eins, Müllers Volley-Heber klatschte der Schlussmann an die Latte (jeweils 75.) und behielt auch gegen Götze die Oberhand (81.). Reus setzte schließlich mit seinem zweiten Tor zum 4:1 einen versöhnlichen Schlusspunkt (90.) - zwischenzeitlich hätte es nach Außenpfostentreffer Korobkins (79.) und einer Großchance Schmidtgals (89.) durchaus noch einmal spannend werden können.


    Durch den Dreier hat sich die DFB-Auswahl nach Spieltag 6 an der Spitze zunächst mit 16 Punkten abgesetzt. Zweiter ist Österreich nach einem 2:2 in Irland - die Alpenrepublik hat mit einem Spiel weniger genau wie Schweden (vier Partien) nun acht Zähler auf dem Konto.

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    Lobo





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