EURO 2012

  • Nicht nur die deutschen haben gepatzt


    Die Niederlande sind verstrickt im eigenen Konzept. Nach der 1:2-Niederlage gegen Bulgarien gibt es neue Debatten bei Oranje.


    Es war der Test, auf den eine ganze Nation gewartet hat. Ein Probelauf für die Offensive in Oranje zwei Wochen vor dem EM-Start. Endlich: Robin van Persie 28) auf dem Platz, Klaas-Jan Huntelaar 28 an seiner Seite, die beiden Gladiatoren vereint im Mega-Sturm.


    Ein Experiment mit den Top-Torjägern, die die Niederländer nach 1988 wieder zu Europas Königen schießen sollen, bei der Partie gegen Bulgarien. Einer hatte den Ausgang geahnt. Es werde schwer, sagte Rafael van der Vaart (29) schon im Trainingslager in Lausanne, die beiden zu einem Duo zusammenzufügen. "Ich glaube nicht, dass beide gemeinsam in der Mannschaft stehen." Prophet van der Vaart darf sich bestätigt fühlen. Der Versuch mit den Schützenkönigen aus der Premier League und der Bundesliga misslang, auch wenn Trainer Bert van Marwijk (60) öffentlich nach dem 1:2-Schreckschuss dieses Urteil nicht fällen wollte: "Sie haben sich an die Anweisungen gehalten."


    Das mag sogar stimmen, doch perfekt war die Vorstellung der Kanoniere keineswegs. Es harmonierte nicht zwischen dem Arsenal-Held van Persie auf dem rechten Flügel, wo er seine ersten Profijahre erlebte, und Schalkes Huntelaar im Zentrum. Profitiert davon hat die Elftal nicht - trotz des Tores durch den "Gunner". Die "totale Offensive", da auch van der Vaart als linker Flügelmann agierte, funktionierte noch nicht.


    zum Thema
    Mathijsen läuft die Zeit davonIm Gegenteil: Der Schuss ging nach hinten los. Zwei Gegentore durch die harmlosen Bulgaren, insgesamt 13 Oranje-Gegentreffer in den letzten sechs Partien. Der Niederlande mangelt es an der nötigen Balance. Die hintere Abteilung macht Sorgen.


    Akute Sorgen, zumal Joris Mathijsen (32) sich den linken Oberschenkel zerrte, möglicherweise beim Turnierstart fehlt. Alternativen sind rar: Wilfred Bouma (33) und Ron Vlaar (27) haben nicht die Qualitäten des Ex-Hamburgers. Der Bondscoach, der Vurnon Anita (23), Siem de Jong (23), Jeremain Lens (24) und Adam Maher (18) aus dem Kader strich, muss zittern.


    Wackel-Abwehr hin oder her. Oranje denkt offensiv. Es liegt im Blut der Holländer, die sich pünktlich vor einem Turnier wieder an einer Strategie-Debatte reiben. Experten hatten zum Experiment mit dem "Doppel-Torjäger" geraten. Nachdem van Marwijk gefolgt ist, bekommt er nun neuen Gegenwind. Ein Familienmitglied springt ihm dabei zur Seite. "Nie ist es bei uns gut", echauffierte sich Mark van Bommel (35), des Trainers Schwiegersohn. "Ich habe keine Lust auf die ständigen Taktik-Diskussionen." Van Bommels Begehr bleibt ein frommer Wunsch. Van Persie und Huntelaar, beide pochen auf ihren Einsatz: "Ich will spielen." Van Marwijk wird sich entscheiden müssen. Er kann es keinem recht machen - in der diskussionsfreudigen Fußball-Familie Hollands.

