Posts by Maschu1

    Schutzumschläge waren früher gar nicht so selten. Die dienten damals tatsächlich dazu, die Bucheinbände zu schützen. Heutigentags hat man den Eindruck, Schutzumschläge dienen vor allem dazu, schlichte Einbände zu "verstecken" und das Buch besser aussehen zu lassen.


    Die Karl-May-Bände in grünem Leinen, mit Goldprägung und farbigem (damals noch auf das Leinen gedrucktem) Deckelbild waren zu Zeiten von Fehsenfeld (bis 1912) und des Radebeuler Karl-May-Verlags (bis 1945) tatsächlich zusätzlich noch mit einem vergleichsweise einfach gestalteten Schutzumschlag aus Papier versehen.

    Die Serie ist insoweit ein kleines Kuriosum, da Peter Cushing hier zum zweiten Mal als Sherlock Holmes in einer Verfilmung von "Der Hund von Baskerville" auftritt. 1959 im Gruselklassiker von Hammer und 1968 nochmal in dieser Serie. Den Hammer-Baskerville ist streckenweise recht frei nach dem Buch gestaltet, hat aber eine sehr schöne gruselige Grundstimmung.

    Den Bibliographischer Führer durch die Jules-Verne-Forschung 1872-2001 habe ich irgendwo in einem meiner Regale stehen. Ich habe zum Thema Verne-Bibliografie dort nur nicht nachgeschlagen, weil ich mich bibliografisch noch nicht näher mit Verne befasst habe (bibliografisch bin ich meher bei Karl May und Robert Kraft aktiv unterwegs) und weil ich tatsächlich völlig überzeugt war, dass Wolfgang Thadewald eine Bibliografie geplant hatte, dann aber nicht mehr veröffentlicht hat. Möglicherweise habe ich diese Information in irgendeinem Nachruf aufgeschnappt.

    In die Bibliografie im Corian-Lexikon muss ich bei Gelegenheit in der DNB mal reinschauen. Für einen Blindkauf ist mir das Teil mit 500,00 Euro dann doch ein wenig zu preisintensiv.

    Ok, vielen Dank für den Hinweis. Da kann ich mir die mal anschauen, wenn ich wieder in der DNB bin. Das hatte ich jetzt tatsächlich nicht auf dem Schirm. Ich hatte irgendwie noch im Hinterkopf, dass da mal eine Veröffentlichung geplant war aber nicht zustandegekommen ist.

    Solange das ganze nur eine (mehr oder weniger) private Zusammenstellung von Wolfgang Thadewald ist, gibt es so eine Bibliografie dann leider doch noch nicht. Dem wäre dann aber zumindest ein klein wenig abzuhelfen, wenn die Arbeit mit Zustimmung der Erben öffentlich zugänglich gemacht werden könnte (in welcher Form auch immer, gedruckt oder digital.)


    Wobei dann immer noch die Frage offen ist, inwieweit Wolfgangs Thadewalds Zusammenstellung bereits den Anforderungen, die man an eine Bibliografie stellen sollte, genügt. Detaillierte bibliographische Angaben, Abbildungen von Büchern und Titelblättern ... Und auch wenn das alles schon vorhanden ist, ist die Aufbereitung (vor allem auch die Überprüfung aller Informationen) ein nicht zu unterschätzender Arbeitsaufwand.


    Ohne Wolfgang Thadewalds Arbeit zu kennen, gehe ich leider davon aus, dass es von dieser bis zu einer nutzbaren Bibliografie noch ein weiter Weg sein dürfte.

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, von der Thematik her habe das Buch für mich als Lost-World-Geschichte eingeordnet. Vom Stil her fand ich es angenehmer als Edgar Rice Burroughs Tarzan. (Wurde ja beides in Pulp-Magazinen veröffentlicht und ist durchaus vergleich.) Das kann natürlich auch an der Übersetzung gelegen haben.

    Ich kenne die Liste nicht. Enthält die nur Bücher oder ist die "umfassender" (also auch Zeitungs- und Zeitschriftenabdrucke)?

    Das wäre generell mal ein (allerdings auch sehr, sehr arbeitsintensives) Projekt: Eine Bibliografie aller deutschsprachigen Verne-Veröffentlichungen. Bücher, Zeitungen, Zeitschriften ... Zumindest erstmal bis inklusive Todesjahr 1905.

