Posts by Meiko

    na deshalb hatte ich ja geschrieben: "ich finde es nicht schlecht". Du siehst das ja offensichtlich anders. Auch gut. Wie schön, dass es so viele verschiedene Lesarten gibt, so bleibt es spannend.

    Bei Winkler ist es leider falsch. Wennschon müsste es da doch heißen: „waren auch nicht viel weniger lebhaft als …“.

    Kann man so und so sehen. «aussi vivants que» ist ja eine ironische Aussage, und da finde ich die Lösung, die Sabine Hübner für Winkler gefunden hat, gar nicht so schlecht! :-)

    Klingt nach einer erfrischend differenzierten Analyse von Autor und Werk. Meiner Meinung nach hat es das auch dringend nötig, wenn man die vollkommen aus dem Ruder gelaufene Diskussion und anschließende pauschale Aburteilung des Autors ein wenig mitverfolgt hat. Am enttäuschendsten für mich war es zu sehen, dass es für viele Kritiker, die sich da unbedingt einmischen mussten, offenbar nur schwarz oder weiß, richtig oder falsch gab. Grautöne oder Dissonanzen auszuhalten ist heute offenbar schwer ... :rolleyes:

    Vieles lässt sich auch auf Jules Verne übertragen ...

    Gute Rezi. Ich hab die Miniserie vor Kurzem geschaut und fand sie recht unterhaltsam: nicht ganz schlecht, mit ein paar Abstrichen. Ganz übel war die Darstellung der Nazis. So als total übergeschnappte, geifernde, keifende Brüll-Affen. Mal ganz ehrlich, wenn die sich alle so gegeben hätten, dann hätte die doch kein Mensch gewählt. Klar waren die irre, aber doch mit System und nicht so, als wären sie gerade mal alle eben aus der Klappsmühle ausgebrochen.

    Naja, und diese Radio-Lesungen von "20.000 Meilen" ... Ok, kann man machen. Aber war das schmale Braille-Bändchen, aus dem sie vorgetragen hat, nicht ein bisschen zu dünn für diesen gewichtigen "Klopper"? Wenn ich die neue Ausgabe des Buchs aus dem Coppenrath-Verlag daneben lege, dann sehe ich auf den ersten Blick, dass da im Film etwas nicht stimmt. Aber was soll's, der Normalo (Sprich "Nicht-Verne-Leser") wird's schon nicht merken. Wie so vieles andere ...

    Ende 2023 erscheint (pünktlich zu Weihnachten) bei Edition Dornbrunnen:


    Anthologie

    Unterm Tannenbaum

    Geschichten aus der Weihnachtszeit


    Mit Texten von: Lyman Frank Baum, Alfred Brehm, Wilhelm Busch, Carlo Collodi, Felix Dahn, Ludwig Ganghofer, Paul d’Ivoy, Robert Kraft, Jack London, Karl May, Adolf Stark, Robert Louis Stevenson, Jules Verne, Edgar Wallace u. a. (einige in deutschsprachiger Erstausgabe)


    Von Jules Verne ist eine Neuübersetzung von "Herr Dis und Fräulein Es" enthalten. Sicher auch für viele Leserinnen und Leser interessant: Deutsche Erstübersetzungen von Weihnachtsgeschichten von Jack London und Paul d'Ivoi ... Letzterer dürfte einigen von uns noch durch seine sehr an Jules Verne erinnernden Romane aus der Reihe "Voyages Excentriques" bekannt sein (Die fünf Sou des Herrn Lavarède, Die Diana von den Inseln, Korsar Triplex etc.)


    Danke schön, :): ... inzwischen stehen auch schon Ort und Zeit fest: Die Lesungen finden ja in der ganzen Stadt Zittau statt. Meine eigene Lesung ist ganz oben im Turm der Johanniskirche, ab 19:00 geht es los. Ich bin mit 2 Texten dabei (Jules Verne und Jack London).