    :P


    Lobo





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  • Es ist soweit
    1. Spieltag


    Fr 08.06. 18:00 A Polen - Griechenland
    Fr 08.06. 20:45 A Russland - Tschechien

    Sa 09.06. 18:00 B Niederlande - Dänemark
    Sa 09.06. 20:45 B Deutschland - Portugal

    So 10.06. 18:00 C Spanien - Italien
    So 10.06. 20:45 C Irland - Kroatien

    Mo 11.06. 18:00 D Frankreich - England
    Mo 11.06. 20:45 D Ukraine - Schweden

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    Lobo





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  • Quote from "Dirk Pitt"

    Wie ist eigentlich die Euphorie bei euch in Deutschland? In der Schweiz merkt man fast nichts.


    Doch...........hier fiebert man den Start schon entgegen. In Ibbenbüren gibt es wieder Public viewing. Und auch viele Private Treffs

    :P


    Lobo





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  • Russland trumpft bei EM groß auf - Polen nur 1:1


    Russland hat zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft groß aufgetrumpft. Zuvor war Griechenland seinem Ruf als Überraschungsteam gerecht geworden und trotzte Gastgeber Polen im Eröffnungsspiel in Warschau ein Unentschieden ab.

    Die Sbornaja gewann in Breslau mit 4:1 (2:0) gegen Tschechien und setzte sich an die Tabellenspitze der Gruppe A. Alan Dsagojew (15./79. Minute), Roman Schirokow (24.) und Roman Pawljutschenko (82.) erzielten die Treffer für das Team des niederländischen Trainers Dick Advocaat, das im Stile eines Turnierfavoriten auftrat. Vaclav Pilar (52.) traf für die Tschechen.


    Polen und Griechenland trennten sich 1:1 (1:0). Dimitris Salpingidis (51.) gelang der Ausgleich, nachdem die Hausherren im Nationalstadion durch eine Dortmunder Coproduktion in Führung gegangen waren. Robert Lewandowski (17.) köpfte eine Flanke von Jakub Blaszczykowski ein. Mit dem Remis setzte sich die schwarze Serie der Turnier-Ausrichter fort: Zuletzt hatte Belgien vor zwölf Jahren als Gastgeber ein EM-Auftaktspiel gewonnen.


    Der spanische Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo verhängte zwei Platzverweise. In der 44. Minute schickte er den Bremer Sokratis mit der Gelb-Roten Karte vom Feld. Nach der Pause sah Polens Keeper Wojciech Szczesny (69.) wegen einer Notbremse an Salpingidis Rot. Mit dem fälligen Strafstoß scheiterte Routinier Georgios Karagounis am eingewechselten Przemyslaw Tyton (70.) und vergab damit einen griechischen Auftaktsieg wie 2004. Damals hatte ein 2:1 in Portugal den Grundstein zum späteren EM-Triumph gelegt.


    Vor dem ersten Spiel hatte eine bunte Eröffnungsfeier den Startpunkt der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine gesetzt. Zehntausende begeisterte Polen feierten im ausverkauften Warschauer Nationalstadion den Beginn der ersten Endrunde in Osteuropa.

    :P


    Lobo





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  • Erste große überraschung


    Niederlande - Dänemark
    0:1 (0:1)

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    Lobo





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  • Mühsamer Auftakt: Gomez löst den Knoten


    Deutschland hat zum Auftakt der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine gegen Portugal einen 1:0-Zittersieg eingefahren. Die Löw-Elf wirkte gegen äußerst defensivorientierte Portugiesen über weite Strecken mut- und ratlos, konnte ihre Feldüberlegenheit dann aber doch noch in ein Tor ummünzen. Wie wichtig der EM-Start sein kann, zeigte die Vergangenheit: Gewann die DFB-Auswahl ihr erstes Spiel, so ging es bislang immer ins Finale.


    Bundestrainer Joachim Löw sorgte zum Auftakt der EM durchaus für Überraschungen: Hummels begann in der Innenverteidigung, Gomez erhielt im Sturmzentrum den Vorzug vor Klose. Boateng lief wie erwartet rechts in der Viererkette auf. Im Vergleich zum 2:0-Testspielsieg gegen Israel spielten Hummels und Schweinsteiger für Mertesacker und Kroos.