    Sowas gibt es zu Karl May und zu Robert Kraft und diese Bände sind sehr hilfreich. Bei May (da stammt die Bibliografie zu den Veröffentlichungen bis zum Todesjahr 1912 von 1989 und enthält über 600 Einträge) gibt es zudem auf der Webseite von Wolfgang Hermesmeier eine Liste mit allen seither neu aufgefundenen Veröffentlichungen als Ergänzung. (Nochmals reichlich 200 Nummern).

    Wie gesagt, sowas zu Verne wäre sehr arbeitsintensiv, aber sicherlich wünschenswert.


    Es gibt auch Print-on-demand-Bücher (bzw. eBooks), da ist es nicht die fehlende Kenntnis des Inhalts, die zu seltsamen Covern führt. Die beiden hier zum Beispiel, da hat man den Eindruck, dass da niemand nochmal einen Blick auf die Bilder (bzw. deren Platzierung) geworfen hat.

    "Print on demand"-Ausgaben von Leuten, die sich nie mit der Materie beschäftigt haben, machen schon Spaß. Ein weiteres Beispiel (zwar nicht Jules Verne, aber immerhin einer der "deutschen Jules Vernes") ist ein Roman von Robert Kraft (1869-1916). Da war auf der Rückseite ein Bild des vermeintlichen Autors abgebildet. Verwendet wurde dafür allerdings ein Foto des US-Sportfunktionärs Robert Kraft, dem die New England Patriots (in der NFL) gehören.

    Bei Google Books gibt es eine recht umfangreiche Vorschau. (Ich weiß aber nicht, ob der Link funktioniert: https://www.google.de/books/ed…g=PA5&printsec=frontcover)

    Das sieht eher nach einem wilden Mix unterschiedlicher Ideen/Quellen aus, darunter Edgar Rice Burroughs' "At the Earth's Core" (Die Maschine, mit der man sich nach Pellucidar durchbohrt). Der englische Titel der Geschichte sieht wie ein Mix aus Jules Verne/Edgar Rice Burroughs aus: "Journey to the Core of the Earth".

    Von Lovecraft kenne ich bislang nur "Berge des Wahnsinns". War ganz gut zu lesen. (Im Prinzip ist es ja auch eine Art Lost-World-Geschichte.)

    Eher weniger zu empfehlen ist die Version mit Stewart Granger und William Shatner. Die Parodie mit Dudley Moore ist tatsächlich eher unlustig. Die kann selbst Kenneth Williams nicht retten.


    Ich bin auch von dem Baskerville-Film aus der Serie mit Jeremy Brett gut unterhalten worden. Nicht der beste Teil der Reihe, aber trotzdem ganz gut.

    Bei Karl May gibt es ja etwas Vergleichbares: Die Historisch-kritische Ausgabe. Da muss zwar nichts übersetzt werden, aber es werden bei jedem Band Editorische Berichte zur Entstehung und Variantenverzeichnisse mitgeliefert, bei denen alle zu Mays Lebzeiten erschienene Ausgaben verglichen und Unterschiede dokumentiert werden. Und da kommt bei einigen Titeln schon etwas zusammen. (Unter anderem die von Charley vorgenommenen Überarbeitungen der Zeitschriftenveröffentlichungen für die Buchausgabe und teils hat er die Bücher für die Illustrierte Ausgabe nochmals überarbeitet, Hier und da haben sich auch Manuskripte erhalten, die dann ebenfalls in die Variantenverzeichnisse einfließen. Am Ende ist der Aufwand dafür sicherlich ähnlich hoch wie er bei neuen Übersetzungen/Abgleich bestehender Übersetzungen für Jules Verne wäre.) Diese Arbeit wird ehrenamtlich geleistet (andernfalls wäre das Projekt gar nicht zu bezahlen) und trotzdem kommt für die (allerdings auch optisch ansprechenden) Halbleinenbände durch die vergleichsweise niedrige Auflage ein Preis von rund 50,00 Euro pro Band zusammen. Die Reihe wurde Ende der 1980er begonnen, stagnierte dann zwischenzeitlich und jetzt geht es mit zwei bis drei Bänden pro Jahr wieder vorwärts, seit Karl-May-Stiftung, Karl-May-Gesellschaft und Karl-May-Verlag das Projekt gemeinsam stemmen. Angedacht sind am Ende rund 100 Bände. 67 oder 68 liegen bislang vor - nach 36 Jahren. Und selbst wenn es im jetzigen Tempo weitergeht, wird es nochmal 10+ Jahre dauern.