    Umso mehr bin ich jetzt auf Vernes Fortsetzung Das zweite Vaterland gespannt, sowohl von der Geschichte als auch vom Schreibstil. Der Roman liegt mir als Hartleben-Übersetzung in einer neutralen Bindung vor. Ich werde berichten.

    ... bin gespannt, was du zu dem Buch sagst, ich habe es exakt 1 x in meiner Jugend gelesen und als eher langweilig in Erinnerung behalten. Wobei "in Erinnerung behalten" es nicht genau trifft. Beide Bände plätscherten so schön seicht vor sich hin, dass ich heute gar nicht mehr weiß, was da eigentlich drin stand. Müsste also, wie so vieles, mal wieder auf meine Leseliste. Aber da steht noch so vieles anderes ... :wacko:

    Im 5. Roman (Interferenz) der Star-Trek-Reihe "Rise Of The Federation" von Christopher L. Bennett gibt es eine nette Jules-Verne-Referenz:


    Die Besatzung der E.C.S. Jules Verne landet auf einem Planeten im GJ-1045-System, auf dem sich kein tierisches, sondern nur pflanzliches Leben entwickelt hat. Bei den sog. Dryaden handelt es sich um eine Art wandelnde Bäume (die auch entfernt an Tolkiens Ents erinnern). Da es auf dem Planeten kein tierisches Leben gibt, das den von den Pflanzen erzeugten Sauerstoff aufnimmt, ist die Luft dort derart von Sauerstoff gesättigt, dass es bei den Besatzungsmitgliedern zu einer gewissen Überreizung und Aggression kommt.


    Doktor Ox lässt grüßen ... :)

    danke! :-) Das Heftlein war eines von denen, die ich gelesen hatte ... Der auf den wenigen Seiten enthaltene Text ist eine nette Zusammenfassung für Erstleser und für Leute, die in die Fremdsprache reinkommen wollen. Für diese Zielgruppe würde ich es auch sehr empfehlen; für andere eher nicht ... und das Titelbild ist leider ziemlich übel. Naja ... :-)

    Ich bin gerade fertig geworden mit dem Roman bzw. der Reiseerzählung Claudius Bombarnac. Notizbuch eines Reporters.

    Hallo Poldi, den habe ich bisher nur in der Bearbeitung von Manfred Hoffmann (Verlag Neues Leben) gelesen ... ist aber 35 Jahre her oder so ... hatte mir damals ganz gut gefallen, was aber auch an der gekürzten Fassung liegen könnte :-)

    Hallo in die Runde,

    solange der Inhaber der Rechte (ich rede jetzt mal nur vom Verlagslogo, nicht von den illegal verwendeten Übersetzungen) keinen Grund sieht, einzuschreiten, ist es leider müßig, mit irgendwelchen Abmahnungen oder rechtlichen Schritten zu drohen.

    Auch ich habe vor längerer Zeit (das geht ja nun schon jahrelang so mit diesen angeblichen "Einzelstücken") direkt mit einer Verantwortlichen bei Eulenspiegel geredet. Es ist genau wie Bernhard sagt: so ärgerlich das alles ist; es lohnt sich finanziell für den Verlag nicht, den Rechtsweg zu beschreiten. Und schon gar nicht lohnt sich für einen Publikumsverlag wie Eulenspiegel eine Neuaufnahme der Reihe "Ausgewählte Werke in Einzelausgaben". Das ist kein Kleinverlag, der sich über 50 verkaufte Exemplare freut. Solange da nicht berechtigtes Interesse an einer breiten Käuferschaft besteht (und die gibt es hierfür nun mal nicht mehr), wird dort niemand den Finger krumm machen ... es lohnt einfach nicht. Als ehemaliger Mitarbeiter eines Berliner Verlags kann ich da nur aus Erfahrung sprechen.

    Was die ohne Genehmigung verwendeten Übersetzungen angeht, kann jeder Rechteinhaber nur selbst versuchen, mit dem Verkäufer zu kommunizieren und ihn entweder um Beteiligung, Namensnennung oder was auch immer zu bitten. Der Rechtsweg ist wahrscheinlich auch hier keine Option. Leider ...