    Portugals Coach Paulo Bento konnte alle seine Stars aufbieten. Darunter auch die Madrilenen Cristiano Ronaldo, Fabio Coentrao und Pepe. Nicht zu vergessen Champions-League-Sieger Raul Meireles oder Nani, der Flügelflitzer von Manchester United. Als Stoßstürmer erhielt Helder Postiga den Vorzug vor dem ehemaligen Bremer Hugo Almeida.


    Nach nicht einmal zwei Minuten setzte die deutsche Mannschaft ein erstes Ausrufezeichen: Boateng flankte von rechts präzise nach innen zu Gomez, dessen Kopfball aus zwölf Metern allerdings kein großes Problem für Rui Patricio darstellte. Die DFB-Elf zeigte direkt, dass sie die Spielkontrolle haben wollte. Deutschland kam auch rasch zu mehr Ballbesitz, versuchte zudem variabel zu spielen, nur stockte es im Passspiel.


    Portugal auf der anderen Seite agierte abwartend und setzte verstärkt auf lange Bälle - wohl in der Hoffnung, dass Cristiano Ronaldo oder Nani in Sprintduelle mit den deutschen Verteidigern kommen sollten. Allerdings fehlte es der Seleccao ebenfalls an Präzision im Passspiel, sodass sich eine höhepunktarme erste Hälfte entwickelte.


    An Intensität mangelte es jedoch nicht, beide Mannschaften schenkten sich in den Zweikämpfen wenig - manchmal schossen die Akteure auch über das Ziel hinaus. So sah Helder Postiga nach einer rüden Attacke gegen Neuer die erste Gelbe Karte (13.). Kurz darauf rückte Ronaldo erstmals ins Rampenlicht, als er Boateng einen Knoten in die Beine spielte und anschließend flach und scharf nach innen passte, Lahm klärte jedoch rechtzeitig (18.). Das sollte jedoch die einzige nennenswerte Aktion des hochgelobten Ronaldo im ersten Durchgang sein.


    Ansonsten sahen die 32.999 Zuschauer in Lwiw eine überlegene deutsche Mannschaft, die gegen abwehrstarke Portugiesen aber keine zündenden Ideen hatte. Durchs Zentrum ging gar nichts, und die Außen waren meistens zugestellt. Das pomadige Aufbauspiel der Deutschen spielte den Portugiesen in die Karten: So konnte sich die Seleccao immer wieder mit zehn bis elf Mann hinter dem Ball postieren. Einzig Podolski sorgte in der tempoarmen Partie immer mal wieder für Aufregung - zuerst per Freistoß (25.) und dann mit Distanzversuchen (28., 31.). Etwas später sauste Müllers Schrägschuss aus spitzem Winkel ein gutes Stück links vorbei (40.).
    Großes Glück hatten die Löw-Schützlinge in der 45. Minute, als Pepe nach einer Ecke ans Leder kam und den Ball an die Unterkante der Latte drosch. Von dort aus sprang die Kugel auf die Linie und dann aus dem Tor. Trotz portugiesischer Reklamationen entschied Schiedsrichter Stephane Lannoy (Frankreich) auf Weiterspielen und bat im Anschluss zum Pausentee.


    Personell unverändert ging es im zweiten Durchgang weiter, und auch sonst präsentierte sich auf dem Rasen das alte Bild. Deutschland bemüht, aber eben nicht zwingend. Die DFB-Elf spielte zu oft quer, ging keine Risiken ein und wirkte gegen ausschließlich defensivorientierte Südeuropäer blass. In der 58. Minute kam der Ball einmal durch und landete bei Gomez, der jedoch über den Kasten köpfte.


    Es war sicherlich kein schönes Fußballspiel, dafür umso spannender. Ein Fehler - egal auf welcher Seite - hätte das Pendel zugunsten einer Mannschaft ausschlagen lassen können. So musste Boateng Kopf und Kragen riskieren, um nach Cristiano Ronaldo am Abschluss zu hindern (64.). Es kam die Zweit der Einwechslungen: Nelson Oliveira kam für Helder Postiga, im DFB-Lager machte sich Klose an seinem 34. Geburtstag schon einmal bereit und musste dann sein Leibchen doch wieder anziehen.


    Was war passiert? Ein einfacher Spielzug über die rechte Seite wurde erfolgreich abgeschlossen! Khedira flankte präzise ins Zentrum zu Gomez, der gegen die Laufrichtung von Rui Patricio ins rechte Eck zum 1:0 einköpfte (72.). Die Portugiesen mussten danach aufmachen, taten das auch, konnten die DFB-Auswahl, bei der Klose doch noch für Gomez gekommen war, zunächst jedoch nicht ernsthaft prüfen. Das änderte sich in den letzten zehn Minuten grundlegend! Deutschland geriet enorm unter Druck und musste gleich mehrfach brenzlige Situationen überstehen. Cristiano Ronaldo scheiterte an Neuer (82.), Joao Moutinhos Schuss wurde von Hummels geblockt (83.), Nanis Versuch tropfte auf die Latte (84.), während der eingewechselte Silvestre Varela aus zehn Metern gegen den stark reagierenden Neuer den Kürzeren zog (88.) und Nani in letzter Sekunde Badstuber anschoss (90.+4).


    Dann war Schluss und der deutsche Auftaktsieg perfekt.

    :P


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  • Quote from "Dirk Pitt"

    Wichtiger Sieg für Deutschland. Die Gruppe wird noch spannender, da Dänemark gewonnen hat.


    Am Mittwoch ist Holland schon unter Druck gegen Deutschland :-D

    :P


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  • Quote from "donja"

    Überzeugende Leistung bis jetzt:


    Russland und Italien


    Das Spiel Spanien-Italien war bisher das beste

    :P


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  • Ergebnisse 1. Spieltag


    Gruppe A Polen - Griechenland 1:1 (1:0)
    Gruppe A Russland - Tschechien 4:1 (2:0)

    B Niederlande - Dänemark 0:1 (0:1)
    B Deutschland - Portugal 1:0

    C Spanien - Italien 1:1
    C Irland - Kroatien 1:3 (1:2)

    D Frankreich - England 1:1 (1:1)
    D Ukraine - Schweden 2:1

    :P


    Lobo





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  • 2:1 gegen Holland
    Vor dem Duell der Erzrivalen Deutschland und Niederlande in Charkow standen sich in der Gruppe B Dänemark und Portugal gegenüber. Die Dänen zogen nach dem Coup gegen die Elftal gegen Cristiano Ronaldo und Co. in Lwiw den Kürzeren. Die Portugiesen haben ihre Chance damit gewahrt. Der DFB-Auswahl gelang nach dem Auftaktsieg dank zweier Gomez-Tore auch gegen die Niederlande ein Dreier, das Viertelfinale ist jedoch noch nicht fix

    :P


    Lobo





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  • Ergebnisse 2 Spieltag:


    Gruppe A Griechenland - Tschechien 1:2 (0:2)
    A Polen - Russland 1:1 (0:1)

    B Dänemark - Portugal 2:3 (1:2)
    B Niederlande - Deutschland 1:2 (0:2)

    C Italien - Kroatien 1:1 (1:0)
    C Spanien - Irland 4:0 (1:0)

    D Ukraine - Frankreich 0:2 (0:0)
    D Schweden - England 2:3 (0:1)

    :P


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  • Hellas wie 2004


    Was für ein Finale in der Gruppe A! Nicht die hoch gehandelten Russen und auch nicht der Co-Gastgeber Polen ziehen in das Viertelfinale ein, sondern Griechenland und Tschechien. Gruppensieger Tschechien und der Zweite Griechenland wären nun potenzielle Gegner der deutschen Elf in der ersten K.o.-Runde. Für Franciszek Smuda war es aller Voraussicht nach seine letzte Partie als polnischer Nationalcoach.


    Zumindest im Fußball spielt Griechenland weiterhin in Europas erster Liga mit. Und dies dank einer defensiven Glanzleistung, die an die Taktik von Otto Rehhagel beim sensationellen EM-Triumph im Jahr 2004 erinnerte.


    Russland war spielerisch das deutlich bessere Team, hatte ein optisches Übergewicht und mehr Ballbesitz. Doch allein Chancen zu kreieren fiel der Sbornaja trotz der ausgewiesenen Techniker um Kapitän Arshavin und Dribbler Dzagoev schwer. Und kurz vor der Pause erzielte dann Kapitän Karagounis das Siegtor - allerdings sah Russlands Keeper Malafeev dabei alles andere als glücklich aus (45. + 2.).


    „"Diese Nacht ist wichtig für uns und für alle Griechen. Unser Land macht gerade eine schwere Zeit durch. Das sind unfassbare Momente, ich danke Gott"“
    Georgios Karagounis


    Wegen seiner Gelben Karte hofft der Europameister von 2004 auf Nachsicht bei der UEFA: "Vielleicht schaut sich die UEFA die Szene noch mal an. Das ist einfach nur schade und wäre nicht fair", sagte der 35 Jahre alte Kapitän.


    Russland dagegen musste bei einem großen Turnier erneut eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Nach zwei starken Leistungen schien die "Sbornaja" auf dem Weg zum Geheimfavoriten, nun dürfte sie sich in der Heimat starker Kritik ausgesetzt sehen.


    Auch die Polen behielten im "Endspiel" gegen Tschechien nicht die Nerven. Dabei bestimmte die Elf um die Bundesliga-Profis Boenisch (Bremen), Polanski (Mainz) sowie Lewandowski, Piszczek und Blaszczykowski (alle Dortmund) den ersten Abschnitt. Allerdings gelang es der Elf von Nationalcoach Franciszek Smuda nicht, die Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Die beste Möglichkeit vergab Lewandowski, dem bereits in der 10. Minute der Ball freistehend über den Schlappen rutschte.


    Im zweiten Durchgang nahm der Druck nochmals zu, da die Griechen zu diesem Zeitpunkt führten. Und nun waren es die Tschechen, die die Akzente setzten. Wolfsburgs Jiracek war es schließlich, der die Fehlstarter (1:4 gegen Russland) dann doch noch in das Viertelfinale schoss.


    Für den Co-Gastgeber Polen endete die EURO abrupt. Die Polen, die in den ersten beiden Partien zumindest spielerisch überzeugen konnten, vergaben gegen die Tschechen ihren Matchball und warten somit auch nach der dritten EM-Teilnahme nach 1960 und 2008 weiter auf den ersten Sieg.


    Ein erstes Opfer des polnischen Ausscheidens könnte Franciszek Smuda sein. Der Vertrag des polnischen Nationalcoaches, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und lange Jahre in Deutschland arbeitete, läuft fristgerecht nach der EURO aus.


    "Das ist zu einhundert Prozent das Ende meines Weges. Mein Vertrag läuft mit dem Ende der EM aus", sagte der langjährige Nationalspieler dem polnischen Fernsehsender TVP. Smuda (63) hatte das Amt am 29. Oktober 2009 vom Niederländer Leo Beenhakker übernommen. Allerdings sorgte er für Verwirrung, da er sich auf der offiziellen Pressekonferenz noch zurückhaltender äußerte: "Ich muss meine Position nicht aufgeben", so der 63-Jährige, auf die Fragen der Journalisten nach seiner Zukunft. Die Entscheidung liege nicht mehr bei ihm, sondern beim Verband.


    Ob Smuda allerdings die nun folgende Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien in Angriff nehmen darf, erscheint eher zweifelhaft.


    Nach dem Abpfiff waren die Bialo-Czerwoni (Weiß-Roten) entsetzt und ausgelaugt zu Boden gesunken. "Wir hatten einige sehr schöne Momente bei dieser EM", sagte Blaszczykowski. "Leider ist es jetzt vorbei. Wir danken all unseren Fans", sagte der Kapitän, der nur mühsam die Tränen unterdrücken konnte

    :P


    Lobo





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  • Bender beendet den Tanz auf der Rasierklinge


    Deutschland steht als Gruppensieger im Viertelfinale der Europameisterschaft 2012. Die DFB-Auswahl musste allerdings im letzten Gruppenspiel gegen starke Dänen bis in die Schlussminuten zittern, ehe das Weiterkommen unter Dach und Fach war. Zu verdanken hatte die deutsche Elf das EM-Startelfdebütant Bender, der das gesamte Team erlöste. Die Dänen verpassten damit die Sensation, müssen somit die Koffer packen und Portugal den Vortritt lassen.


    Knifflig war die Ausgangslage vor dem abschließenden Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark. Trotz der beiden Siege gegen Portugal und Niederlande musste die DFB-Elf ums Viertelfinale bangen. In Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Portugal wurden die Rechenschieber herausgeholt, es wurde gerechnet und spekuliert - alle vier Teams hatten noch Chancen aufs Weiterkommen. Aus deutscher Sicht war die Ausgangslage nicht allzu kompliziert: Mit einem Sieg oder einem Remis hätte die DFB-Elf das Viertelfinale aus eigener Kraft sicher stellen können.


    Wie immer lag die Wahrheit allerdings auf dem Platz. Bundestrainer Joachim Löw vertraute weitgehend auf die Elf, die mit 2:1 gegen die Niederlande gewonnen hatte. Nur der Gelb-gesperrte Boateng musste passen und wurde von Bender vertreten. Dänemarks Coach Morten Olsen beließ es nach dem 2:3 gegen Portugal bei ebenfalls einem Wechsel: Im Mittefeld spielte Jakob Poulsen für den angeschlagenen Rommedahl (Muskelverletzung im Oberschenkel).


    Die Löw-Elf ergriff erwartungsgemäß vom Anpfiff weg das Kommando und riss das Spiel an sich. Mit variablem und in die Breite gezogenem Passspiel sollte der dänische Abwehrriegel aufgerissen werden. In der sechsten Minute war es dann soweit: Podolski brachte den Ball in seinem 100. Länderspiel punktgenau zu Müller, der jedoch aus fünf Metern am gut reagierenden Andersen scheiterte. Das sollte für längere Zeit allerdings die einzige nennenswerte Chance der Partie gewesen sein, da den Deutschen trotz klarer Feldvorteile zu wenig einfiel. Zu stabil präsentierte sich die Abwehr um den dänischen Kapitän Agger.


    Die Dänen indes hatten ihr Hauptaugenmerk auf die Deckung gelegt, nach vorne wurde das Spiel in aller Ruhe aufgebaut - Durchschlagskraft entwickelte Danish Dynamite dabei allerdings kaum und lag nach 19 Minuten plötzlich zurück: Nach einem Einwurf behauptete sich Müller gekonnt am Ball und flankte scharf und flach nach innen. Gomez legte gekonnt per Hacke zurück auf Podolski, der das Leder wuchtig mit rechts (!) in die Maschen drosch.


    Die Führung hatte aber nicht allzu lange Bestand, denn die Dänen legten ihre Stärke bei Standards an den Tag: Bendtner verlängerte eine lang gezogene Ecke per Kopf in die Mitte zu Krohn-Dehli, der locker einnickte - 1:1 (24.). Alles war wieder offen, so wie auch das Spiel. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, wenngleich die DFB-Auswahl weiterhin optisch überlegen war. Nur stellten die Skandinavier die Räume exzellent zu und machten damit vor allem dem deutschen Mittelfeld den Gar aus.


    Die wenige Möglichkeiten, die die DFB-Elf hatte, wurden von den äußerst aufmerksamen Innenverteidigern Agger und Kjaer mit Glück und Geschick vereitelt. Weil auch noch Khedira in der 41. Minute nach einem bösen Stockfehler von Kvist aus 16 Metern knapp neben den rechten Pfosten schoss, blieb es beim 1:1-Pausenstand.


    Auch nach dem Seitenwechsel blieb es für Deutschland ein Tanz auf der Rasierklinge, da es im Parallelspiel zwischen Portugal und den Niederlanden ebenfalls 1:1 lautete. Und fast wäre Danish Dynamite nach Wiederanpfiff der Paukenschlag gelungen, als Jakob Poulsen nur Zentimeter links vorbei schoss (51.). Dänische Chancen waren allerdings ansonsten extrem rar, da die Olsenbande ihre defensive Grundordnung nicht aufgab. Die Skandinavier igelten sich in der eigenen Hälfte ein und erledigten ihren Job exzellent.


    Die deutsche Offensive biss sich die Zähne an diesem Bollwerk auf. Löw reagierte und brachte mit Schürrle für Podolski einen frischen Mann für die linke Seite. Und der Leverkusener setzte direkt ein dickes Ausrufezeichen, als er mit einem Schrägschuss Andersen prüfte (68.). Auf der Gegenseite sorgte Zimling mit einem fulminanten Fernschuss für erhöhtes Herzrasen bei Neuer (71.). Apropos Herzrasen, dieses kam auch im deutschen Lager auf, denn Portugal führte dank einer Gala-Vorstellung von Cristiano Ronaldo gegen die Niederlande zu diesem Zeitpunkt mit 2:1 - ein Tor der Dänen, und der Vize-Europameister wäre draußen gewesen.


    So ging es in eine extrem spannende Schlussphase, in der die DFB-Auswahl zunächst Glück hatte, als Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo (Spanien) bei einem Zupfer von Badstuber gegen Bendtner im eigenen Sechzehner weiterspielen ließ und der dänische Stürmer Neuer danach nicht bezwingen konnte (76.). Kurz darauf war es schließlich Bender, der einen zu langen Pass auf den eingewechselten Klose doch noch erwischte und im Strafraum Andersen keine Chance ließ (80.). Das war das erlösende 2:1, das zugleich das Viertelfinale für Deutschland bedeutete. Die Dänen versuchten es dann zwar noch einmal, hatten nun aber nichts mehr zuzusetzen und mussten sich schlussendlich mit dem Gruppenaus abfinden.


    Deutschland trifft somit am kommenden Freitag in Danzig auf Griechenland. Anpfiff ist um 20.45 Uhr. Die Dänen müssen indes die Koffer packen, während Portugal am Donnerstag in Warschau die Tschechen fordert.

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    Lobo





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  • 3. Spieltag
    Gruppe A Tschechien - Polen 1:0
    A Griechenland - Russland 1:0 (1:0)

    B Portugal - Niederlande 2:1 (1:1)
    B Dänemark - Deutschland 1:2 (1:1)

    C Kroatien - Spanien 0:1
    C Italien - Irland 2:0 (1:0)

    D England - Ukraine 1:0
    D Schweden - Frankreich 2:0

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    Lobo





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  • Sooooooo kann man sich die Torschiris sparen :shocked:

    :P


    Lobo





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  • Viertelfinale


    Tschechien - Portugal

    Deutschland - Griechenland

    Spanien - Frankreich

    Kiew England - Italien

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  • Quote from "Lobo"

    Sooooooo kann man sich die Torschiris sparen :shocked:


    Das habe ich mir allerdings auch gedacht. :shocked:


    Warum stehen die eigentlich auch noch auf der Seite des Tores zu den Linienrichtern hin? Zur besseren Abdeckung gehören die auch auf die andere Seite, oder was meint ihr?